Archiv für August 2007

Timo Tasche – „Demonstration als Kleinkunst?“

timo tasche beantwortet selbst eine der ewigen frage der menschheit:

…wer stellt eigentlich immer an irgendwelchen tatorten diverser verbrechen diese laienhaft gemalten “WARUM?”-schilder auf?

(stellte mart kürzlich vollkommen zu recht und an dieser stelle soll sie noch mal beantwortet werden, um auch die letzten nebel diesbezüglich zu lichten)


also nur weil timo tasche nicht mehr nach sich googelt (1), bedeutet das ja noch lange nicht das ende seines trauertourismus. so war er unter anderem in duisburg zu gast und beschert uns ein selbstinterview wie einen objektiven bericht. (zu interviews von bild, welt und anderen konkurrenzmedien über timo und sein tun im allgemeinen einfach googlen) aber es kommt erstens besser:

Timo Tasche demonstriert Bundesweit gegen alles Mögliche. Jetzt will doch tatsächlich eine Galerie seine Schilder ausstellen.

schreibt er auch noch über sich selbst. interessant.
wie auch der artikel mit foto des künstlers und einem seiner stücke.

übrigens: was ist eigentlich konkret der unterschied zwischen anführungszeichen („timo tasche“) und bindestrich (timo-tasche) beim googeln?

ps: kleine fotostrecke als zugabe

ladyfest leipzig

weggehn? von heute bis sonntach: ladyfest leipzig.

und stopp! … respektive pause.

klimawandel? gletscherschmelze? ach, i wo …

mittagsnickerchen. fuss vom sofa. patsch. 2cm wasser plus teppich. wunder. waschmaschine! wat sonst. wasserzufuhr zu, stecker aus dosen und zu bewusstsein gekommen. hmm … bad macht seinem namen alle ehre. flur fast. im treppenhaus dank schwelle nix. wohnzimmer samt 8 m² berberteppich ein paradies im sommer. naja, erdgeschoss. erstmal schultern gezuckt. scheisse, die platten! schnell aus strandbereich in halbgeflutete küche evakuiert.1 fussbad genommen. ohne kurzschluss. schon entspannter ein wenig wasser geschöpft. bissl gewischt. vermieter informieren? erstmal schnell teppich ausgewrungen. in keller gelunscht. tropft a bissl und sieht feucht aus. naja. besser mal zur wohnungsgesellschaft. typ an rezeption beschwichtigt mich. halb so wild. montag noch mal im keller gucken. party! mugge an (immer noch kein kurzschluss) und auf klitschteppich gejunglet. besser mal freigeräumt, zusammengerollt und richtig ausgewrungen. immerhin nochmal knapp 25 liter in einer stunde. teppich zum restauslaufen auf balkon gestellt und imaginäre kippe angezündet. über fast kostenlose teppichwäsche gefreut. gelernt, wozu bettgestell gut ist. um (fast) sicher vor flut im keller zu stehen nämlich. aber über neue matratze demnächst auch gefreut. alles in allem toll. bald wieder.

flut

  1. doch das allerschlimmste ist, dass ich 2002 meine schallplatten in der höhe sicherte, um in ruhe in der grösseren stadt ’ne neue wohnung zu suchen. kann die flut doch kommen, dachte ich. doch die flut kommt immer dann, wenn die platten nicht drauf gefasst sind. [zurück]

als wär auch ich nur eine verwirrung in der topologischen struktur des raums … wie er hier:

bewaffneter diebstahl und andere heldentaten

Dort wurde neben den geklauten Textilien des Nachbarkaufhauses auch eine Geflügelschere gefunden. Ob sie damit die Preisschilder von den Klamotten abtrennen wollte oder diese mitführte, um ihr Diebesgut verteidigen zu können, ist noch nicht klar. Klar ist allerdings, dass die Polizei die Ermittlungen wegen Diebstahls mit Waffen gegen die Polizeibekannte aufgenommen hat.

(meine erste assoziation: das schnippen der schere im abspann)

und mein held des monats der zivilcourage:

Mit über 2 Promille Atemalkohol zeigte sich ein 22–jähriger Leipziger bei der Polizei selbst an. Er war nach eigenen Angaben in diesem Zustand bis nach Hause gefahren und verständigte die Beamten dann von seinem Verhalten. Diese leiteten ein Ermittlungsverfahren wegen Trunkenheits im Verkehr ein, beschlagnahmten den Führerschein und veranlassten eine Blutentnahme bei dem Angetrunkenen.

und ich hatte die hoffnung schon fast aufgegeben, dass es irgendwo da draussen noch wen vernünftiges gibt …

(beides durch meine immer witzige lieblingspressestelle)

bionade – für eine bessere rendite

die neuesten grausamen details der weltverbessererbrause hat hank pferdeschwanz für uns recherchiert.

