Scheinbar & Anscheinend

Vor einiger Zeit wies mich ein überaus freundlicher Konrinthenkacker dankenswerterweise in einer Kommentarspalte dieses damals noch gut besuchten Blogs auf einen Fehler hin, den ich an dieser Stelle noch einmal ganz grundsätzlich aufzeigen möchte:

Umgangssprachlich wird häufig nicht zwischen scheinbar und anscheinend unterschieden (siehe [2]). In der Standardsprache jedoch drückt anscheinend die Vermutung aus, dass etwas ist, wie es erscheint (Du bist anscheinend krank.), während scheinbar bedeutet, dass etwas nur den Eindruck macht, aber tatsächlich nicht so ist, wie es scheint (Das scheinbar günstige Angebot stellte sich als Kostenfalle heraus.). (wiktionary)

Lindenstraße verteidigen!

Ganz witzig, die Lindenstraße-Aufklebermotive der Initiative „Linie 206 verteidigen!

Finde ich gut, Werbung für die Lindenstraße und dann gleich noch die zwangsweise Einbindung derselben in den Gentrifizierungsdiskurs. Die Macher_innen hoffen freilich auch auf eine künftige Thematisierung in der Serie, nicht ganz unbegründet. Nur fraglich, wie dies geschehen soll. Dr. Dressler jedenfalls ist als der einzige Hausbesitzer und Vermieter in der Lindenstraße ein reichlich fehlgewähltes Räumungsopfer:

Ironie? Als Prototyp des guten Hauseigentümers, der seine Mieter fast alle persönlich kennt, gereicht er nicht wirklich zum Miethai, zum Gentrifizierungsprofiteur. Wobei – Gentrifizierung in München, geht das überhaupt? Wie auch immer – sollte die Lindenstraße das Thema wirklich aufgreifen, stellt sich die Frage der Konfliktkonzeption. Die Lindenstraße 3 birgt wahrlich wenig Potenzial. Der Klausi/Momo-WG traue ich nichts zu, einzig Andi Zenker könnte freidrehen, wenn seine Miete steigt. Oder müssen Phlip und Orkan endgültig zurück in die Lindenstraße, weil ihre Berliner Kieze teurer werden als das Münchner Pflaster? Hach, Fragen über Fragen. Schau‘n wir mal …

Locker lassen

Ein Grund, warum dieses Blog in letzter Zeit etwas vereinsamt, liegt sicher in meiner gesteigerten Lohnarbeitstätigkeit. Als ich dann Sonntag früh um neun in die vierte Arbeitstunde des Tages ging und gar nicht daran denken wollte, was an diesem Wochenende schon hinter mir lag und noch vor mir liegen würde, hörten meine übermüdeten Ohren im Autoradio plötzlich dieses Lied:

Und ich dachte mir nur so: Ähh, was?!

Neue Wohlfühlplätze


Hummel:


Biene:

10 Jahre Feierabend!

feierabend leipzig

Kotzkübel des Tages

Johannes Lichdi von den Grünen, für den Diskriminierung schlimm, weil standortgefährdend ist:

Diskriminierung ist nicht nur undemokratisch, sondern macht den Freistaat Sachsen auch unattraktiv für Zuziehende aus dem In- und Ausland.

Denn das kostet die Volkswirtschaft ja, wenn billige Arbeitskräfte aus dem Ausland oder den hiesigen Behindertenheimen nicht auch so ausgebeutet werden können wie jede_r andere:

Diskriminierung ist kein Kavaliersdelikt. Sie hat einschneidende Folgen für die Betroffenen und verursacht gesamtgesellschaftlich enorme Kosten, weil etwa Menschen mit Behinderung oder Menschen mit Migrationshintergrund nur schwer Zugang zum Arbeitsmarkt finden“, so der Sachverständige Herr Bernhard Franke, stellvertretender Leiter der Antidiskriminierungsstelle des Bundes (ADS)

Diskriminierung ist eben wirtschaftsschädigend und deswegen schlecht. Findet ja auch Innenminister Friedrich:

Neonazis, die Ausländer bedrohten, seien eine große Gefahr für die deutsche Wirtschaft. „Allen muss klar sein, dass wir uns als exportorientiertes Land Ausländerfeindlichkeit überhaupt nicht leisten können“, sagte der Minister. „Wenn wir unsere Waren überall in der Welt verkaufen wollen, müssen wir uns auch gegenüber an unserem Land interessierten Menschen offen zeigen.“

Und undemokratisch natürlich. Na da.

Lyrik

Mädchenbusen in der Hand
Haustürklingeln an der Wand
Das sind Dinge, die sehr nah verwandt
Denn wenn man leise sie berührt
Oben innen eine spürt
Dass unten außen einer steht
Der sehnsuchtsvoll um Einlass fleht.

Gomblexgondrolln

Leipzig, Alte Straße, 1. April 2012

Wer sich fragt, wo ich die ganze Zeit bin …

Defamation – Spurensuche einer Verleumdung

„Was bedeutet Antisemitismus heute, zwei Generationen nach dem Holocaust? Bei seiner kontinuierlichen Erforschung des modernen Lebens der Israeli bereist Regisseur Yoav Shamir (‚Checkpoint‘, ‚5 Days‘, ‚Flipping Out‘) die Welt, sucht nach den modernsten Erscheinungsformen des „ältesten Hasses“ und findet einige alarmierende Antworten auf diese Frage.“


(Quelle inkl. Statement des Regisseurs)



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