Vor einiger Zeit wies mich ein überaus freundlicher Konrinthenkacker dankenswerterweise in einer Kommentarspalte dieses damals noch gut besuchten Blogs auf einen Fehler hin, den ich an dieser Stelle noch einmal ganz grundsätzlich aufzeigen möchte:
Umgangssprachlich wird häufig nicht zwischen scheinbar und anscheinend unterschieden (siehe [2]). In der Standardsprache jedoch drückt anscheinend die Vermutung aus, dass etwas ist, wie es erscheint (Du bist anscheinend krank.), während scheinbar bedeutet, dass etwas nur den Eindruck macht, aber tatsächlich nicht so ist, wie es scheint (Das scheinbar günstige Angebot stellte sich als Kostenfalle heraus.). (wiktionary)
Finde ich gut, Werbung für die Lindenstraße und dann gleich noch die zwangsweise Einbindung derselben in den Gentrifizierungsdiskurs. Die Macher_innen hoffen freilich auch auf eine künftige Thematisierung in der Serie, nicht ganz unbegründet. Nur fraglich, wie dies geschehen soll. Dr. Dressler jedenfalls ist als der einzige Hausbesitzer und Vermieter in der Lindenstraße ein reichlich fehlgewähltes Räumungsopfer:
Ironie? Als Prototyp des guten Hauseigentümers, der seine Mieter fast alle persönlich kennt, gereicht er nicht wirklich zum Miethai, zum Gentrifizierungsprofiteur. Wobei – Gentrifizierung in München, geht das überhaupt? Wie auch immer – sollte die Lindenstraße das Thema wirklich aufgreifen, stellt sich die Frage der Konfliktkonzeption. Die Lindenstraße 3 birgt wahrlich wenig Potenzial. Der Klausi/Momo-WG traue ich nichts zu, einzig Andi Zenker könnte freidrehen, wenn seine Miete steigt. Oder müssen Phlip und Orkan endgültig zurück in die Lindenstraße, weil ihre Berliner Kieze teurer werden als das Münchner Pflaster? Hach, Fragen über Fragen. Schau‘n wir mal …
Ein Grund, warum dieses Blog in letzter Zeit etwas vereinsamt, liegt sicher in meiner gesteigerten Lohnarbeitstätigkeit. Als ich dann Sonntag früh um neun in die vierte Arbeitstunde des Tages ging und gar nicht daran denken wollte, was an diesem Wochenende schon hinter mir lag und noch vor mir liegen würde, hörten meine übermüdeten Ohren im Autoradio plötzlich dieses Lied:
Denn das kostet die Volkswirtschaft ja, wenn billige Arbeitskräfte aus dem Ausland oder den hiesigen Behindertenheimen nicht auch so ausgebeutet werden können wie jede_r andere:
Diskriminierung ist kein Kavaliersdelikt. Sie hat einschneidende Folgen für die Betroffenen und verursacht gesamtgesellschaftlich enorme Kosten, weil etwa Menschen mit Behinderung oder Menschen mit Migrationshintergrund nur schwer Zugang zum Arbeitsmarkt finden“, so der Sachverständige Herr Bernhard Franke, stellvertretender Leiter der Antidiskriminierungsstelle des Bundes (ADS)
Diskriminierung ist eben wirtschaftsschädigend und deswegen schlecht. Findet ja auch Innenminister Friedrich:
Mädchenbusen in der Hand
Haustürklingeln an der Wand
Das sind Dinge, die sehr nah verwandt
Denn wenn man leise sie berührt
Oben innen eine spürt
Dass unten außen einer steht
Der sehnsuchtsvoll um Einlass fleht.
„Was bedeutet Antisemitismus heute, zwei Generationen nach dem Holocaust? Bei seiner kontinuierlichen Erforschung des modernen Lebens der Israeli bereist Regisseur Yoav Shamir (‚Checkpoint‘, ‚5 Days‘, ‚Flipping Out‘) die Welt, sucht nach den modernsten Erscheinungsformen des „ältesten Hasses“ und findet einige alarmierende Antworten auf diese Frage.“
"Es wäre für sie sicherlich doch eigentlich eine Bereicherung, wenn sie als anerkannter Blogger auf "blogsport.de" nur Konstruktives in ihrem Blog zulassen." (Timo Tasche)
» Völlig verdient – die Plätze 1 und 2 der Blogsport-Top-10 gehen heute mal an mich!
(Danke an kinky für den Hinweis) #2
» Übrigens schön zu sehen, dass noch ein paar Menschen von Leipzigblogs hierher finden. Bleibt dran, vielleicht schreibe ich ja noch was zu dieser #obm13-Sache! ;) #0
» Boris Herrmann spricht mir aus der Seele, wenn er von unerklärlichen deutschen Bahnbashing schreibt. (via L.) #5
» Das Ende der Konspirati… WAS?! Liebes ANLW, ein bissl Konspikuität wäre schön! Vielleicht geht ja jemand hin und nimmt ihnen einen Duden mit. #0
» … für Leute mit zuviel Geschmack: Einfach nicht hingehen. Als hätte ein Einkaufszentrum den Zweck, irgendwelchen Lokalbloggern zu gefallen. Träumer. #0
» „Grundsätzlich erhoffe ich mir, dass noch mehr Leipziger meinungsfreudig losbloggen – ein paar weniger Katzen-, Food- und Modeblogs und ein paar mehr Blogger, die was zu aktuellen Themen der Stadt schreiben würden, das wäre schon klasse.“ (Heldenstadt-Interview) #0
» … dass das großartige Futurama-Theme auf Pierre Henrys noch großartigerem Psyché Rock und dem ebenso großartigen Amen Break basiert? Naja, nun aber. #0
» Am Samstag gibt’s am Bug der G16 das erste Plagwitzer Chorfestival. N. hat mehr.#0
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