“Also ist einem Vergewaltigungsvorwurf niemals zu glauben!” … #2

gut, schuld daran war natürlich nur lysis‘ böser gegenstandswechsel, denn

Wie man versucht, das Leiden in kapitalistischen Verhältnissen zu lindern, ist nämlich eine pragmatische Frage des Umgangs mit ihm. Insofern ist es auch immer theoretisch verkehrt, lässt sich also auch nicht theoretisch entscheiden.

also ist schon die theoretische entscheidung, einem vergewaltigungsopfer u.u. auch glauben zu können/müssen, in den kapitalistischen verhältnissen (wahrscheinlich allen verhältnissen) immer falsch. hmm …
doch mpunkt hat auch noch den weg von dort zur praxis zu bieten:

Ein “praktischer Umgang” mit einem Gegenstand sollte halt auf Basis von einer theoretisch richtigen Bestimmung über ihn gefunden werden.

was das dann bloss bedeuten soll …

„Edle Schmuckstücke der modernen Diskussionskultur”

heute mpunkt:
„Und zum Rest: whatever.“

jeburtstach

ein jahr dies blog. juhu.

titten, kippen, antisemitismus

hauptsache die titten – kippen – montage ist zum grossklicken.
das hindert mich glatt dran, aus dem dort angegliederten inhalt eine korrekte kritik des rauchverbots in deutschen gaststätten und des immanenten antisemitismus zu zimmern. schade.

„Also ist einem Vergewaltigungsvorwurf niemals zu glauben!“ …

Ja, glauben sollte man tatsächlich nichts, weil man sich damit völlig davon verabschiedet, etwas über den Gegenstand herauszufinden.

antwortete mpunkt einmal auf den unterstellenden einwurf von lysis.
… und beharrt weiterhin auf diesen völlig realitätsfernen anspruch.

mpunkt plädiert also dafür einem vergewaltigungsopfer nichts zu glauben, weil -so sein „argument“– „man sich damit völlig davon verabschiedet, etwas über den gegenstand herauszufinden.“ hmm … klar soweit?!

einmal davon abgesehen, dass mpunkt sich völlig davon verabschiedet, neben seiner wissenschaftsgläubigkeit seinen menschenverstand auch mal mit indizien (psychologischer art) arbeiten zu lassen um handlungsfähig zu sein … ach stop: hier dreht es sich ja nicht um handlungsfähigkeit! warum auch?
schliesslich scheinen mpunkt die menschen hinter den „gegenständen“ völlig egal zu sein. wozu also zumindest theoretisch die handlungsfähigkeit bewahren. wozu die möglichkeit offenlassen, gewaltopfern psychologische und andere hilfe bis zum physischen schutz anzubieten, wie sie bspw. in frauenhäusern gewährt wird?
nein, mpunkt spricht sich lieber für die ewige suche nach (weiterer) erkenntnis statt dieser hilfe aus, denn mensch dürfte sich konsequenterweise nie davon verabschieden, etwas über den gegenstand herauszufinden. nie etwas zu glauben. menschen, deren vergewaltigung nicht feststeht (wer schliesst die betrachtungen eigentlich ab?), nicht zu helfen. denn glauben ist dazu wohl nötig, wer hilft schon jemandem, der/dem sie/er nicht glaubt und wohl kaum zugang zu allen relevanten informationen hat?! es fehlt doch so schon einfach an wissen über solch schicksalsträchtige ereignisse. spielen sie sich doch meist im verborgenen ab und sind in den allerwenigsten fällen zu beweisen. und ob mpunkt nun irgendwie dargelegten urteilen aufgrund von beweisen glauben würde, wer weiss?!

zusätzlich könnten sich durch eine solche einstellung, wenn sie sich verbreiten sollte, vergewaltiger durchaus angespornt fühlen fröhlich weiter zu vergewaltigen, solange sie sich nicht erwischen oder anderweitig überführen lassen. schliesslich soll den opfern ja nicht geglaubt werden und beweise für solch taten gibt es selten. aber das wollte er mit seiner „glaubenskritik“ sicher nicht gesagt haben. nein, mpunkt nimmt da halt einfach eine unreflektierte gegenposition zu gewissen definitionsrechtler/innen ein, die er zurecht kritisierte. doch bleibt seine einzige erkenntnis in dieser schwierigen materie die eben entgegengesetzte, das stumpfe ablehnen jedweden glaubens um jeden preis.
wohl auch um den preis von menschenleben.

so oder so, sein „argument“ für sich ist schon völliger humbug, denn wenn wissenschaft bei erkenntnis einfach stehen bleiben, diese als gesetzt betrachten und nie wieder reflektieren würde, würde sie sich ebenso völlig davon verabschieden, etwas (mehr) über den gegenstand herauszufinden.

tja … diese gegenstände …

ps: vielleicht drücke ich mich dazu auch noch mal verständlicher aus, wirres abschliessendes hatte ich auch schon im letzten kommentar in der debatte damals geäussert. „motivation der kritik“ und deren konsequenzen sag ich nur …

weiterdenken! alles andere ist verabschieden.

selbsterkenntnis ist der erste schritt …

„Unser Artikel gibt nur den stark (ver-)/gekürzten Inhalt unserer Broschüre wieder.“ (von hier)

im dunkeln ist gut munkeln

„So soll beispielsweise die Beobachtung von ausgesuchten Kinosälen mit Nachtsichtgeräten die Beschaffung von illegalen Kopien verhindern.“ (quelle)

eine strafanzeige

„Daher zeugt die Anzeige Gremlizas, die vermutlich folgenlos bleiben wird, nicht von verbissener Feindschaft. Sie zeugt von Anstand.“ (bz) – hermann l. gremliza und seine juristischen schritte gegen kai diekmann und franz josef wagner. (via)