Archiv für März 2007

antifa 2007

werbung

forum kapitalismuskritik vs. fundamentalforums

nu isse da

die hedonistische internationale wirft ihren schatten voraus …

buko30

macht#netze (buko30 kongress)

wie immer zu spät

shit! pi day verpasst!

argumentation genügend, diffamierung sehr gut!

hehe, diese gsp-honks! wollen angeblich den laden über den haufen werfen, wissen nur scheinbar nicht, warum. denn um das ideal einer für alle l(i)ebenswerten gesellschaft scheint es zumindest mpunkt nicht zu gehen.

aber gut, isoliert euch nur weiter!

noch mal 30 stunden später …

nun, bei indymedia ist die sog. „richtigstellung“ auch wieder verschwunden. toll!
ebenso ist der artikel in der newswire-spalte nicht mehr aufzufinden.
für alle die keine lust haben ewig einen heimlich geupdatetes update zu suchen,

hier noch mal der artikel: „Leipzig HBF Übergriff“.

toll dann auch der folgende artikel: Leipzig: (K)ein Übergriff am Hauptbahnhof.

zum glück gibt es da heute noch eine infoveranstaltung zum antifaschistischen 1. mai, auf die hoffentlich auch schon von mir zitierter scratchy geht, dessen schlussworten ich mich ersteinmal freudig anschliessen will:

Alle weiteren Fragen werden morgen an bekannter Stelle geklärt, persönlich, mit Leuten zum Anfassen und so. Ende der Internetdiskussion.

update: in der liwi gab’s wohl auch auf nachfrage keine infos

mehr als 24 stunden später …

bei indymedia-artikel „eine endgültige ergänzung aus 1.hand“:

[…] Ich war heute an besagter Stelle vorm Bahnhof und habe die Handvoll Punks, die da rumhängen, gefragt was Sache ist. Eigentlich hätte ich garnicht fragen müssen, so zerschossen wie der eine aussah. Der Überfall am Samstag HAT stattgefunden, sicherlich nicht mit 200 Nazis/Hools (ob es nun 50 oder 80 waren ist doch egal), aber dafür definitiv mit immenser Brutalität UND mit Waffeneinsatz (Messer). UND es hat zum größten Teil minderjährige Kiddies getroffen, Kiddies von außerhalb, vielleicht ist das der Grund warum so wenig Leipziger zu wissen scheinen was nun der Wahrheit entspricht. […]

bei mir nur erzählungen aus zweiter hand, ich hörte von mehrere berichten (gesprächen mit betroffenen/zeugen), die sich mit scratchys obiger erzählung grösstenteils decken.

trotzdem noch mal zu indymedia:

Anmerkung des Moderationsteams: Aufgrund des unseres Erachtens klärenden Beitrages der „Leipziger Volkszeitung“ haben wir uns entschieden, den Artikel zu editieren und diese Richtigstellung einzufügen.

Vielen Dank für euer Verständnis

richtigstellung???
die ham’se ja wirklich nicht mehr alle. selbst wenn dieser überfall definitiv nicht statt fand, so ist ein artikel der lvz, in dem nur von nichtwissen berichtet wird, noch lange keine richtigstellung!

morgendämmerung?

also: so wie’s ausschaut, ist die katze nun nach einem sehr langen tag der andauernden zweifel und gerüchte aus dem sack. (so etwa zwischen 3 und 4 uhr)
allerdings auch nur, wenn mensch indymedia und lvz glauben schenkt*:

Update: Artikel aus der Leipziger Volkszeitung vom 20.03.07

[…]„Von einem solchen Zwischenfall ist uns nichts bekannt“, versicherte Andreas de Parade von der Polizeidirektion. „Wenn jemand mit Messerstichen auf die Intensivstation gekommen wäre, hätten wir das sicherlich erfahren.“ Dorit Surek von der Bundespolizei, die für das Bahnhofsareal zuständig ist, kannte die Geschichte auch nur vom Hörensagen: „Es soll wohl angeblich eine Messerstecherei gegeben haben, aber konkrete Erkenntnisse haben wir darüber nicht.“ Auch in der Rettungsleitstelle zuckten die Verantwortlichen mit den Schultern: Zur fraglichen Zeit habe es keinerlei Großeinsätze von Rettungswagen gegeben, hieß es. Dem Vernehmen nach wird selbst in Teilen der Antifa-Szene bezweifelt, dass sich der Vorfall so ereignet hat, wie es auf einer einschlägigen Internetseite am Wochenende verbreitet wurde.[…]

