Archiv für Oktober 2007

panopti.com

nett gemachte flashanimation zur überwachung. musste ich nochmal verlinken: das panopti.com.

grad noch erledigt:

reisepass (ohne fingerabdruck!) beantragt. nur noch im oktober!

freiheit für die tiere!

gut, hat jetzt auch nicht soo viel mit irgendwelchen (zaun)aufscheider/innen zu tun, wegen derer pelzfarmaktion die medien nun ihr rührseliges „jetzt sterben die armen tiere“ abspulen können. wichtig trotzdem:
adrenalin, selbstwertgefühl und viel viel (kontraproduktive) presse.

… nachdem pinky und der brain sich im dschungel richtig eingelebt hatten:

und immer dran denken: ein stock ist dein freund!

leipzig landgericht fahrstuhl

(via)

abschiebeknast #4

Sie empfinden es als „zynisch“, wenn wir unsere Insassen als „Kunden“ einstufen ?

Wir dagegen empfinden es als herabsetzend, wenn unsere Insassen als Gefangene im Sinne einer Negativ – Klassifizierung tituliert werden.

(jva büren)

abschiebeknast #3

Jeder, der Wünsche an uns heranträgt, ist unser Kunde.
… und das sind Sie genauso wie die Insassen.

(jva büren)

abschiebeknast #2

und trotzdem …
der Entzug der Freiheit wird von den Insassen als drückende Last empfunden.

(jva büren)

endlich … (abschiebeknast #1)

mein jva-shop ist online!

lok leipzig doch antideutsch?!

Ein Riesenposter zeigt die sächsische Landeshauptstadt in den Kriegstrümmern von 1945. Eine Siegesgöttin thront mit Lok-Fahne in der Hand posiert darüber. Die Überschrift lautet „Auf nach Dresden“.

tja, wer hätte das gedacht …

‚n bild

links ich, rechts du

shopping-nachtrag

diese atemberaubende platte erstand ich glücklicherweise schon bei der ersten shoppingtour, rechtzeitig bevor fremde wände sich damit schmücken lassen. trotzdem liessen meine diebische nette begleitung und ich es sich nicht nehmen noch einmal nachzukramen und so rettete ich einen 6,20-stapel, der im yuppie-plattenladen nebenan wohl für mehr als 100 über den tisch gegangen wär. und ekaterina im schaufenster erst!

„…und an alle, die erlaubten, dass wir sie aufnehmen. “

Beim Dreh dieses Films wurden die Enten im Tiergarten gequaelt. Auch die zwei Hunde fuehlten sich sehr gestoert, als wir sie zwangen, rueckwaerts zu laufen. Darueber hinaus wurde dem kackenden Vogel ein halbes Glas Abfuhrmittel gegen seinen Willen verabreicht, um die Szene so realistisch wie moeglich zu machen.
Viva Vegan!

(Die fluktuierenden Sichtweisen eines Otto Renners)

antideutsche vs. anti-antideutsche

dumm vs. dümmer?!

Stadtrundgang mit Funk-Empfänger

„Das mobile Empfangsgerät genügt, um -ganz nebenbei- einige Videoüberwachungsbilder aus Geschäften auf unserem Bildschirm einzufangen…“ (leipziger kamera)

shopping

schallplattenausverkauf in der stadtbibliothek – einige schmankerl:

- gisela may singt brecht/weill
- sergie ortega & taller recabarren auf chile im widerstand
- dies land mein land (ddr-lobpreisungs-sampler)
- rote lieder – 13. festival des politischen liedes berlin 1983
  (das 6. und 8. hat meine blöde nette begleitung mir weggeschnappt)
- hanns eisler – lieder mit ernst busch
- jürgen eger – diaeklektische liedersprüche
- nikaragua (fsln-lieder und so, von ’79 rum)
- eine franz-josef degenhardt pladde sowie
- busch singt tucholsky – heute zwischen gestern und morgen

