Archiv für Juni 2007

antifa leipzig untergrund

na gut, liebes google-sucherlein von 19:20 und 19:26. hast mich überredet! ca. 19:00 vor‘m untergrund: ca. 80(?) „autonome antifas“, diemal lobenswerterweise mit flugblättern für anwohner und passanten, sowie megafon – redebeitrag. gut so oder soll’s noch a bissl genauer sein?

gestreifter lichteinfall

„Ihn erwarten nun viele Jahre mit gestreiftem Lichteinfall.“
(aus einer offiziellen pressemitteilung der polizei sachsen)

nix fresspakete. nix chipkarten. bargeld für alle!

die stadt leipzig beabsichtigt, ab 2008 das bestehende katalogbestellsystem für „die versorgung der asylbewerber“ auf ein chipkartensystem umzustellen:

„Das Chipkartensystem bedeutet einen erheblichen Zuwachs an Lebensqualität für die Asylbewerber“, kommentiert Bürgermeister Prof. Thomas Fabian die Vorzüge des neuen Verfahrens. „Sie können dadurch selbst im Geschäft aus dem vielfältigen Angebot der angeschlossenen Händler auswählen“.

… als bisher aus dem unsäglichen katalog überteuerter waren des „angeschlossenen“ kühlhaus wüstenbrand. fast menschlich sozusagen …

Gleichzeitig sollen Geldleistungen, die bisher durch Zahlungsanweisungen ausgezahlt wurden, ebenfalls über das Chipkartensystem erbracht werden.

auch deshalb heisst es: nix fresspakete. nix chipkarten. bargeld für alle!

*** aktuelle kampagne der umtauschinitiative leipzig ***

wicked wicked

selbst brennessel-blogleser wissen es ja mittlerweile:
ich hab es mir mal wieder eingefangen … das jungle fever:

Now I‘m the king of the swingers
Oh, the jungle VIP
I‘ve reached the top and had to stop
And that’s what botherin‘ me
I wanna be a man, mancub
And stroll right into town
And be just like the other men
I‘m tired of monkeyin‘ around!

und wenn ich mal double tired bin, spiel ich einfach jungle solitaer

doktorarbeit penisverletzungen bei masturbation mit staubsaugern als pdf

nachdem mir google in den letzten tagen einige klicks von dpbmms-suchenden bescherte, wunderte ich mich ein wenig über das gesteigerte interesse an meiner verlinkung der doktorarbeit. dann entdeckte ich jedoch, dass sie unter der vorherigen adresse nicht mehr erreichbar ist. deswegen also …

tja, liebe internet-nutzer/innen, wenn ihr mich nicht hättet:

DOKTORARBEIT_Penisverletzungen_bei_Masturbation_mit_Staubsaugern.pdf

(rechtsklick->speichern unter->in zukunft lieber nicht auf tee verlassen, auch wenn’s diesmal noch gut ging!)

ps: und dabei den obligatorischen wikipedia-eintrag entdeckt …

nu aber …

jungle was hijacked? die spinnen die jamaikis.

mehr als 15jahre sind es nun schon – zeit für ’ne retrowelle.
dumm&blass-radios gibt es bei dogs on acid, ohne ende streams bei rugged north. massig mixe zum eigentum nennen bei the jungle preserve, hardscore, london pirates, dem riesigen garagedownload (garage was not hijacked!) oder aber ganz schick (nämlich mit anmeldung) bei golden era jungle.

and please say 45 times: jungle is not drum&bass.

ps: einführender artikel mit den wichtigsten vertretern ins „neue“ brithop-genre. bloss passend dazu tanzen tun lieber die von über‘m teich.

pps: alles mit wikipediaeintrag ist mainstream. und zwar bekackter mainstream!

matt in zwei zügen #2

sooo schwer ist’s nun auch wieder nicht …

die gay bomb und der asymetrische krieg

„Die Diskussion über eine Bombe, die feindliche Truppen schwul machen soll, ist wieder entbrannt“ (quelle)

steinewerfer heiligendamm 2007

radikaler journalismus fördert endlich die ganze brutale wahrheit ans tageslicht:

steinewerfer heiligendamm 2007

indymedia steht kopf

bei indymedia hiess es zur anzahl der teilnehmer/innen an der antifademo in grünau heute nachmittag 150-200, beim mdr wohl 450. ja was ist denn da kaputt???
sonst war’s doch immer andersherum?!
also ich schätze die teilnehmer/innen dieses chilligen spaziergangs mal auf knapp 300. zu berichten gibbet nix. ausser vielleicht, dass wirklich ca. 10 nasen von der polizei schon vor beginn der demo festgesetzt wurden. wie es scheint waren das genau die, die ich bei meiner anfahrt um 20 sekunden verpasst hatte. puh …
dann noch hübsch gesprühte „rotfaschos stoppen“ und „antifa nein danke“ in rot und pink an der „eiger nordwand“, zumindest am 10ten stockwerk von einem der abrissfertigen elfgeschosser.

