Archiv für Oktober 2007

die berühmte 1. person

Der Verletzte, der dann ärztlich versorgt werden musste, ging nach Hause und seine Eltern riefen die Polizei. Er gab folgende Personenbeschreibungen:

1. Person (Schläger)

- ca. 18 Jahre alt, ca. 180 cm groß,
- kurze schwarze, gegelte Haare,
- trug blaue Jeans mit weißen Verzierungen hinten, eine schwarze Jacke und weiße Turnschuhe,
- sprach gebrochen deutsch.

1. Person (Schläger)
- ca. 18 Jahre alt, ca. 180 cm groß,
- kurze schwarze Haare,
- war bekleidet mit blauer Jeans und einer dunklen Jacke,
- sprach gebrochen deutsch.

1. Person
- ca. 18 Jahre, ca. 180 cm groß,
- kurze schwarze Haare.

ob sie den wohl gefunden haben?

„kindergarten“ spielt foul

subwave („dejagah boykottiert israel“), lizas welt („spielt nicht gegen juden“), tofu („Nö, nach Israel will ich nicht“) und natürlich auch „the famous“ (der kindergärtner) cliff cosmos („Ashkan Dejagah spielt nicht mit Israelis“) steigen voll ein. sie werfen dem u21-nationalfussballer und iran-deutschen juden- bzw. israelboykott, also antisemitismus, vor. gut gebrüllt ist halb gelogen, schliesslich geht es nur um die einreise nach israel. subwave ist diesmal der schatten aus diesem quartett der unterbelichtung, verlinkt er doch glatt selbst noch den beitrag aus dem bildblog in dem es da völlig zurecht heisst:

Was „Bild“ nicht schreibt: Ashkan Dejagah hat Verwandte, die im Iran leben; sein Bruder spielt bei Paykan Teheran. Es ist nicht auszuschließen, dass sie mit Sanktionen rechnen müssten, wenn Dejagah in Israel spielt. Er hat nicht nur einen deutschen, sondern auch einen iranischen Pass, und der Iran verbietet seinen Staatsbürgern die Einreise nach Israel. Dejagah muss damit rechnen, nicht mehr in den Iran zu seiner Familie reisen zu dürfen, wenn er an dem Spiel der U21 teilnimmt.

An all dem ändert sich nichts, wenn der Berliner CDU-Fraktionsvorsitzende Friedbert Pflüger ihm laut „Bild“ verspricht, für ihn „würde in Israel alles für seine Sicherheit getan werden“.

Natürlich kann man Dejagahs Absage trotzdem falsch finden und von ihm eine schnelle Entscheidung verlangen, ob er in der deutschen oder der iranischen Nationalmannschaft spielen will. Aber man sollte diese Fakten kennen, bevor man sein Urteil fällt. Die „Bild“-Zeitung verschweigt sie und verhindert, dass ihre Leser überhaupt eine Grundlage haben, um die Frage fair zu beantworten:

„Was denkt sich Ashkan Dejagah (21) nur dabei?“

(„Bild“ wie „Bild“-Zeitung sind dabei natürlich leicht austauschbar)

nun ja, das niveau stimmt jedenfalls. hauptsache mal wieder empört …

ps: wenigstens cliff cosmos hat eine passende kategorie für solchen schmonz

ohrporn des jahres


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(dank hank)

halle – leipzig 1:0

… jedenfalls bewerte ich die erste runde kissenschlacht mal so.

gut, leipzig bewies enorme ausdauer und brachte es sicher auf einen der längsten flashmobs aller zeiten. jedoch bestach halle in seiner vorlage durch seinen unverwechselbaren minimalismus und hat mit dieser wunderschönen choreografie mein herz erobert. go halle, go!

ps: respekt an die kulturell interessierten leipziger punker (im gegensatz zu den vor ihre glotze strömenden studis), die im anschluss die kostenfreie ausstellungseröffnung der leipziger notenspur im gewandhaus besuchen wollten. schade nur, dass aus nicht erfindlichen gründen die bereitschaftspolizei dem mit 8 sixpacks ein ende setze. in diesem sinne:

solidarität mit allen kulturell verfolgten punkern!

tonsberg untergrund antifa leipzig demo naziladen vollpfosten

kleine googleweiterleitung zu meiner hasstirade gegen die hiesige antifa

lol

„Im Unterschied zu Nationalsozialismus und Islamismus war der Kommunismus humanistischen Zielen verpflichtet.“ (gig-leipzig)

ihr seid nur ein karnevalsverein!!!

antifa? hahaha!

3. oktober in leipzig und die hiesige antifa feiert sich mal wieder selbst. und zu ihrer party -zu der es keinen anderen grund gibt, als das die nazis sie mit immer mehr eröffneten läden schlicht auslachen- kamen viele.
1500 hiess es auf der demo noch1, 2500 dann schon kurze zeit später bei left action. grössenwahn? keine frage … natürlich!!!

doch der reihe nach:
demonstriert, oder besser protestiert, wurde gegen naziläden. natürlich nicht einfach so, nein – die antifa hatte angst um die vorherrschaft in ihrer stadt. angst vor einem kleinen laden namens tønsberg. ein laden, der laut grosspuriger ankündigung am 3. oktober schliessen sollte. ob er’s tat? na ratet mal …

wie auch, wenn die sog. antifa davor steht und es heisst:

heute ist nicht alle tage, wir kommen wieder keine frage

ups, pointe verraten. die eines schier endlosen witzes mit zig wiederholungen von „heute machen wir den laden dicht!“ und dem noch penetranteren „heute gehört die strasse uns!“ bzw. „die strasse gehört uns“. das tönte dann insgesamt so sicher 50 mal aus dem lautsprecherwagen. aus jenem lauti, aus dem einer der grössten hampelmänner der szene über 2 stunden einen stuss verbreitete, der bei den tw. wohl noch stumpferen transpihaltern prima ankam. wenn er verkündete die strasse gehöre ihnen, johlten sie. wenn er ankündigte das tønsberg zu schliessen, johlten sie. als er auf die allerdummste weise daniel benetka2 dumm machte (drittklassig in einem bekloppten sport oder so ähnlich), johlten sie. eigentlich johlten sie immer – denn sie waren ja viele, die guten und vor allem ist es ihre stadt!

