nix fresspakete. nix chipkarten. bargeld für alle!

die stadt leipzig beabsichtigt, ab 2008 das bestehende katalogbestellsystem für „die versorgung der asylbewerber“ auf ein chipkartensystem umzustellen:

„Das Chipkartensystem bedeutet einen erheblichen Zuwachs an Lebensqualität für die Asylbewerber“, kommentiert Bürgermeister Prof. Thomas Fabian die Vorzüge des neuen Verfahrens. „Sie können dadurch selbst im Geschäft aus dem vielfältigen Angebot der angeschlossenen Händler auswählen“.

… als bisher aus dem unsäglichen katalog überteuerter waren des „angeschlossenen“ kühlhaus wüstenbrand. fast menschlich sozusagen …

Gleichzeitig sollen Geldleistungen, die bisher durch Zahlungsanweisungen ausgezahlt wurden, ebenfalls über das Chipkartensystem erbracht werden.

auch deshalb heisst es: nix fresspakete. nix chipkarten. bargeld für alle!

*** aktuelle kampagne der umtauschinitiative leipzig ***


11 Antworten auf “nix fresspakete. nix chipkarten. bargeld für alle!”


  1. Gravatar Icon 1 sonnenwind 30. Juni 2007 um 12:48 Uhr

    „Bargeld für alle!“? Eine höchst sozialdemokratische Forderung. So etwa nach dem Motto: „geld ist genug da. Es ist nur falsch verteilt.“

  2. Gravatar Icon 2 tee 30. Juni 2007 um 13:31 Uhr

    TYPISCH DEUTSCH.

    aber du lebst ja auch nicht von fresspaketen oder mit chipkarten und wirst anderweitig tagtäglich diskriminiert. stattdessen kommst du mit dieser unsäglichen überheblichkeit und ’nem quantitätsargument, wo es doch aber einzig und allein um die art der versorgung geht.

    da du scheinbar gar nix kapierst, geh einfach mal kacken!

  3. Gravatar Icon 3 Softi 30. Juni 2007 um 16:59 Uhr

    Ist doch auch eine „sozialdemokratische“ Forderung. Aber sicherlich eine absolut berechtigte. Manche Rechte(!) müssen tatsächlich erst erkämpft werden. Dazu gehören nun mal Recht auf freie Wohnungswahl, Recht auf Bildung, Bleiberecht etc. Und das obwohl die Forderung nach einem „Recht auf“ keine Fortschrittliche ist.
    Was will sonnenwind nun? Wenn Sonnenwind meint, dies wären keine Kommunistischen, oder wegen mir auch Anarchistischen, Forderungen, dann liegt er_sie aber mal ordentlich daneben. Sie sind keine radikalen, aber notwendigen.

  4. Gravatar Icon 4 sonnenwind 04. Juli 2007 um 12:35 Uhr

    So, nachdem ich nun wieder zurück bin vom Kacken…

    Sicher, aus Sicht der AsylbewerberInnen wäre dies sicherlich eine paradiesisch-utopische Lösung: Sie dürfen sich mit einer der beiden stärksten Währungen der Welt im größten Wirtschaftsverbund der Welt zu-, tot- und kaputtkonsumieren – solange ihr Geld und der Vorrat (der in dieser Überflussgesellschaft wohl nie erschöpft sein wird!) reicht. Wäre es denn nicht besser zu fordern, dass alle Menschen sich ungehindert frei bewegen können und Zugang zu materlieller Grundversorgung und Zugang zu kulturellen und Wissens-/Informations-/Bildungsresourcen haben? Natürlich ist dieser Vorschlag noch utopischer. Aber wer durch durch jahrelangem Konsum von Google, Privat-TV und sich immer wieder rezitierender „Alternativ“kultur noch nicht verlernt hat, zwischen den Zeilen zu lesen, versteht was ich meine ;-)

    Die Umtauschinitiative ist im Prinzip keine Lösung. Ganz im Gegenteil. Damit werden eher noch die Vorhandenen Vermarktungsstrukturen gestärkt. Um nur EINEN (von vielen) Aspekt zu nennen: Warum sollte ich mir überteuerte Nahrungsmittel kaufen, die auch nur auf unökologische Weise produziert wurden? Anstatt mir pestizitverseuchte, überteuerte Gurken aus Spanien zu kaufen, kaufe ich lieber welche aus Kulkwitz. 1) Ich weiß, woher sie kommen (Ich könnte sogar mit dem Fahrrad hinfahren). 2) Es gibt nur kurze Transportwege, was durch weniger Abgase (ja ja, für die Deutschen sind alternative Transportmittel immer noch kein Thema) weniger die Umwelt belastet. 3) Aufgrund der kürzeren Transportwege gehen keine Vitamine verloren (speziell in Obst und Gemüse).

    P.S.: Wie heißt es doch so schön? Keine Lösung ist auch eine Lösung.
    P.P.S.: Dumm, dass man hier in den Kommentaren keine Bilder hochladen kann.

