sunday, sunday, can‘t trust that day …

komm ich doch sonntag früh nach haus und was liegt da vor meiner tür? nein, diesmal keine völlig ermüdeten groupies, die nach fünf schlaflosen tagen des trampens den weiten weg aus australien zu mir fanden. nein, diesmal nicht. stattdessen liegt da eine kleine feine papiertüte – gerade so eine wie sie beim bäcker dazu verwendet wird, um der kundschaft den transport der frisch erworbenen backwaren zu erleichtern – und wartet auf mich. direkt vor meiner tür. da ich mich ja sowieso täglich den briefbomben meiner neider und anderen feinden konfrontiert sehe, dachte ich mir erstmal nicht viel dabei, nahm die tüte wie immer vorsichtig mit hinein und trug sie durch meinen geräumigen flur geradewegs auf den tisch in meinem arbeitszimmer.

doch dass mir sowas jetzt auch noch am sonntag, dem tag des herrn und der himmlischen ruhe in urbaneren gefilden, passieren sollte, liess mich misstrauisch sein. mein testament in guten händen wissend machte ich mich an die vorsichtige öffnung der tüte. doch was meine von der rauen stadtluft tränenden augen darin erblickten liess mir den frischen atem stocken: drei brötchen. auch semmeln oder schrippen genannt. 2 kürbiskern und ein normales, frisch aus dem ofen – ich war platt!

moment, die wollen mich vergiften?! nein, so hinterhältig kann ja nichtmal der verein zur beseitigung nervender blogger/innen sein. hoffe ich zumindest …
sei’s drum, dachte ich mir, irgendwann gehen wir schliesslich alle mal und wenn, ja warum dann nicht mit kürbiskernbrötchen. scheiss doch auf diese koitustod-träumer, nichts geht über eine stilvolle vergiftung mit frischen sonntagsbrötchen mit quark und ’ner folge seinfeld. gut, mit 2 neuen staffeln sopranos vielleicht. jedenfalls hab ich schön reingehauen! und es war dann auch nur einfach lecker …
und woher nun diese feine überraschung? von meiner wohnungsgesellschaft. die bieten neuerdings in kooperation mit einer grösseren bäckerei diesen sonntagsbrötchenservice an. aus dem reichhaltigen angebot von leckeren backwaren kann frühnachhauskommer/in sich zu noch moderaten preisen jeden sonntach was vor die tür legen und von den nachbarn klauen lassen. vielleicht klingeln sie eine/n netterweiser auch wach, wer weiss.

nun hab ich aber wen neidisch gemacht, ne ;)


2 Antworten auf “sunday, sunday, can‘t trust that day …”


  1. Gravatar Icon 1 just 12. September 2007 um 18:57 Uhr

    ..das photo ist super. das war vor jahren mal im spiegel… :)

  2. Gravatar Icon 2 Anonymous 12. September 2007 um 22:53 Uhr

    nee wie fein ich kenn nur die variante direkt beim bäcker backwaren zu kollektivieren,aber wenn das funktioniert mache ich wohl nur noch in regelmäßigen abständen die tür auf und schaue was mir begegnet …

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