Archiv für August 2006

das imperium schlägt zurück…

jawollja, ab september des jahres 6 vor der apokalypse ziehen montags wieder
horden von “kleinbürgerlichen zahnarztkindern” durch die heldenstadt,
ebnen der weltrevolution ihren noch schmalen pfad und üben schon
mal den konterrevolutionären ernstfall an eins-a testsubjekten…

mmh…

almost streitbar…

… aber lustisch:

whitest kids – hitler rap

arbeiterklasse?

die arbeit ist der untergang der trinkenden klasse.
nee, oder?
die arbeit ist der alkohol der untergehenden klasse.
och nich…
die klasse ist der untergang der arbeitenden trinker.
oder wars doch:
der untergang ist die arbeit der klasse trinker.
garantiert nich!
jetzt hab ich’s wieder:
der alkohol ist der untergang der arbeitenden klasse.
puh

unangenehme wahrheiten

hier mal ne kleine anmerkung zur kriegsverherrlichung und der latenten bereitschaft, für die „gute und richtige sache“ gewalt zu propagieren.
natürlich müssen sich die israelis derzeit mit waffen verteidigen, aber diese waffen zu fetischisieren, führt m.e. zu weit.
und staaten (!) zu zeigen, „was erwartet werden darf, wenn tote Juden gern gesehen oder herzlich egal sind”, impliziert, allen, die als staatsangehörige darin leben, als antisemiten den garaus zu machen… na dann gute nacht

unangenehme wahrheiten für alle, und zwar kostenlos!

wo er recht hat…

„die allgemeine idee ist immer eine abstraktion und schon dadurch in gewissem grade eine verneinung des wirklichen lebens.“
michael bakunin

mobile mäusemelkmaschinen zum selbstaufziehen

als neuling im allg. virtuellen politiksport sowie dem blogsport im besonderen hab ich mir nun eine weile lang so dieses aber auch jenes zu gemüte geführt, leider auch so zerreissendes wie bspw. sowas (so oder so), erinnert es mich doch leicht an den spanischen herbst ’36 und ich kann dazu im grossen und ganzen nur ausstossen:
bekackt!
und das nicht etwa weil ihr rhetorisch, grammatikalisch, polemisch und erst recht inhaltlich nichts drauf hättet, im gegenteil.
nur wenn so viel fitte, doch leider meist festgebissene, teils dogmatische und manchmal sehr verhärtete leute ihre zeit und energie immer weiter in diesen leicht reaktionären frontenkrieg hinter der doch gemeinsamen barrikade verschwenden, kann ich nur ausstossen:
bekackt!
ich verfolge solche „diskussionen“ nun erst seit knapp 3 jahren, habe wohl auch nicht genügend geschichtlichen und ideologischen einblick, dass ich mir wagen würde, inhaltlich zu intervenieren oder gar so dumm zu sein, stellung zu beziehen. nur in einem punkt bin ich mir sicher:
bekackt!
und weils zwar schon toll ist mal wieder datenmüll produziert zu haben, dem ziel aber doch wieder nicht messbar näher gekommen zu sein, und zwar vor allem „…dafür, dass die menschen sich besser verstehn“,
geb ich euch schliesslich auch noch was auf die ohren:

der tee – ein anarchist

trinkt rosa nun gern coca-cola weil sie lecker ist?

szeneismus – gedankenfetzen die 2.