nun aber noch ein schmankerl von unserem päppnose.
nämlich der vorletzte satz aus dem indymedia-beitrag:

Leider wollten einige TeilnehmerInnen trotz der Hitze ihre Pali-Tücher nicht zuhause lassen, was ebenfalls wenig zur politische Eindeutigkeit beitrug.

ps: indy steht natürlich nicht wirklich kopf. spätestens nach diesem zitat muss mensch eins und eins zusammenzählen und die üblichen übertriebenen zahlen werden in den kommentaren nachgeliefert.

fight styleism digger!

gerade bei schneck gesehen:

(evt. kann damit noch jemand so‘n tollen banner basteln. oder gleich aufkleber bei smp bestellen. denn alle originale verschönern dürfte eine weile dauern …)

wollt ihr tote ihr chaoten?

Polizist erschießt sich auf offener Straße mit Dienstwaffe

Ein Polizist hat sich am Freitagvormittag in Leipzig mit seiner Dienstwaffe erschossen. Wie ein Polizeisprecher am Freitag auf ddp-Anfrage sagte, tötete sich der Beamte auf offener Straße vor der Dienststelle in der Dimitroffstraße.

(ad-hoc-news)

auch die lvz berichtete von der straftat und fügte gar noch fünf bilder vom tatort hinzu (verlinkung ist auf der startseite, jedenfalls noch).

ich ahnte es bereits, die demo am mittwoch (tee berichtete) war der berüchtigte tropfen auf das heisse fass, ähh … den überlaufenden stein. das wirklich zynische ist allerdings, dass ich mich freue meine lieblingskategorie wieder mal mit leben gefüllt zu sehen. ähm naja … gefüllt zu sehen halt.

zirkus am zaun

„antikonfliktteams halten die clowns unter kontrolle – zirkus am zaun“ (tagesschau-sprecherin zu bildern einer clowns – konfliktteam – polonaise am zaun)

knit graffiti in schweden

so sieht mal echte streetart aus: knit graffiti in schweden. (via)

leipzigs innenstadt in schutt und asche II!

jugendantifa, punker und sonstiges gesocks traf sich unweit der karli, um einen gigantischen protestzug durch die innenstadt zu veranstalten. das verhältnis pöbel-polizei lag in der ersten hälfte bei etwa 50 zu 1, was der zumeist friedliche schwarze block jedoch nicht ausnutzte. stattdessen gab es die gesamte zeit verbale gewalt der allerhöchsten qualität hinter den 2 fronttransparenten zu hören (welche sicherheitshalber gut verknotet waren, so dass es schwer war, sie zu entziffern). die übliche alerta-kacke, „g8-kritik ist kein terrorisms“, „wir sind alle terroristen“ und dergleichen mehr. die meisten passanten beobachteten angeregt das schauspiel und waren nicht selten gar belustigt statt beängstigt. auch entlockten 2 junge damen, die den aufzug scheinbar gar nicht ernstnehmen konnten, einem männlichen exemplar die worte:

ey du muschi, gibt gleich auf‘n sack!

(im besten „abgehängten prekariats“-style – betonung war auf „du muschi“)
zurück zu den transparenten: wohl connewitzer jungendantifa (schwarz, cap, sonnenbrille) an der front. immerhin stand einmal gross repression drauf, sowie:

wir lassen uns unseren lifestyle nicht verbieten

… oder so ähnlich. na passt schon, dachte ich.

gezählte 95 leute (später noch etwa 20 mehr) bewegten sich denn auch zügig in die innenstadt, liefen und brüllten und liefen zum marktplatz und bogen dort rechts richtung augustusplatz ab. beim kaufhof gesellten sich dann zur hinteren polizeiabsicherung (sixpack) noch etwa 10 gesetzeshüter inklusive kamera dazu um die seiten zu säumen. so ging es dann immer leiser werdend an der mb vorbei wieder auf den ring und auf der karli den gleichen weg zurück. vor der nato wurde freundlich (vom spontananmelder?) augelöst. („danke dass ihr da wart“ und „wir lassen uns das dagegensein nicht verbieten“)
zweifelhafte höhepunkte waren: stopp wegen vermeintlichem fascho(klatschenwollen) und ein paar knaller. janz dolle.
unzweifelhafter höhepunkt allerdings der wohl einzige spruch, der die (bürgerlichen) zuschauer/innen zum nachdenken bewegt haben könnte:

eure kinder wer‘n mal so wir! eure kinder wer‘n mal so wir!

lustsche reaktionen immerhin.

… dass das was sein wird, eben schneller da ist.

passend zur wohl unendlichen determinismus-debatte (die momentan bei ascetonym tobt) muss ich glatt noch mal das zukunfts-schmankerl rauskramen:

mit einer extra portion hedonistischen idealismus:

eine zukunft in der wir konsumieren und somit ungefährlich werden.