Archiv für Oktober 2006

„wir brauchen dringend 500 abonnements“

ich auch.
darum biete auch ich jetzt ein freiwilliges 1-euro-online-abo dieses blogs an. frei nach dem motto: ein-euro-jobs – auch für blogs!
nicht, dass dadurch die inhalte an qualität gewinnen würden. nicht bei mir. und ja, auch diese blogbetreuung kostet geld. strom, kaffee, tabak und irgendwann (zumindest anteilig) auch noch die physiotherapie für den kaputten rücken.
nun, abo’s aber zuerst mal für die jungle-world.
um neue leser zu werben ist legitim für alle medien, finde ich. schade nur, dass dies mit einer begründung geschieht, die für die (potenziellen) abonnementen nicht nachvollziehbar ist. klar, alle brauchen geld und mehr leser.
aber wie steckt die jungle-world denn überhaupt in schwierigkeiten? wird in ihrer home story (muss mensch durch die werbeoffensive leider erst noch unten rechts klicken!) leider nicht näher erklärt. haben sie schulden wie viele andere projekte auch? oder wollen sie sich ein finanzpolster anlegen, da sie „nicht gerade eine allzu profitable Marktstrategie entwickelt haben“, es aber „wie immer“ um alles geht?
und diese drohung mit den comics… na ja.
also, wofür brauchen sie nun so dringend geld, welche kosten könnten so sehr gestiegen sein? oder haben sie seit über neun jahren defizitär gewirtschaftet? dann allerdings hätten sie wohl einen berg schulden und könnten das ruhig auch benennen. transparenz ist m.e. schliesslich ein grundpfeiler einer vertrauensvollen redaktions-leser-beziehung.
soso, sie wollen also nicht auch noch grade vor dem 10. geburtstag abkacken. verstehe ich. geburtstage sind wichtig. manchen jedenfalls. die feiern dann und haun mal richtig auf den putz. hach, diese jubiläen.
da werden die leute immer so komisch…

PS:

buttons und andere kacke

endlich, ein button: bla

lokales mediales

kleines appetithäppchen vom chor im netz!
und ob der begriff riots zu konkreten anlässen überhaupt zu gebrauchen ist, bequatschen wir in ca. 190 tagen noch mal…

nachtrag: so sehen doch aber auch keine riots aus, oder? (via fitzcarraldo)

Das grün-weiße Spaßmobil

„Die Leipziger Polizei setzt bei heiklen Einsätzen neuerdings ein Gute-Laune-Mobil ein. Zwei mit Schlagermusik hochgerüstete Lautsprecherfahrzeuge kommen immer zum Einsatz, wenn zum Beispiel die Stimmung bei Demonstrationen zu kippen droht. []“

gg art 115a (1)

de feststellong, daß das bondesgebiet mät waffengewalt angegrrräffen wärd oda ain solcha angrrräff onmättelbar drrroht (vertaidägongsfall), trrräfft da bondestag mät zostämmong des bondesrrates! De feststellong erfolgt auf antrrag da bondesrrregierrrong ond bedarf aina mehrhait von zwai drrrätteln da abgegebenen stämmen, mändestens da mehrhait da mätglieda des bondestages!
(einmal durch den hitlerizer)

anders einkaufen ist da!

also, klicken, anschauen, verlinken und auch bestellen!

