„deutsches shoa business“ -> (anti)deutsche beissreflexe?!

lizas welt regt sich auf, dass deutsche nachrichtenmedien israelischen vize-minister zitieren. und die „unglückliche wortwahl“ auch noch klarstellen! au wei, solche „judenhasser“1 aber auch. warum das wort holocaust in anführungsstriche gesetzt wurde scheint dabei nicht völlig aufgegangen zu sein, ebenso wenig wie die im lizas weltschen sinne doch politisch korrekte übersetzung des interviewenden magazins („Spiegel-Online, ein Israel üblicherweise nicht eben freundlich gesinntes Medium“):

Israelischer Vize-Minister droht Palästinensern gewaltige Katastrophe an

worüber regt sich lizas welt also auf? richtig: vor allem dass shoa mit „holocaust“ übersetzt wurde, in anführungszeichen. ich zitier mal die einzig geltende autorität auf dem gebiet:

Außerdem können Anführungszeichen verwendet werden, um Wörter, Wortgruppen und Teile eines Textes oder Wortes hervorzuheben, zu denen man Stellung nehmen möchte, über die man eine Aussage machen will oder von deren Verwendung man sich – etwa ironisch oder durch die Unterlegung eines anderen Sinns – distanzieren möchte.

gut – kann missverstanden werden, klar. nur komisch dass sich die angeführte taz genauso wie die meisten anderen diesbezüglich erklärt:

Vilnai habe den Terminus „im Sinne von Desaster oder Katastrophe verstanden“, versuchte er zu relativieren. Keinesfalls habe er tatsächlich einen Holocaust gemeint. Zu spät. Schon wetterte Hamas-Sprecher Sami Abu Suhri gegen die zionistischen „Neonazis, die Palästinenser töten und verbrennen wollen“.

… und somit der hamas die ungerechtfertigte (antisemitische) instrumentalisierung vorwirft, die lizas welt nun ihnen vorwirft. verrückte welt! zugegeben: bei reuters (und einigen anderen medien) scheint kritik angebracht, hier fehlt die erklärung. honestlyconcerned widmet dem noch mehr aufmerksamkeit:

EIN MEDIEN DEBAKEL HOCH ZEHN:
Was passiert, wenn Internationale Medien ein Hebräisches Wort ganz einfach falsch interpretieren…

was allerdings auch mit wirklich krassen beispielen (neben taz, spiegel, reuters u.a.) belegt wird:

Israel droht erneut mit Großoffensive im Gazastreifen

  1. „Es sei denn, er scheint etwas zu sagen, das den Judenhassern aller Couleur in den Kram passt.“ – fahndungsstandpunkt?! [zurück]

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