Archiv für April 2009

zahlen und fakten

mogis zur „Polizeilichen Kriminalstatistik zu Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung“ (related)

„Was ein Werkzeug ist kannst du bei Wikipedia nachschauen.“

Ich habe die nächsten Tage keine Zeit für die Diskussion und ehrlich gesagt auch keine rechte Lust mehr darauf, weil wir uns da nicht einigen werden und neue Sachen auch nicht kommen. Ich halte es inzwischen für Zeitverschwendung.Was ein Werkzeug ist kannst du bei Wikipedia nachschauen.

… meint jinnah gerade jetzt zu willi, wo ich endlich die meditative funktion (nicht zweck!) ihrer werkzeugdiskussion erkannt hab. hier eine wirklich klitzekleine kostprobe:

Eine verdinglichte Funktion gibt es aber nicht, auch wenn du das gern so hättest. Du selbst (und ich habe dir ja da zugestimmt und mich korrigiert) sagst: Funktion gibt es nur im Verhältnis zu einem Zweck. Dann kann sie aber auch nicht verdinglicht sein, ganz einfacher Schluss. Nochmal: Warum sagt man der Hammer fungiert als Flaschenöffner, bezeichnet also das Werkzeug, mit dem man die Flasche öffnet nach einem anderen Zweck? Antwort: Weil der Hammer Ergebnis der Anpassung des Objektes an den Zweck Hämmern ist. Der Hammer verfügt also über physikalische Eigenschaften, die für den Zweck hämmern hergestellt worden sind. Mit diesem Zweck wird er dann bezeichnet und jeder, der das Ding sieht und es als Hammer vorgestellt bekommt, sieht beurteilt seine Eigenschaften als Funktionalitäten für diesen Zweck. Das liegt aber nicht daran, dass die Eigenschaften ihm den Zweck Hammer aufzwingen, oder Funktionen am Objekt verdinglicht wären, sondern genau umgekehrt setzt die Bezeichnung nach dem Zweck die zweckmäßige Beurteilung und die Identifikation von Eigenschaften mit Funktionen für den Zweck in Gang. Du stellst dieses Verhältnis auf den Kopf, indem du behauptest da hätten sich Funktionen verdinglicht. Es bleiben als Eigenschaften des Dings platte natürliche, stoffliche Eigenschaften, deren Funktionalität od. Charakter als Funktion Sache des sie beurteilenden Zwecks ist.
Übrigens hast du als Konsequenz aus dem Telos einen eigenwilligen Werkzeugbegriff. Der ist dann nämlich nicht mehr, dass es sich bei so einem Ding um ein praktisches Hilfsmittel für einen Zweck handelt (was sollte ein Werkzeug sonst sein), sondern ein Werkzeug für dich ein Mittel des bei seiner Herstellung intendierten Zwecks. Eine Folgerung daraus ist, dass wenn man z.B. mit einem Hammer eine Bierflasche öffnet, man diesen nicht als Werkzeug einsetzt. Der Begriff ist also untauglich das zu beschreiben, was ein Werkzeug ist, Hilfsmittel die Umgebung an Zwecke anzupassen.
In Ergänzung zu den obigen Ausführungen kann man noch festhalten, dass wenn man eine Sache als Werkzeug vorgestellt bekommt (oder kennt) man auch nach Zwecken sucht, für die die Eigenschaften des Dings Funktionen sein könnten. Wenn es in einem Land keine Schlitzschrauben gibt, dann können die Leute das Werkzeug (Schraubendreher), das an ihrem Schweizer Messer dran ist nicht erklären, als Werkzeug wissen sie es aber und dann kommt es eben auf die Zwecke an, zu dem sie das Ding ins Verhältnis setzen (dann kann man es auch für einen Schlüssel f. Kinder- und Tiersicherungen an Türen halten, oder man macht damit Saatlöcher f. Samen). Der Schraubendreher ist eben nichts weiter als ein Objekt mit ein paar Eigenschaften und mit seiner Wahrnehmung als Werkzeug fühlt man sich aufgefordert ihn zu einem Zweck ins Verhältnis zu setzen. Der Zweck, der es als seine Funktion braucht, für den ist es Werkzeug.

zu lesen gibt es dieses mindestens 200mal so lange werkzeugliche zwiegespräch spätestens ab hier bis ende. (die gesamte diskussion (ursprünglich zum feminismus) dürfte mit (bis jetzt) 464 kommentaren im übrigen blogsport-rekord sein. kann man ja ruhig auch mal mal erwähnen.)