„der tee wird schon auch noch vegan“

… hallte es wieder einmal vor kurzem in meiner birne nach

und 3 tage, 1 nacht und 176 kaffee später stiess der resthall dann zufällig auf einen resthallverstärker, nämlich: vegan – ökologisch – politisch.
wie immer durchaus streitbar, war es aber mal wieder ein stück social critique, welches ich trotz meines aufmerksamkeitsdefizits in einem stück verschlungen habe (immerhin musste ich mehrmals scrollen!).
drückt er doch den grössten teil der auch meinigen kritik am veganismus in schönen, harten worten aus. ich kann keinesfalls alle seiner schlussfolgerungen mitgehen, andererseits könnte ich auch noch welche hinzufügen. im grossen und ganzen kommt die herrschaftskritische komponente ein wenig zu kurz (die viele veganer/innen sehr wohl zumindest im hinterkopf haben), ohne die die ganze veganismuskritik aussieht, als wär sie mit veganem perwoll gewaschen und würde auch noch so riechen. in solch einem kritikkleid würde ich mich nicht wohl fühlen (weshalb ich in der beziehung noch fast nackt bin). schreibt er doch fast ausschliesslich vom leid und schmerz sowie dessen verhinderung/verminderung und geht nicht auf die vielschichtigen beweggründe für oder gegen veganismus, bspw. die soziokulturellen ursachen der tierverwertung und ihre darauf(leerzeichen)folgende ablehnung, ein. wer wann woran, wie und weshalb kritik äussert, diese kritisiert, sich kritik entzieht, selbstkritik unterzieht oder aller kritik verweigert hat viele ursachen, die ich im einzelnen jetzt mal nicht nenne, da ich grad merke, dass ich wirres zeug schreibe… jedenfalls ist sein blickpunkt in diesem fall der ökologie leider ein starrer, nämlich ziemlich moralischer. wer gesellschaft verändern will, darf sich auch der opfer nicht schämen (bitte nicht falsch verstehen!). jörg allerdings scheint um himmels willen alle schonen zu wollen (z.b. mit der containerei), was ich nicht verurteile, aber schliesslich scheint er seinen weg schon betoniert zu haben, während ich mich noch mehr durchs gebüsch schlage. so habe ich auch wenig hoffnung einmal einen trampelpfad wie den veganismus zu benutzen, ganz zu schweigen von kommunistischen/anarchistischen autobahnen.

resümee: keins

p.s.: bei aller kritik und antikritik halte ich (z.z.) antispeziesistische bemühungen für unterstützenswert und nicht wegdenkbar in sog. emanzipatorischen irgendwassen

anzeige (einschleimen hat geholfen)

nachtrag…

…nein, nicht zu meinem letzten beitrag.
war eigentlich als kommentar zu blog on the road gedacht, der meinen beitrag och, nichts… „angriff“, der mehr zu bieten hatte als es für „ungeübte“ leser meiner (blog)seele zu erkennen ist (aber auch möglich, dass ich der einzige geübte bin oder nichtmal das). nix für ungut, aber wer’s versteht, weiss bescheid, wenn nicht, kann und will ich es nicht ändern. sowas mach ich und millionen anderer schliesslich öfter, weil diese mehr oder weniger steganografierten inhalte (wieder was dazu gelernt) sich ja absichtlich nur an die leser/innen (oder gar autor selbst) richten, die das notwendige wissen/know how/einfühlungsvermögen besitzen. zu denen rosa meist nicht zählt, wenn es da heisst: ach tee, du schreibst nur wirres zeug. aber da ist ja auch noch viel potenzial…
gut, ich wollt’s halt mal geschrieben haben.

namensdoppelungen

schmöker ich mich grad so durch mpunkt und was entdecke ich da unter blogroll?
nu gugge: libelle. mmh …
komisch, steht doch unter links schon libelle leipzig.
doppelt verlinkt? fehler bei mpunkt? kann doch nicht sein! vorsichtig mit der maus mal nähern und siehe da:
libelle
also ich bin nun nicht so der internet-crack, aber hat libelle jetzt ’nen blog bei blogsport oder …?
nu gugg‘ ich aber mal! klick…
social critique? tja, der name kommt mir leicht bekannt vor, aber naja …
gugg‘ ich beim ersten eintrag „about“, steht da doch interessantes bei den kommentaren 3-5.
namensdoppelung also, nun ja, passiert halt.
gugg‘ ich beim cee-ieh-artikel von social critique inne fussnoten, doll doll … hat mpunkt ja auch schon einmal mit smiley beworben. wurde damals die frage Eine Website/Blog gibt’s aber noch nicht, oder? verneint, so scheint dies auch heute noch zu gelten, namensdoppelung oder so …
schön, dass das flugblatt vom 1.mai (1. social critique-erguss) bei mpunkt am 1.mai gleich zu lesen war, wurde mir mein exemplar doch schon am 30.april von gierigen dgb‘lern aus der hand gerissen.
egal: wollte ich doch nur darauf hinweisen, dass es sich bei libelle bei meinen links und libelle bei mpunkt’s links lediglich um eine namensdoppelung handelt. echt!

action?!

…och nööö!
aber mal was schönes

„och, nichts…“

danke, frank…

frank beyer, einer meiner favorisierten ddr-regisseure ist tot. ich sage…
…schade.
danke an zuppi für den hinweis…