langsam, langsam … ich überschlag mich schon wieder ob der widerwärtigkeiten, die v.a. die schwarzgekleideten und besonnbrillten lächerlichen gestalten da in ihrer stadt so abzogen.
der redebeitrag des afbl vor start der demonstration liess sich ja fast noch aushalten: nazis hier, nazis da und deutschland ist ja am 3.10. erst recht scheisse. und der rassistische und antisemitische normalbürger natürlich auch. wie gehabt, blabla …
dann stiess mir aber schon das zum tausendstenmal gespielte „remmidemmi“ -immer noch ein popantifa-hit ohnegleichen- ein wenig auf. nun ja, einen haufen planloser kiddies im schlepptau setzte sich die mindestens genauso planlose ((post)antideutsche) fronttranspispitze samt dem grössten vollpfosten und seinen hunderten watt in bewegung.

nach einem schicken mackerhaften beginn mit dem üblichen rumgeprolle („gebt den nazis die strasse zurück …“ und so anderer scheiss halt) vorbei an hunderten zurecht kopfschüttelnder bürger (achja: just like a autounfall) wurde evt. unaufgeklärten teilnehmern dann auch gleich klargemacht, wo sie sich befinden: japp, in leipzig, der palituchfreien zone:
„also wir wollten euch drauf hinweisen, dass in leipzig palitücher nichts zu suchen haben“ (leider nicht mehr ganz wortlaut, aber so in etwa). auf „wurde viel drüber geschrieben“ und ein „die argumente wurden ausgetauscht“ folgte ein „nehmt sie ab, ihr könnt sie ja hinterher wieder antun“. na immerhin, dachte ich. aber auch hier die pointe zum schluss: vor der wehenden nationalflagge tönte das abschlussargument: „denn wir sind der meinung, dass nationale symbole hier nicht hingehören“.

aha.

alles in allem eine suppe, die wohl nicht mehr ausgelöffelt werden kann. gut, den mensch am mikro liesse sich vielleicht loswerden, seine bodyguards sehen mit ihren dunklen brillen eh nicht mehr klar, die halten brav transpis und gröhlen im chor, wie es sich gehört. die schöne idee, time to say goodbye zu spielen, wurde durch das ganze siegergepose zunichtegemacht – denn wer genau hinschaut, hat an diesem tag nur verlierer auf der strasse gesehen.

da hilft es auch nichts, wenn der irre im lauti betont, man habe ja noch eine halbe stunde und unternehme deswegen nun eine spontandemo die karli zurück in den heiligen süden. als er zum abschluss

wir haben heute gesiegt!

durch die boxen gröhlte und verkündete nun „nach hause“, in heimischen stadtteil zu gehen drehte sich mir noch einmal kräftig der magen um. die antifa hat sich für halbwegs selbstständig denkende menschen am mittwoch einfach so dermassen lächerlich gemacht, dass es wirklich schmerzt. wenn ihr -wie dutzende male verkündet- die strassen leipzigs gehören und nicht den nazis, frage ich mich wer mich da in der bahn im westen mal als juden beschimpft und fast zusammengetreten und im osten vom rad gerissen hat. oder ob das doch antifas waren, die knapp neben dem untergrund scheiben von „einem linken laden“ (lauti-quatsche) eintreten oder warum eben leute dort von benetka persönlich bedroht werden 3, wie tatsächlich noch zu hören war. (jaja, manchmal ist die antifa sogar informiert)

jedenfalls … einfach lächerlich, sich ständig als herrscher aufzuspielen, in wahrheit die „hoheit über die strassen“ nichteinmal mehr in connewitz halten zu können.

ps: die eingangstür des untergrund soll den tag dann auch nicht mehr überstanden haben. hab in meiner rage jetzt bestimmt noch viel scheiss vergessen der da sonst so lief, aber was soll’s:

ihr habt ja gesiegt …

(nur nicht in borna, bedenkt das mal! (aber hauptsache ihr habt euch in eurer stadt schön gefeiert und mal wieder so getan, als ob sie euch gehören würde)

  1. „… eine schlechte und eine gute nachricht. die schlechte: wir können nicht durch die kolonnadenstrasse, weil wir zuviel sind und die polizei nicht die autos wegräumen kann. und die gute: wir können nicht, weil wir 1.500 leuet sind!“ …. lautes gegröhle folgte, was sonst. hauptsache wir sind viel, was wir schaffen ist dann auch egal. [zurück]
  2. besitzer des untergrund (an dem die route direkt vorbeiführen sollte), ex profi-footballer von frankfurt galaxy und jetziger kleinkapitalist mit dubiosem sortiment [zurück]
  3. die person wurde bedroht, nachdem … nein – nicht nachdem die scheiben zum vierten mal kaputt gingen, sondern ein paar feige antifas dem miniköter seiner freundin mit dem tod drohten und ihm zur krönung eine tote ratte vor die tür legten! pissnelken! [zurück]

just like a autounfall

mittwoch: antifagucken!