als sei eins wie’s andere …

Trotz Zunahme bleibe die sexuelle Identitätsstörung jedoch ein Randproblem, sagte Beier. Statistisch tauchen diese Fälle ein bis drei Mal unter 100.000 Menschen auf. 10 bis 20 Mal häufiger gebe es die sogenannten Präferenzstörungen wie Homosexualität oder Pädophilie. Beide Störungen seien über die Jahrzehnte konstant und offenbar auch in jeder Gesellschaft ähnlich verbreitet.

schreibt die welt. dass dort von (behandelbaren) sexuellen störungen die rede ist und völlig logisch auch die klare dichotomie der geschlechter verteidigt wird … es wundert kaum. dass rochus wolff vom genderblog aber scheinbar enorme unterschiede zwischen zwei sexuellen präferenzen sieht:

Ein Satz, in dem nicht nur Homosexualität und Pädophilie nebeneinander gestellt werden, als sei eins wie’s andere […]

… schockt mich tatsächlich noch ein wenig.


5 Antworten auf “als sei eins wie’s andere …”


  1. Gravatar Icon 1 Rochus Wolff 02. Mai 2008 um 12:10 Uhr

    Muß ich daß so verstehen, daß Du zwischen Homosexualität und Pädophilie einen direkten Zusammenhang siehst, beides gar in eins setzen möchtest, alle Homosexuellen als irgendwie (und sei’s nur latent) pädophil siehst?

  2. Gravatar Icon 2 tee 02. Mai 2008 um 12:28 Uhr

    höh? einen zusammenhang? sicher nicht.

    vielmehr betrachte ich homosexualität ebenso wie pädophilie als eine sexuelle präferenz, mehr erstmal nicht. ich frage mich doch vielmehr, wo du die signifikanten unterschiede beider siehst …!?

  3. Gravatar Icon 3 Rochus Wolff 02. Mai 2008 um 13:17 Uhr

    Die entscheidenden Punkte hier sind für mich eher, daß Homosexualität als Präferenzstörung bezeichnet wird – als liege da ein Fehler vor, den es zu beheben gelte; und daß eben Homosexualität und Pädophilie in einem Atemzug nebeneinander genannt werden – da schwingt eben das gern gehegte Vorurteil mit (männliche) Homosexuelle seien eben latent pädophil.

    Natürlich kann man Homosexulität wie Pädophilie als „sexuelle Präferenz“ beschreiben. Ein wesentlicher Unterschied ist aber doch, daß sich Homosexualität, wie Hetero- und Bisexualität auch, üblicherweise an und auf ein mündiges Gegenüber richtet, während dies bei Pädophilie eben nicht der Fall ist.

  4. Gravatar Icon 4 tee 02. Mai 2008 um 14:17 Uhr

    pädophilie wird dort eben genauso als präferenzstörung bezeichnet, als liege da ein fehler vor, den es zu beheben gelte. und dass da dieses gern gehegte vorurteil mitschwingt, sehe ich nicht so. eher wird homosexualität mit pädophilie auf dieselbe ebene – die der präferenz eben – gestellt, was an sich korrekt ist. (nur diese präferenz als störung zu bezeichnen, keineswegs)

    und es spielt bei der betrachtung sexueller präferenzen ersteinmal überhaupt keine rolle, auf wen sich die sexualität richtet. und zwar weil mit der wirkung („kinderschänder“) die „ursache“ (nämlich die nicht zu therapierende „störung“) blamiert werden und den bedeutenden unterschied ausmachen soll. damit wird nämlich automatisch die pädophil=böse-schiene aufgemacht, die gerade von der präferenz absieht.

    und so kommen viele dann zu dem fehlurteil, dass es sich bei der pädophilie um eine bösartige störung, oder auch nur sexuelle präferenz handelt. was sie an sich aber nicht ist, denn JEDE sexualität ist von sich aus ersteinmal nicht böse oder schädlich, wie auch …

    ps: ganymed (siehe pingback) hat das so auch nochmal angeschnitten …

  1. 1 Sexualmediziner im Kampf für die Normalität | Herbst in der Seele Pingback am 02. Mai 2008 um 13:43 Uhr

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