… und anlässlich des 100. geburtstages w. i. lenins vom deutschen pädagogischen zentralinstitut berlin die „schallplatte für den unterricht“:
sowjetische lieder und lieder der revolution wie die rote fahne, das lied der kommune oder aber heiliger krieg („soll sich unser edler zorn wie eine woge erheben. es ist der krieg unseres volkes, ein heiliger krieg!“).

jupp. doch das war nur die (pseudo)politische auswahl. insgesamt 68 dieser feinen vinylscheibchen von jazz und blues über folk, chanson und klassik bis zu hörspielen fanden den weg an meine 12-zoll-brust und sogleich in mein 78-bpm-herz. und auch für den nachwuchs ist gesorgt: die schallplatte für vorschulkinder (mit liedern wie in der puppen ecke und pittiplatsch, aber auch bei den soldaten der nva, bei der arbeit und mein bruder ist soldat) wird in zukunft kinderspass und sozialistischen respekt verbreiten.

was ich gezahlt hab? ach ja: 20 cent pro platte, handeln war leider nicht.

ps: shopping soundtrack (dank ohrwurm) des tages:

schön, dass es noch humorige jugendliche gibt …

„Blöd, wer hier nicht reinfährt.“

„Ladenschluss versus Ausverkauf“

Was diese Geschehnisse mit jenen der 90er Jahre verbindet, sind weniger die Angriffe selbst, die so tatsächlich auch in anderen Gegenden hätten stattfinden können, als die Reaktionen darauf. Quasi als Beleg dafür, dass die Berliner Republik samt ihrer staatsantifaschistischen Bemühungen in der ostdeutschen Provinz bis zum heutigen Tag nicht angekommen ist, wurde jenes Muster aktiviert, dass aus unzähligen anderen braunen Nestern mehr als bekannt ist: Die Polizei ermittelte zunächst „in alle Richtungen“.

versus

Anders als noch vor zehn Jahren gibt es außerhalb dieser Gegenden allerdings inzwischen kaum noch jemanden, der für die Menschenjagden der Einheimischen oder akzeptierende Sozialarbeit mit Neonazis Verständnis aufbringt. Deutschland ist nicht mehr die Pogromrepublik der frühen Neunziger; die Warnungen vor einem „Vierten Reich“ haben sich als unbegründet erwiesen.

so sehen unterschiedliche analysen von mittel(anti)deutschen „grosstadt“antifas heutzutage aus. leipzig vs. halle – das ist immer auch ein wenig couchantifa vs. feuerlöscherantifa, ausschlafen vs. durchmachen. im cee ieh jedenfalls werden die probleme noch ge-, ja manchmal sogar erfunden; schliesslich geht es einigen kiezkauzen einfach zu gut und sie fangen an sich zu langweilen. dann fahren sie entweder einfach mal nach magdeburg oder erobern sich ihre strasse am 3. oktober zurück (Ø). genau damit setzt sich nun das von der ag no tears for krauts halle angeblich am dritten oktober in leipzig verteilte flugblatt (pdf) auseinander:

Gerade im Osten spricht nicht viel dagegen, gegen Nazis und Naziläden vorzugehen. Wer das jedoch ausgerechnet am 3. Oktober tun will, wem angesichts des „Tags der deutschen Einheit“ also lediglich einfällt, dass es in Leipzig einen Naziladen gibt, hat seinen Frieden mit Deutschland gemacht. Über die Regression von „Nie wieder Deutschland“ zu „Nie wieder Naziläden“.

womit sie ausnahmsweise mal nicht so weit danebenliegen …

auf nummer sicher?

der rfid-blockbuster ist draussen!


open source natürlich!

