Archiv für Juli 2008

democrats for antigerman selbstbefriedigung

vorzeigearaber? sicher nicht für idep!

dass ich das noch erleben darf

… starblog spricht mir aus der seele.

anzeige

rest in pieces

„[…]hat jedoch keinen besonderen Tiefgang und auch sonst keinerlei Eigenschaften, mit der es ihr gelingt, aus der Masse hervorzustechen. […] Alles in allem ist „Gefährliche Planetengirls“ weder von den Charakteren her noch von handlunsgtechnischer Seite irgendwie herausragend.*“ … word!

kopfschüttel

„Elderly woman prohibited from photographing empty swimming pool „to prevent paedophilia“" (quelle)

„[…] überhaupt gar keine ahnung von der materie, über die sie schreiben, haben.“

Geprägt wurde der Begriff von dem australischen Moralphilosophen, Bioethiker und Politologen Peter Singer, einem Euthanasie-Befürworter.

… leutet die ak gibraltar ihre „umfassende“ antispeziesismuskritik (als pdf) ein. dass es überhaupt keine rolle für den inhalt spielt, wer ihn populär gemacht hat – darauf kommen sie natürlich nicht. denn dieser wird dadurch bzw. durch andere fehler und ethische/moralische „verfehlungen“ des popularisierenden nicht falscher oder richtiger. stattdessen ganz klar: singer = euthanasie-befürworter --> singer = böse. und da singer = antispeziesismus-guru --> antispeziesismus = böse. es folgen einige seiten schmale ansätze einer richtigen kritik u.a. am (präferenz)utilitarismus singers und dann wieder das:

Gehen wir noch einmal davon aus, der Türcke-Text existiert nicht und die Denkart des ›linken‹ Antispeziesismus hätte mit Singer nichts zu tun. Es ist einfach jemand auf die Idee gekommen, sich irgendwo einen Begriff zu klauen, diesen neu zu füllen und damit Politik zu machen. Was wäre dann?

Es funktioniert nicht, denn der Begriff des Antispeziesismus ist auf das Engste mit Peter Singer verbunden und dies schon auf der schlicht quantitativen empirischen Ebene. Um das wahrzunehmen, reicht schon ein kurzer Blick auf die Seite der deutschen Ausgabe von Wikipedia.

hab ich glatt mal nachgeschaut. aber moment! „quantitativ empirische ebene“? soll doch wohl heissen viele leute haben sein buch gelesen und deswegen singers menschenfeindliche „denke“ übernommen. also das konzept des antispeziesismus, welches er 1976 in seinem buch „animal liberation“ vorstellte. na wer’s glaubt. und noch weniger von antispes gelesen, jedoch von singers kritiker/innen umso häufiger zitiert, wird immer wieder „praktische ethik“, erschienen 1984. laut wikipedia „bezieht Peter Singer [darin] noch deutlicher Stellung und arbeitet eine utilitaristische Position (Präferenzutilitarismus) auf verschiedenen Gebieten der angewandten Ethik aus.“ „auf der schlicht quantitativen empirischen Ebene“ also?! ob das die rezipient/innen von animal liberation auch so taten? jemand schrieb dazu:

viele tierrechtler sind keine singer-anhänger, auch nicht im geiste. die einen kennen ihn nicht bzw. haben lediglich von ihm gehört, sind jedoch nicht in der lage, den unterschied von seiner philosophie und der eines deontologen zu nennen. […] von jenen, die singer soweit kennen, teilen viele nicht seine einstellung, da sie ihnen nicht radikal genug ist: im grunde ist singer nämlich kein tierrechtler.

nun ja, fragen zur untrennbarkeit des konzeptes des antispeziesismus und peter singers gibt es genug. eben schon zitiertes anonymes menschliches tier brachte bei julia seeliger (auf deren eigene ergüsse zum antispeziesimus an dieser stelle ihr zuliebe mal nicht eingegangen werden soll) in den kommentaren so einiges lesenswertes zur speziellen debatte und etwas zur leidigen denunziations- und homogenisierungsmasche linker kritiker/innen:

aber das ist – leider zu oft! – fast schon typisch links und muss als “linke ideologie” angesehen werden: der unbedingte wille, eine position durchzuboxen, auch gegen die wahrheit odder das richtige. es geht den autoren nicht darum, eine angelegenheit, eine sache zu erhellen, sondern es geht (funktional) darum, etwas zu konstruieren, um vor anderen so auszusehen, als hätte man recht. vor jeder kritischen betrachtung ist das richtige und wahre erkannt: die eigene meinung, die durch ähnlich erbärmliche schriften geprägt wird, wie man sie selbst verfasst.