szeneismus, so finde ich, ist in seinen soziologischen grundstrukturen durchaus vergleichbar mit modernem nationalismus, evangelismus oder gar marxismus.
hineingeboren und/oder -gewachsen, so wird nicht der vorherig wirkenden gesellschaftlichen einflüsse reflektiert und der konsequenzen bedacht, sondern im produkt dieser gebadet, zum glück selten noch gar getaucht.
denn wer sich zu sehr in seiner szene einkapselt, sich gegenüber fremden einflüssen z.b. mittels outfit (oder einseitigem, unreflektiertem, reflexartigem politischem aktionismus) bewusst abgrenzt, kuschelt sich zwangsläufig in eine art kulturelle heimatsembryonale.
wer sich allerdings bewusst oder unbewusst von komponenten seiner (frei gewählten?) szene depriviert (in den meisten fällen wohl nur um ein lebenswichtiges, weil kontrastierendes gefühl zu erleben), läuft bei übermässiger anwendung in gefahr in einer anderen szene zu versanden, einer art antiszene in der metaszene, entweder allein und parallel verlaufend oder das vermeintliche glück habend, mit gleichgesinnten zu teilen und dann evt. eine neue szene zu etablieren.
fast alle szenen entwickelten sich aus vorherigen szenen, subkulturen aus kulturen, und sei die bürgerliche kultur der postfaschistischen brd der grundstoff, gespritzt mit ein paar „fremd“kulturellen einflüssen und beträufelt mit einer portion reflektionsfähigkeit, so entwickelten sich auch hier schnell viele (sub)kulturelle szenen, wenn auch meist nur als deutsche ableger der „echten innovativen“ szenen.
doch was mag an all dem denn nun soo schlecht sein?
natürlich nichts.
nur ist der rückzug in die eigene szene und die daraus resultierende zuspitzung (von ideologien) schon kritikwürdig, da sie die menschen nicht zusammenbringt, sondern voneinander entfernt.
zunehmende vereinsamung, und sei es (in) der gruppe/szene, intellektualisierung sowie (konsum)verdummung (marx, medien und mohnkuchen) sind die folge, was nebenbei gesagt den sog. herrschenden auch nur in die taschen spielt.
ausserdem verhalten sich viele menschen in bezug auf „ihre szene“ merkwürdig besitzverteidigend, es gilt, die werte der jeweiligen szene zu schützen und und sogar missionierend auf rand- und parallelszenen einzuwirken, aber naja…

lust aus, kippe an

(zuge)hörig?

szeneismus – gedankenfetzen das 1.

der szeneismus ist m.e. ein -gerade in den subkulturen der sog. westlichen welt- vorherrschender schutzmechanismus, keine ideologie-, kultur- oder gar gesellschaftskomponente, wenn doch wohl zum unbewussten schutz einer ideologie, (sub)kultur oder gesellschaftssystemen/-vorstellungen unabdingliches verhalten, sich u.a. äussernd in der vereinheitlichung gleich- und der diskriminierung anders“szeniger“ menschen in bereichen wie bspw. musik, kleidung, sprache, konsum, politischer ambition, arschgeweihen oder auch nur des dackelhaarschitts des besten freundes, über den/das sich zu reflektieren ich durchaus wünschenswert finde… n würde.

soviel zum satzbau.

Wo verflixt noch mal steht Pofi Gonnun?

Wir schreiben das Jahr 2006 nach einer Geburt.
Es begibt sich zu dieser Zeit, dass zwei grosse Königshäuser, wahrscheinlich die grössten und mächtigsten dieser fernen Zeit, sich immer noch in einem Steit um die Vorherrschaft der 64 Quadranten dieser Erde befinden.
Nicht nur Amnesty beobachtet schon lange den Zwist der beiden, auch die Redaktionen der SUN und des FEIERABEND! schauen kritisch zu.
da wunderbarerweise keiner der beiden Könige je zuvor einen Fuss vor sein Haus wagte und im Palast verharrte, muss hier doch etwas vorgefallen sein, was nicht grad den Genfer Konventionen entspricht.
Viele Gerüchte ranken sich um diese Geschichte, denn wie sonst konnte im Verlauf des jahrhundertelangen Krieges diese abstruse Konstellation zwischen beiden Häusern zustande kommen.
Der dänische Autor Peer van Binsing stellt in seinem Buch „Schwarz und Weiss sind Grau“ die Theorie auf, die beiden Königshäuser würden ihren Krieg nur vortäuschen, um vom wahren Ziel Ihrer Bemühungen, zusammen als „Die Grauen“ die Weltherrschaft an sich zu reissen, abzulenken.
Zum Zwecke der Verschleierung verstecken sie ausserdem noch Pofi Gonnun, einen unscheinbaren und nun unsichtbaren weissen Bauern, der irgendeinen Quadranten dieser Erde besetzt, und in Wahrheit Träger des grossen Geheimnisses und der Formel der Unsterblichkeit ist.
Einer alten von Suomi übermittelten Legende zufolge, stellt im Jahre 2006 ein Leser des bis dato nur regional bekannten Heftes FEIERABEND!
das Gleichgewicht zwischen den Grauen und den Bunten wieder her und rettet die Menschheit, indem er die Stellung des Pofi Gonnuns findet.
Können wir den Überlieferungen glauben, keiner der Könige hätte sich bisher bewegt, so stellen auch wir die Frage, die die Menschheit bewegt:
Wo verflixt noch mal steht Pofi Gonnun?


(FA! #23)

wer die lösung hat, mags schriften…
wer die frage nicht versteht, auch…
und wer schachprobleme nicht mag…
…hörts lied.