(update des alten indy-beitrags)

*in der onlineausgabe der lvz ist bis zum jetzigen zeitpunkt zitierter artikel von frank döring nicht veröffentlicht und auch nachbars briefkasten ist leider noch leer.

dem gegenüber stehen nun noch die schilderungen eines betroffenen samstag nacht bei einer plagwitzer festivität. er schilderte dort sehr glaubwürdig die vorfälle vor dem hauptbahnhof und löste damit sicher auch die bestrebungen zur spontandemo aus. bei der es im übrigen wohl zu einem kollateralschaden von „einem nazi“ in der peterspassage kam, als dieser den fast 200 leuten im weg stand. (all dies sind nur informationen, die mir -mehr oder weniger direkt- zugetragen wurden)

pech hatten wohl mindestens das mdr und das nd, die sich -im scheinbaren gegensatz zur lvz- an authentischem material interessiert zeigten, aber knallhart enttäuscht wurden. hoffentlich wirklich zurecht.

sei’s drum, wie die geschichte auch ersteinmal ausgehen mag:
die leipziger antifaschistische szene hat gezeigt, dass sie zwar noch potenzial besitzt, aber auch vieles neu zu lernen hat.

immer weiterzweifelnd hau ich mich denn auch mal hin …

intensivstation durch nazi fake

wir wussten es ja irgendwie alle schon:
indymedia ist ein medialer kackhaufen wie viele andere.

aufgrund dieser frage:

Kann das jemand bestätigen???
RO 18.03.2007 – 04:14
Sorry aber ich finde nirgendwo etwas über diesen Übergriff…
Kann das jemand bestätigen?

brachte eine nase tatsächlich per kommentar die bestätigung:

Fake
Sascha Humpe 18.03.2007 – 07:17
Das ist ein Nazi fake bitte löschen !

klar, dann verstecken sie natürlich den artikel

nun frage ich mich aber, warum zum geier haben sie nicht den nachfolgenden und letzten kommentar versteckt, der da lautet:

Hunde
Peta 18.03.2007 – 08:42
Wie ist gegen die Hunde vorgegangen worden? Gas? Schlagstöcke? Wie ist der 6 monate alte Hund getötet worden? Bitte ergänzen, werde den Bericht an die örtlichen PDS und Tiergruppen weiterleiten.

häh??? lustig machen dürfen und können sie sich aber.

mensch überlege: 00:39 gepostet, 04:14 bedenken geäussert, 00:17 „bestätigt“ und im laufe des sonntag (!) vormittags dann versteckt.
warum das überhaupt ein fake hätte sein sollen, warum nazis überhaupt eines ihrer nester, den 1. fc lok leipzig, beschmutzen sollten? who knows …
was es nun genaues mit den anschuldigungen bspw. gegen „angestellte des sicherheitsdienstes des leipziger hbf“ auf sich hat, ist abzuwarten.

Indymedia ist eine Veröffentlichungsplattform, auf der jede und jeder selbstverfasste Berichte publizieren kann. Eine Überprüfung der Inhalte und eine redaktionelle Bearbeitung der Beiträge finden nicht statt. Bei Anregungen und Fragen zu diesem Artikel wenden sie sich bitte direkt an die Verfasserin oder den Verfasser.
(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)

wesentlich wichtiger aber natürlich der inhalt des artikels, und zwar die ereignisse am samstag abend vor dem leipziger hauptbahnhof. aber lest selbst noch mal.

