Archiv für August 2008

leipzig.noblogs.org – total versalzen

antifablogger mögen kritik ja gar nicht. scheinbar erst recht nicht wenn man sie darauf hinweist, was sie in ihrer (moderierten) kommentarspalte für einen schmutz zulassen. dass sie auf nachfragen nicht eingehen liesse sich ja noch verstehen, gibt schliesslich viel zu tun für sie in diesen zeiten. dann aber die kommentare des beitrags dicht machen und so kritik an anjas widerwärtiger pädo-hetze unterbinden … ja das sollte aufhorchen lassen.

auch ein „politischer blog gegen fast alles“ nutzte die zeit nicht um den kommentar zu löschen oder sich wenigstens zu distanzieren. ebenfalls zum kotzen.

ausdifferenziert: nazi-demo in reudnitz am montag, dem 01.09.

nach absage der bürgerdemo nun lokis. auch der polizeipräsident äussert sich.

LEIPZIIIIG!!!! SEID IHR DAAAAA?????

„LEEEIIPZIG!!! seid doch mal LAUT!!!!“ ….

… nein, nicht in einem der zahlreichen örtlichen klubs hörte ich heute gefühlte 479 mal einen möchtegern-mc „leipziiiiiig!!!“ … „antifa!“ … (doofe englische slogans) … „antifa!“ … „nazis sind scheisse!!!“ toasten. nein, da nicht. es war diese antifademo (neben die ich mich – wie’s manchmal so passiert – verirrte), bei der er auf jungle und drum&bass freestylte. und das sooooooooooooooooooo peinlich, dass ich es stellenweise schon wieder lustig fand. ganzer inhalt war die stete wiederholung des appells an den lokalpatriotismus (leipziiiiiig!!!), das einschwören auf die gemeinsame identität (antifa! antifa!) und das gemeinsame feindbild (scheissnaziiiiis!!!) … wow, ich bin echt geflasht, da half auch der interventionsböller, der zwischendurch aus der passage flog, nichts. der lauti war immun, nur nicht gegen das gespringe der cds. aber solche technischen unzulänglichkeiten kann man schon mal erwarten …
wenn ich ein kleinlicher linker wäre tät‘ ich jetzt noch bemängeln dass leute wie congo natty gespielt wurden, der es mit liedern wie solchen zu ruhm und ehre in der szene gebracht hat. tu ich aber nicht, nö. schliesslich war die musikauswahl für eine antifademo dann doch geradezu rockig. kaum solch szene-elektroscheiss, nur eben dieser mensch am mikro, der einfach nicht mitbekam wofür er hier grad gebookt wurde. der allerdings dafür sorgte, dass die redebeiträge danach wirkten wie die beastie boys feat. gegenstandpunkt von jive bunny & the mastermixers.

oder aber das war alles nur dieser ominöse hedonismus. na der hat’s den nazis mal wieder ordentlich gezeigt!

würze

Und zum Schluß würzen wir die Fertigmischung „Kühe, Schweine, Ostdeutschland“ noch mit ein paar bitteren Zitaten aus der größten „Wir trauern um Michelle“-Gruppe bei studiVZ:

na macht halt. aber dann zitiere ich auch mal aus eurer kommentarspalte (die moderiert wird):

Natürlich sind wir für härtere Strafen für Pädophile, oder besser, die vorhandenen gesetzlichen Möglichkeiten sollten besser ausgeschöpft werden! (besondere Schwere der Schuld).
Leider ist es nun mal so, dass sich Pädophile schwer oder gar nicht therapieren lassen, darum sollten sie auch für immer weggesperrt werden!

„pedophile is the new gay“ und schlimmeres … jetzt auch bei leipzig.noblogs.org. kotzen.

ps: der gleiche schrott hier.

reudnitzer montagsdemos

die lvz geht tatsächlich leicht in die offensive, nachdem sie anfangs die „naziproblematik“ im fall der „KLEINEN MICHELLE™“ (gelblog) totschwieg … aber geht ja nun auch kaum anders. neben einer „Kritik an Instrumentalisierung des Falls Michelle“ gibt es nun auch eine fotoserie, u.a. unter dem titel: „Demonstranten und Neonazis wollen härtere Strafen für Kinderschänder“. und zu guter letzt ist auch timo tasche schon gesichtet worden. na denn …

nachtrag: zur demo gestern etwas bei indymedia und bei leipzig.noblogs.org (inkl. einer guten übersicht der ereignisse)