völlig verpasst …

„Spitze Federn in der Amtsstube“

Pressemitteilungen von Behörden und Institutionen zählen nicht unbedingt zu jener Art Lektüre, die junge Menschen üblicherweise verschlingen. Dröge und kryptisch ist noch das Freundlichste, was man der gemeinen Amtsprosa nachsagt. Nicht so im Fall der täglichen Pressemitteilungen der Polizeidirektion Leipzig. Diese sind mittlerweile unter Leipziger Bloggern Kult geworden, werden im Internet in Weblogs rege zitiert und verlinkt.
[…]
„Als bürgernahe Polizei wollen wir diese Mitteilungen auch klar und deutlich artikulieren“, erklärt der Polizeirat. Die bei Polizeidienststellen normalerweise gepflegten Begrifflichkeiten seien da „nicht immer verständlich“. Mithin bemühe man sich inzwischen um eine „junge und frische Art“ der Präsentation. Luda nennt dies „proaktive Pressearbeit“ – ganz ironiefrei.

heute in der lvz erschienener artikel zu einer meiner lieblingskategorien, der pressestelle der lepd. dankeschön daniel, spätestens jetzt ist es mainstream und der erfolg wird die stars verändern …

ach ja, die shout-outs:

Marcel Nowicki beispielsweise empfahl seinen Lesern bereits im Januar die humorige Website.

und hank mir schon vor einem jahr, als rosa noch aktiv war …

in eigener sache

Brandenburg: Gestern und heute kam es zu Verteilaktionen einer neuen nationalen Schülerzeitung vor einigen Brandenburger Schulen. BRENNESSEL so der Name des Blattes, herausgegeben vom NPD-Kreisverband Oderland, das sich im Gegensatz zu üblichen Parteizeitungen nicht in irgendwelchen weltanschaulichen Theoriedebatten versteift, sondern auf lockere und humorvolle Unterhaltung zu aktuellen Themen mit sozialkritischen Untertönen setzt.

quelle: h**p://de.altermedia.info/general/fka-neue-nationale-schulerzeitung-
brennessel-an-brandenburger-schulen-121007_11601.html

neben dem allseits (un)beliebten blog gab es ja schon einmal eine brennessel und es gibt auch heute noch eine – steht jetzt nur die frage im raum, an welcher sich die schülerzeitung mehr orientieren wird. warten wir’s ab …

groszartige realzatire

… in einem thread, in dem es um diesen lustigen sticker gehen sollte:


bonqas stellte auch gleich die frage, die nicht nur antideutschland bewegt:

warum immer scheisze und nicht scheisse oder scheiße, zz wäre auch noch zu verstehen.. macht ihr es weil man „ß“ als „sz“ ausspricht?

darauf kuki mit der einleuchtenden antwort:

umlaute und ß gibts in den fonts, sind absichtlich nicht mit drauf (zu deutsch)

zu deutsch also, aha. ich hab’s doch schon immer gewuszt, einfach zu deutsch!
also wer den zusammenhang noch nicht erkennt, bonqas weisz es schon:

also anders gesagt: ss = schutzstaffel u know?

ohh yes – i know. das heiszt ich ahne es ein biszchen. naja, und dann rundet nokrauts das ganze noch etwas ab:

und ich bin einfach ein rechtschreibungsfan…
ss ist nicht gleich ß und das sz ist einfach szeniger und netter…

und was haben wir gelernt in der ersten stunde politisch-antideutsch korrekter schreibweise? ss=schutzstaffel … und sa=sturmabteilung!!!

tja, was zagen wir denn dazu? dasz die ßeneisten aus‘m streetart-forum einen an der klatsche haben? nein. dasz wir es einfach beszer wiszen? auch nicht, nein. dasz szeneistisch-antideutsches denken zu „störungen der hirnströmungen“ führt? nee, nee! … wir zagen einfach nur: macht doch, so könnt ihr euch später wenigstens in deutschen grund und boden schämen …

ps: obwohl sie alle blogs bei blogsport haben, kommt das hier mal in die olifani-kategorie. sorry, kindergärtner – bitte nicht böse sein.