nun ja, darauf folgende spontandemo sonntag abend mit (meiner schätzung nach) 200-300 leuten doch relativ gut. nach dem „erfolg“ bis in die innenstadt gekommen zu sein und ein wenig bauabsperrungen auf die strassen gelegt zu haben, gab’s dann auch freies geleit bis zurück ins heimische connewitz.
manch einer beschwerte sich hinterher gar, dass der mob den zivibullen zu hörig war und sich doch recht schnell wieder aus der innenstadt locken liess. ok, die polizei war noch so nett, ein paar prügelknaben in den pulk zu schicken, um den schwarzgekleideten beim luftablassen zu helfen. die durch eine verhaftung (glaube ich zumindest) entfesselte menge lieferte sich kleinere scharmützel mit den vielleicht 10 bullen, die sich ganz gut zu verteidigen wussten.

schade, hatte ich doch am anfang der demo das gefühl: da geht was!
böller und raketen – ja, da gröhlte die menge und versprühte diesen hauch der angst, der die mächtigen (und die nazis, um die es ja gehen sollte) erzittern lässt.

schicker mantelmensch am marktplatz beim anblick von 5 sixpacks und 200m entfernten vermeintlichen randalierern:

scheiss osten! dafür bezahle ich! hier komm ich nie wieder her!

ich gab ihm dann auch noch ein paar nette worte mit auf den weg in den westen.
was vergessen? ach ja, berichte von der demo gibt es ja vielleicht bei indymedia zu sehen. die tollen fotos wollen ja veröffentlicht werden.
und allen, die jetzt im krankenhaus liegen und scheinbar noch versteckt werden:

gute besserung! wir sind bei euch.

edit: stündlich andere infos, hier die neueste bei indymedia:

Fake – definitiv
antifa 19.03.2007 – 07:47
Zu den Fakten: Der Vorfall hat sich *SO* nicht ereignet. Was stimmt, ist, dass es vor dem Hauptbahnhof zu einer Auseinandersetzung zwischen Punks und irgendwelchen kaputten Hools kam. Das ist – leider – nichts ungewöhnliches, nach Fußballspielen ist das schon mehrfach passiert. Aber es passierte *definitiv* nicht in dem beschriebenen Ausmaß und nicht mit den beschriebenen Folgen.

Die Story hat sich über die typischen Informationakanäle unorganisierter Leute und Selbstdarsteller – Indymedia, MySpace, Weblogs – schneller verbreitet, als der Sache nachgegangen werden konnte. Und wahrscheinlich klang die Schilderung so heftig, dass es einige garnicht für nötig hielten, die Echtheit zu prüfen. Schlimm und peinlich wird die Sache, wenn Aufgrund vager Informationen Aktionen anberaumt werden.

Man kann leider nicht mehr tun, als nochmal den klaren Aufruf zu starten:

- Nutzt regionale, verlässliche (Antifa-) Infostrukturen
- Seid kritisch mit Informationen, deren Herkunft ihr nicht kennt, und kolportiert nicht alles ungefiltert
- Linke Politik spielt sich nicht im virtuellen Raum ab. Und wenn virtuell darüber berichtet wird, sollten die realen Hintergründe bedacht und die Folgen nicht vergessen werden.

ich weiss ja auch nicht mehr, was los ist, zumal der grossteil meiner infos gestern nicht virtuell war. sollte sich am samstag tatsächlich so gut wie nichts zugetragen haben, wäre es immerhin ein famoser streich, ein riesen missverständnis oder doch einfach nur diese grösstenteils eh bekackte szene, welche nach lvz-angaben immerhin 350 leute auf die strasse brachte.

2. edit: der lvz-artikel zur demo (schon lustich)

*alle angaben ohne gewähr*

abwarten …


(danke)

antideutscher hiphop?!

deutsch-rap ist whack? von wegen:

(danke)

chaostage-film

chaostage – der film kommt!
mitspielen ist erwünscht, leute!

mg zum zweiten

gerüchte über die mg

poly… wie?

die kontroversität der polyamorie stand zur debatte. und ich gleich volle assoziationskette begonnen, die ich unter vorbehalt hier mal virtualisiere:

kontrovers ist vor allem der bezug zur liebe. das verklärte bild der bürgerlich-romantischen liebe wird genommen und einfach auf die vermeintlich einzige alternative gestülpt: bums, da ist die polyamorie.

vorhin bei heuschreck gelesen:

subwave: im schlimmsten falle wollen weder nastiya noch nina noch etwas mit klaus zu tun haben. ob demnächst polyamory als lösungsansatz in der lindenstrasse diskutiert wird?