ps: wegen der starken parallelen bzw. der ähnlichen anti-antispeziesistischen argumentationsweise sei auch noch mal auf die interventionen der gruppe „ivri lider statt peter singer“ verwiesen (hier in fussnote 2 dokumentiert)

„Die Ereignisse überschlagen sich.“

ein text des ak gibraltar zum antispeziesismus ist nun aufgetaucht. viel text, viel singer. soweit, so schlecht. mal lesen …

merke:

dieses jahr keinen „don‘t legalize!“-button tragen.

„müsste“

„Wenn euch unsere gut-druchdachten Argumente nicht zu sehr ermüdet haben […]“ … also doch nur satire das ganze. und ich dachte schon. schade *eigentlich* …

be peaceful be veggie be happy – harry harper medley

klick für mehr freshen scheiss!

ein mensch ein schwein ein tofu sein – anti-antispe reloaded

so lang ist’s noch gar nicht her, da hetzten argumentierten zwei herren der ag no tears for krauts halle auf ziemlich dumme art und weise gegen die tierfreundliche, vegane und antispeziesistische einheitsfront von richard wagner über die reil78 bis peta1. solche reaktionen auf antispeziesistische bemühungen, vorzüglich von (post)antideutscher seite, sind nun nicht neu2, nur besser werden sie mit der zeit leider nicht. auch jungle world-autor marcus hammerschmitt liess bei telepolis jetzt etwas von seiner fundierten kritik durchblicken:

„AntiSpe“ ist die Abkürzung von „Antispeziesismus“, ein Neologismus, so hässlich und verworren, wie die Ideologie, die hinter ihm steht. […] Zum wahren Eiferertum gehört neben der Menschen- aber auch noch die Genussfeindlichkeit. Die drückt sich bei den AntiSpezlern in fanatischem veganem Kochen aus, und das Ergebnis wird unterschiedslos als „lecker Essen“ bezeichnet, damit auch jedem gleich klar ist, dass der Fraß nichts taugt.

anlass für neuerliches treiben, wie dem beobachten antispeziesistischer „widerwärtigkeiten“3, ist der kommende antispe-kongress 2008. nun heisst es erstmal abwarten, die ernte dieses fruchtbaren ackers werden wir bald auf jetzt schon jubelnden blogs einfahren dürfen. watch out for defamations!

ps: marcus postete sein pamphlet auch gleich noch bei indymedia … nun gut, da gehört’s auch hin.

  1. der audio-mitschnitt der ag ist leider weg [EDIT: hier unter 4. wieder erhältlich), immerhin noch unter dem titel „ich ess blumen“ dokumentiert in der bonjour tristesse (als pdf: teil1/teil2); jan gerbers bahamas-artikel als zusatz von mir [zurück]
  2. ganz dolle flugblattaktion der gruppe „ivri lider statt peter singer“ (abgedruckt im incipito #18, welcher sich allerdings nicht anschickte die darauf folgende stellungnahme der veranstaltenden gruppe in’s heft zu nehmen. was dann wiederum der feierabend! tat. [zurück]
  3. erinnerte mich irgendwie spontan an den deppen kalle von esowatch, für den es sofort etwas spiritualistisches hat, wenn ein konsumangebot mal nicht seinen erwartungen entspricht. [zurück]

dissen ist weg. und das geht mal völlig in ordnung.

… so spar ich mir denn auch den grossteil meiner hetztiraden wegen seiner letzten ergüsse. und weiche seinem totschlagargument, dem moralismusvorwurf, etwas aus. vor allem aber schön zu sehen, dass zeank auch ohne mein zutun noch den grösseren pimmel hat ;)dissen, kack schön!

z*rück

nach 20 tagen abstinenz kam am 29.mai endlich die bestätigung in den top-ten: „Du bist derzeit mit 0 Hits auf Platz 0.“ da dachte ich mir ich sollte, nun wo ich die blogsportspitze durch pure abwesenheit erklommen hatte, auch alsbald mal zurückkehren. gesagt, getan. immer noch ohne psychopillen, dafür mit noch mehr welt- und herzschmerz als saltzi. ist doch auch was.

foto glatt von mir und meiner aldi-kamera. und begrüssungen spart’s euch bitte. geht lieber mal kacken.