videobombing ftw!

und emplastro for president!

arbeitskampf kreativ

der erste bundesweite scheiss-streik

it works and works …

sie sind wieder da, zum 1. mai, unsere rechtsstaat-fans vom bündnis ladenschluss und ihrem teil „repression“ der itworks-sterndemo. wieder einmal haben sie sich themen auf die fahnen geschrieben, für die man den diesen staat ganz ordentlich kritisieren könnte. themen, die klar machen, dass der rechtsstaat doch unsere sache nicht sein kann. so beginnt der aufruftext dann auch mit allerlei negativen konstatierungen, die einen fast zum/zur kritiker_in des staates machen könnten, um schlussendlich auf den punkt zu kommen:

Letztlich steht aber nicht nur die Perspektive für linke emanzipatorische Lebensentwürfe auf dem Spiel, sondern die Grundlage
des bürgerlichen Rechtsstaates. Dies muß noch viel mehr öffentlich diskutiert werden!

sollte es tatsächlich, aber da werden die bullen was dagegen haben. normalerweise nämlich sollten sich kritische menschen einer solchen demo für den rechtsstaat nur mit diversen wurfgeschossen nähern. na warten wir’s mal ab …

aber auch der aufruf der hauptdemonstration „arbeit“ hat (nur als spitze des eisbergs) wunderbares zu bieten:

Wir erheben den Anspruch auf Hedonismus- auf Freude, Lust, Genuss und ein selbstbestimmtes Leben in Freiheit für alle Menschen!
Hedonismus ist nicht der Motor einer dumpfen, materialistischen Spaßgesellschaft sondern die Chance zur Überwindung der Bestehenden Zwänge.

von soviel popmoderner und inhaltsleerer phrasendrescherei bleibt mir im moment einfach noch die spucke weg.

ps: als kleine einstimmung ziehen die reformistischen studis und bildungsidealisten der protesttage am mittwoch vor das bundesverfassungsgericht. unter der wärmenden vormittagssonne student_innen beim sich nass machen angucken – da bin ich doch dabei!

infoprogramm zum gieszerfestival 2009

… ist hier zu finden.

erstes opfer der internetzensur

bei der titanic heisst es jetzt schon „stopp!

liste der zensurprovider

http://zensurprovider.de/

gaaaaaaaaanz schlimm!

„Die Besatzung des vor Somalia entführten US-Frachters hat die Piraten überwältigt und ihr Schiff wieder unter Kontrolle. Doch die neuen Methoden der Seeräuber sind alarmierend: Sie schlagen gezielt in Gewässern zu, in denen keine Kriegsschiffe patrouillieren.“ (spiegel online)

zum „freiheits- und einheitsdenkmal“ in leipzig

zum „freiheits- und einheitsdenkmal“ in leipzig eröffnet heute eine ausstellung und eine website.

π

vor 3 jahren das erste mal den „pi day“ verpasst, stiess ich nun wieder zu spät drauf.
doch ich wurde entschädigt, mit dem grossartigen pi-song:

runde sache das! (und live ebenfalls ganz gross)

ps: arschlecken ;)

hahahaaaaaaaaaa!

STUDENTEN! aber echt!

was zum pöbeln oder einschlafen

wrackts ab rockers – krise und kritik des kapitalismus im atari

na endlich!

rainer von vielen am 25sten auf dem gieszerfestival!

„do it youself“ – gegen die männerquote?!

„Mit dem Projekt “do it herself” sollen Mädchen/Frauen/Transmenschen gezielt in die Sub- und soziokulturellen Strukturen des Leipziger Veranstaltungsbetriebes hinein gebracht werden. Wir wollen die Teilnehmerinnen des Projektes fit machen in DJ_ING : CD / VINYL , VJ_ING , TON-und LICHTTECHNIK sowie BOOKING und RAUMGESTALTUNG .“
(doitherself.supergiro.de)

die mauer muss weg

so(nntag)

endlich bloguhr umgestellt. und unendlich sätze im kopf wie: „aber immerhin musst du ja damit klarkommen“

sozialreport der stadt leipzig 2008 draussen

und hier ist der sozialreport als pdf zu erhalten.

„Draußen geht die Welt unter und in Berlin treffen sich die belanglosen Labertaschen zum gemeinsamen Synchron-Twitter-Wichsen mit eigener Flickr-Group?“

fefe zur re:publica

:O

olifani wech?!