  5. Gravatar Icon 5 tee 04. Juli 2007 um 14:50 Uhr

    Warum sollte ich mir überteuerte Nahrungsmittel kaufen, die auch nur auf unökologische Weise produziert wurden?

    ja warum wohl???
    vielleicht weil du, der sonst immer eine wahl beim einkauf hat, asylbewerber/innen ein wenig von dieser wahlmöglichkeit abgeben könntest, weil die dank katalogbestell- oder chipkartensystem eben keine wahl haben. und weil es doch scheissegal ist, ob du oder die asylbewerber „ökologisch unkorrekte“ lebensmittel kaufen. aber solidarität scheint für dich ein fremdwort zu sein.
    scheinbar hast du nicht kapiert, dass sich die umtauschini auch aus solchen gründen (ökologie) für bargeld einsetzt. so hast du selbst 3 gründe für bargeld, also für die kampagne die du schlechtreden willst, aufgezählt. denk mal (drüber) nach!
    nur wie werden damit nun „die vorhandenen vermarktungsstrukturen gestärkt“??? warum erreichen sie das gegenteil? das gegenteil wovon eigentlich?
    im rahmen der umtauschinitiative wird sich immer wieder für bleiberechte bzw. bedingungen eingesetzt, in denen abschiebungen überflüssig sind. in denen sich „alle menschen ungehindert frei bewegen können“. in solch reaktionärer argumentation wie deiner muss sowas natürlich ausgeblendet werden. genauso wie alltäglich diskriminierender rassismus von dir ausgeblendet wird, schliesslich bist du ja nicht betroffen.

    du hast halt einfach nicht kapiert, dass hier um diskriminierung geht. und du mit deinem bequemen standpunkt und wirren argumenten dich doch für die initiative aussprichst, auch weil du kein einziges richtiges argument dagegen hast. das hast du immerhin klargemacht.

    ps: keine lösung ist keine lösung. jedenfalls nicht für die betroffenen menschen, die du arroganterweise vernachlässigst. aber hauptsache keine pelze tragen, ne?

  6. Gravatar Icon 6 sonnenwind 05. Juli 2007 um 16:14 Uhr

    Davon, dass sich die Umtauschinitiative sich gegen Abschiebung und sich für humane Bedingungen für AsylbewerberInnen einsetzt, habe ich noch nichts gehört. Jedenfalls ist mir derartiges in der Öffentlichkeit noch nicht aufgefallen. Von einem ökologischen Ansatz der Initiative ist mir auch nichts bekannt.

    Was ist daran reaktionär, wenn ich fordere, dass sich „alle Menschen ungehindert frei bewegen können“? Wo steht, dass ich nichts gegen den alltäglichen Rassismus hätte? Wo steht, dass ich irgendwelche Menschen vernachlässige? Und für welche Initiative spreche ich mich nun doch aus? Ziemlich wirr das Ganze.

  7. Gravatar Icon 7 tee 05. Juli 2007 um 17:22 Uhr

    ist es nicht potentiell ökologischer sich aussuchen zu können wo und was mensch kauft?
    es ist nicht reaktionär, was du (evt.) forderst. indem du behauptest die umtauschini sei das gegenteil einer lösung stellst du dich auf die reaktionäre seite. damit sagst du, dass du nichts gegen den alltäglichen rassimus machen willst, wenn es ja das gegenteil einer lösung wäre.
    wie kannst du denn die ökologischen vorteile der freien konsumwahl hervorheben und dich gleichzeitig gegen eine bargeldkampagne aussprechen???
    ziemlich wirr das ganze.

    erkläre doch mal warum das umtauschen von lebensmitteln den asylbewerber/innen nicht helfen sollte. das hast du doch behauptet, oder?

    jedenfalls scheinen dir solche rassistischen diskriminierungen ziemlich egal zu sein, sonst hättest du ja nicht geschrieben, die umtauschini sei diesbezüglich „im prinzip keine lösung“.

    auf deinem blog konnte ich jedenfalls auch keinen ansatz für politisches engagement finden, argumente gegen deine verquere nichtpolitik ignorierst du schliesslich auch einfach. und so bist du denn wohl doch nur ein stino deutscher mit einem blog bei blogsport.

  8. Gravatar Icon 8 Manfred Buck 05. Juli 2007 um 22:51 Uhr

    Leute, dieses Blog scheint mir interessant zu sein, aber bitte, der schwarze Hintergrund nebst grauer/ weißer Schrift – sehr anstrengend. Bitte ändern!

  9. Gravatar Icon 9 tee 06. Juli 2007 um 1:50 Uhr

    ich glaub ja der schein trügt.
    und wer behauptet es solle leicht sein dieses blog zu lesen …
    … soll sich gefälligst mal anstrengen!

  10. Gravatar Icon 10 hank pferdeschwanz 09. Juli 2007 um 8:24 Uhr

    jap tee, denk doch mal über ein neues design nach…

    ichh frage ich mich ja, wie das jetzt mit der umtauschini weitergeht. Es gehen immer 5 Leute mit einem/einer Migrantin einkaufen, oder leihen sich die Chipkarten aus?

  11. Gravatar Icon 11 tee 09. Juli 2007 um 22:21 Uhr

    ok, drüber nachgedacht.

    wie’s weitergeht? du fragst sachen, ey …
    deswegen gibt’s ja ’ne bargeld-kampagne, damit solche probleme endlich hinfällig sind. gemeinsames einkaufen geht natürlich genauso wie karten ausleihen (ist wohl mit pin, also müsste es ein/e einkäufer/in des vertrauens geben). und natürlich müssen nicht 5 leute mit einkaufen. die machen ihre bestellungen wie bisher. da mussten ja auch nicht 5 leute zum ankreuzen der bestelliste und zum abholen der kartons mit ins heim.

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