streifenstyle:@ subwave: dass polyamouröse beziehungskonzepte (”open stage”) eine lösung darstellen könnten, glauben doch eh nur post-autonome linke, das bayerische kleinbürgertum lässt sich auf sowas nicht ein.

hehe … nein ernsthaft: das hauptproblem ist doch das identitäre gehabe drumherum. das dient meistens eher der selbstbestätigung als der verbreitung „alternativer lebenskonzepte“. oder einem persilschein zur sexuellen polygamie. nix dagegen. nur meist grob unreflektierte lebensentwürfe. konsequenzen werden oft aussen vor gelassen. deswegen nimmt die polyamorie wie so vieles „anormale“ (z.b. punksein) mit zunehmenden alter eher ab. nun bin ich aus dem osten, aber was ist mit den wilden ausm westen der 68er? die meisten sind jetzt verheiratet bzw. leben monogam. und warum? weil sie über mehr als eine jugendliche entdeckungsphase nicht hinauskamen. liegt an oberflächlicher beschäftigung mit dem wichtigsten thema der welt.
nein, nicht die liebe.
nein, nicht der sex.
nein, auch nicht die freundschaft.

es sind kinder, eltern, die intergenerationalität.
sobald es soweit ist, ziehen 90% die zweierbeziehung als lebenskonzept vor. ist halt das einfachste. überall akzeptiert und gefördert. einfache sicherheit wiegt die (evt.) eifersucht auf.
aber sie wachsen auch enorm zusammen. ein gemeinsames kind schweisst sozusagen zusammen. und grenzt andere aus. automatisch.

die schaffung einer alternative bedürfte aber schon enorme anstrengungen lange vor dem kondomreissen. einer oft so genannten kommune, die auch eine gemeinsame basis in bezug auf sex, liebe, eifersucht und nachwuchs herstellen und halten können. nur ist die polyamore jugend m.e. viel zu unverhaftet, sprunghaft. bloss nicht binden, um die eigene freiheit nicht zu sehr zu beschneiden. heisst doch:
nicht zu viel verantwortung im voraus übernehmen. die lebensprophylaktische arbeit einfach schleifen lassen. ich meine damit eben nicht einfach eine gemeinsame wohnung oder kommune (wievieler menschen auch immer), sondern den ernsthaften aufbau eines konzeptes. und mit dauernd wechselnden partner/innen, so vielseitig das sein mag, gelingt sowas nicht.
ähnlich in der wirkung wie diese bindungsphobien sind die bindungsängste. der unterschied liegt, so denke ich, hauptsächlich im selbsterkennenden quarakter. sind (diese) phobien mehr intuitiver art, so entstehen bindungsängste (zumindest bei mir, zugegeben) über das denken von beziehungen. bei der reflexion von verbindlichkeiten, wozu auch das dann ambivalente „sich sorgen machen“ zählt, kann es so auch zu empfundenenen einschränkungen kommen. um als selbstschutz vor diesen einschränkungen wirken zu können, müssen die zwischenmenschlichen verbindlichkeiten überwiegend negativ beurteilt werden. da tut sich der schmale grat zwischen fallenlassen und rückzug auf.

das bedeutet, ich bräuchte ja nur die verbindlichkeiten auf ein minimum zu kürzen und erhalte so auch eine freiere beziehung. da treue (in jeder hinsicht!) die wohl grösste verbindlichkeit einer (liebesbeziehung) zu sein scheint … lass ich das hier erstmal offen, weil ich mir gerade nicht traue, die 5:36 uhr-gedanken einfach sich selbst zu überlassen.

guts nächtle

anders einkaufen

neues von der umtauschfront!

manche schreiben lol

gsp-logik:

„du würdest dich ja nicht über ein bild von kz-häftlingen lustig machen, oder? na bitte, der nazi lacht sich dabei vielleicht einen ab.“

(heldenkarl, warum satire nicht der überzeugung dienen kann) und:

„geht übrigens schon logisch nicht auf: 2 mittel, 1 zweck.“

rest in pieces mg

ein lächeln kann ich mir auch dazu nicht verkneifen. mg und unsere meinungsfreiheit, rest in pieces.