2. nachtrag: text von jule aufgetaucht

mjammi jammi (vegan)

leipziger ansichten

die flohbude berichtet über die „reudnitzer montagsdemo“:

Welch skurriler Anblick: Zwischen Transparenten mit der Aufschrift “Nationaler Sozialismus, jetzt!” laufen Nachbarn, Supermarktmitarbeiter, ältere Leute. Ist ihnen Wohl bei der ganzen Sache? Wissen sie, wer vor und hinter ihnen läuft, mit wem sie sich in diesen zwei Stunden gemein machen? Ich mag nicht darüber urteilen, denn ein Befragen ist angesichts der Menge an Aufpassern zu riskant. Selbst die Kamerateams bekommen ein bis zwei “Ordner” an die Seite gestellt. Eines aber wird deutlich: Das rechte Spektrum hat ein unglaublich hohes Mobilisierungspotenzial. Zieht man die 200 unpolitischen Mitmarschierer ab, bleiben immer noch um die 900 Leute übrig. Reudnitz zeigt Flagge.

900??? naja, sicher ein zahlendreher1. im kern allerdings fakt, auch wenn gewisse leipziger linke sich so etwas der „sozialen emanzipation“ zuliebe gern zurechtlügen. wenn es allerings an die erklärung der reudnitzer verhältnisse geht, weiss auch die flohbude den schwarzen peter nur der rechten szene zuzuschieben:

Man hat es hier nicht mehr mit einer marodierenden Bande Halbstarker zu tun, die autark und ohne Akzeptanz agieren können. Die Köpfe der Bewegung können sich auf eine breite Basis stützen. Sie sind in die Wohnstuben derer eingesickert, deren Selbstbild das des Verlierers ist, der sich aber trotz aller Benachteiligungen ein ordentliches Maß an Kampfgeist und Widerspruchsrecht bewahrt.

irrtum flohbude. für dich ist „die rechte ideologie“ mit allem was dazugehört nur ein ein böses phänomen, welches in die wohnstuben der *eigentlich* guten bürger/innen „einsickert“. dass die fascho-angriffe des letzten jahres sowie die omnipräsenz vermeintlich rechter jugendlicher und faschohools aus eben diesen wohnzimmern mit ihren weltbildern erst resultiert, darauf kommst du scheinbar nicht. aber du hast ja vielleicht die lösung:

Vielleicht sollte die Stadt selber eine Kundgebung initiieren und dazu ausdrücklich die Reudnitzer einladen. Kommen sie: Gut so! Derart lässt sich nachhaltig Solidarität demonstrieren und die Egal-Einstellung im Ansatz aushebeln. Verweigern sie sich: Auch ok! So gräbt man Rechts schrittweise das Wasser ab, denn von nun an muss man sich keine Unbeteiligtheit mehr vorwerfen lassen.

ok, über’s wasser abgraben reden wir mal lieber nicht. zumal du es ansatzweise selbst erkennst:

Doch dafür sehe ich leider schwarz: Jung schien in der letzten Woche der Erhalt der Computerspielemesse wichtiger zu sein, als die Präsenz vor Ort in schwierigen Zeiten. Ein schwerer politischer Fehler.

allerdings wieder irrtum, kein fehler. nur konsequente politik für den standort „leuchtturm“. für die bürger.

Die Stadt und auch das Linke Spektrum haben die causa Michelle kampflos den Freien Kräften überlassen. Das laute Beschweren über die politische Instrumentalisierung wirkt so lächerlich wie das Zetern des Zuspätgekommenen am leeren Bahnsteig.

damit schiesst du den vogel allerdings ab. das beschweren über die instrumentalisierung wirkt lächerlich, WEIL man selbst nicht instrumentalisiert hätte?! HAHAHAAAA…
(einen kläglichen und peinlichen versuch linker (gegen)instrumentalisierung gab es ja)

  1. siehe lvz, die nach anfänglichem schweigen dann doch berichtete [zurück]

update

mädchen gefunden. diverse mobs ziehen „todesstrafe für kinderschänder!“ skandierend durch reudnitz/stötteritz (eine grössere spontandemo soll’s gegeben haben). atari geht’s (noch?) gut. EDIT: http://leipzig.noblogs.org/post/2008/08/21/nach-auffinden-eines-toten-kindes

critical mass oder unkritische masse

ganz toll hafermilch! da habt ihr in den themen „antirassismus freiräume ökologie“ ja wieder voll was gerissen.

klarstellung von hartmut krauss

hahahaaa! (zitieren spar ich mir mal, weiss gar nicht was ich zuerst nehmen sollte)

grösstenteils ostzonige kackrhetorik

Dann trat die empörte Zivilgesellschaft in Form einer Bürgerinitiative auf den Plan, hängte bunte Wimpel gegen braune Köpfe und ganze Stadtteile wurden plötzlich weltoffen und tolerant halluziniert. So, alles wieder in bester Ordnung, Problem erledigt und Reudnitz rückt wieder aus dem öffentlichen Interesse. Welch ein Glück, man hatte kollektiv böse geträumt, konnte sich nun mit gutem Gewissen in das patriotische Jubelfahnenmeer zur EM stürzen und zeigen, wer die guten Deutschen sind. Der Reudnitzer Bürger stellte sich zum nationalen Großereignis dann doch nicht „nur“ „SCHLAAAAND“ rufend, sonder auch mal mit hoch gestrecktem Arm und „Sieg Heil“ brüllend auf die Straße. Alter, Reudnitz ist einfach mal nicht bunt sondern ein größtenteils ostzoniger Kackhaufen und die benannten zehneinhalb Knallchargen sind nur der Böller darin.

und siehe da, sie wollen ja selbst gar nicht für die emanzipation (insider) zuständig sein:

Und wenn wir schon nicht die Lösung sind… […] … dann sind wir das wenigstens laut.

… wie eben auch 95% der reudnitzer nicht (double-insider).

postvulgärantideutsch

oder „wo steht der cee ieh *eigentlich*?“: jaegerzaun vs. dünnes eis. (knes ist vielleicht ein nettes beispiel eines postvulgärantideutschen antifa … zumal scheinbar sehr wichtig )

mist, vergessen domain zu sichern!

lustich … noch! (foddo)

mal wieder was zum thema „the new homosexual“

ganymed berichtet über eine (exemplarische) pädophilophobe hetzkampagne.

rational – irrational – allegoral

Der Kapitalismus ist irrational, aber im Inneren rational. Das rationale Irrationale. Instrumentelle Vernunft ist das wesentliche dafür, das nicht-reflektieren auf den Zweck, sondern nur auf die Mittel

huckabuck meint’s ernst!

antifa 2008

Sex im Schlafraum, nächtliche Pöbeleien im Schlafraum, Ruhestörer, geile Electro-Partys, richtig schöne Antifagirls^^, schwule Antifas, lesbische Antifas, große Bücher- und Zeitschriftenauswahl mit sagenhaften Prozenten, geile Vorträge, geile Stimmung und ganz viele Kontakte aus dem Bundesgebiet. Das lässt jedes Antifaherz höher schlagen. ;)

Wie oben erwähnt habe ich mir eine schlimme Erkältung zugezogen; die Verzichtsideologie hat sich von seiner besten Seite gezeigt ( es gab Fleischverbot auf dem Gelände des AZ und veganes Essen); gesund war das nicht und Abwehrkräfte lassen dann auch mal nach.

schlicht antifa.

leider leider

… verpasst:

sack reis in china umgekippt

sack reis umgekippt“ meint die frankfurter rundschau (via/mehr)

neues von der (anti-)antispe-front

die kongressveranstalter/innen haben es sich nicht nehmen lassen auf den text des ak gibraltar zu antworten und das ganze gleich in einem extra blog: http://dasrotepferd.blog.de/. auch antworten sie auf die dümmlichen kritikversuche des antisp(e)e versenken-“bündnisses“, welches wiederum nicht nach stehen will. immerhin letztere sollte man nicht ernst nehmen, die „dokumentieren“ ja jetzt schon e-mails und kommentieren auf blogs wie diesem.
das ganze ist allerdings auch ein eigentor für die antispes, die u.a. solches vom stapel lassen:

Der AK schreibt: „Wer kann wissen ob das eine Huhn in der Legebatterie nicht ganz anders empfindet als das andere Huhn.“ Dieser Standpunkt ist eine zynische Absage an linke Solidarität. Zugespitzt und analog zu anderen Herrschaftsmechanismen hieße das, „wer weiß, ob sich nicht der ein oder andere Schwarze in der Sklaverei ganz wohl gefühlt hat“ oder auch „vielleicht gibt es ja auch Frauen, die sich mit Freude ihrem Gatten unterordnen.“

wie so oft nur zugespitzt natürlich! denn wir wissen ja:

Antispeziesist_innen geht es also nicht darum Menschen und Tiere gleich zu setzen.

ach ja: gleich geht’s antispe-raver glotzen, wie sie sich breuninger und subways vornehmen …

„scheißetüp“ und die …

… „deutsche islampolitik