it works and works …

sie sind wieder da, zum 1. mai, unsere rechtsstaat-fans vom bündnis ladenschluss und ihrem teil „repression“ der itworks-sterndemo. wieder einmal haben sie sich themen auf die fahnen geschrieben, für die man den diesen staat ganz ordentlich kritisieren könnte. themen, die klar machen, dass der rechtsstaat doch unsere sache nicht sein kann. so beginnt der aufruftext dann auch mit allerlei negativen konstatierungen, die einen fast zum/zur kritiker_in des staates machen könnten, um schlussendlich auf den punkt zu kommen:

Letztlich steht aber nicht nur die Perspektive für linke emanzipatorische Lebensentwürfe auf dem Spiel, sondern die Grundlage
des bürgerlichen Rechtsstaates. Dies muß noch viel mehr öffentlich diskutiert werden!

sollte es tatsächlich, aber da werden die bullen was dagegen haben. normalerweise nämlich sollten sich kritische menschen einer solchen demo für den rechtsstaat nur mit diversen wurfgeschossen nähern. na warten wir’s mal ab …

aber auch der aufruf der hauptdemonstration „arbeit“ hat (nur als spitze des eisbergs) wunderbares zu bieten:

Wir erheben den Anspruch auf Hedonismus- auf Freude, Lust, Genuss und ein selbstbestimmtes Leben in Freiheit für alle Menschen!
Hedonismus ist nicht der Motor einer dumpfen, materialistischen Spaßgesellschaft sondern die Chance zur Überwindung der Bestehenden Zwänge.

von soviel popmoderner und inhaltsleerer phrasendrescherei bleibt mir im moment einfach noch die spucke weg.

ps: als kleine einstimmung ziehen die reformistischen studis und bildungsidealisten der protesttage am mittwoch vor das bundesverfassungsgericht. unter der wärmenden vormittagssonne student_innen beim sich nass machen angucken – da bin ich doch dabei!


24 Antworten auf “it works and works …”


  1. Gravatar Icon 1 motzi 27. April 2009 um 18:49 Uhr

    hahaha, ich auch wenn ich frei krieg!

  2. Gravatar Icon 2 isntitfunny? 28. April 2009 um 12:58 Uhr

    bla bla tee. angesichts deiner etwas inhaltslosen kritik bleibt mir echt die spucke weg. schade!

  3. Gravatar Icon 3 tee 28. April 2009 um 13:05 Uhr

    kritik? und worum denn schade?

  4. Gravatar Icon 4 Sylvia 29. April 2009 um 11:53 Uhr

    Ich glaube isntitfunny meinte Ironie, ist aber auch ein schweres Wort oder?!
    Hedonismus ist doch was schönes, wenn man genug Geld vom bösen Rechtsstaat hat, um Ihn wirklich genießen, ähh anstrengend erleben zu können… :-?

  5. Gravatar Icon 5 isntitfunny? 29. April 2009 um 12:00 Uhr

    nee du schlauesylviii ich meine KRITIK. aber ach so es sollte keine kritik sein. aha. na und schade weil ich mag dich T, aber dass du immer auf alles schiesst was sich nur bewegt, nervt. aber ach nein, so war es ja gar nicht diesmal. aha.

  6. Gravatar Icon 6 tee 29. April 2009 um 14:35 Uhr

    genau.

  7. Gravatar Icon 7 tee 29. April 2009 um 14:48 Uhr

    ps: schiessen ist einfach das mindeste, was ich tun wollte (und es bewegt sich weitaus mehr!). dass ich zu ausführlicher kritik kein/e zeit/musse/vermögen hab, ist halt so. find dich mit ab oder fang halt eine diskussion an bzw. kritisier selbst. bin doch hier kein dienstleister für irgendwelche KRITIK.
    und syvia: genug geld bekommt vom rechtsstaat keine_r.

  8. Gravatar Icon 8 tee 29. April 2009 um 14:50 Uhr

    pps: zuerst las ich ja „scheissen“. schade eigentlich, hätte besser gepasst …

  9. Gravatar Icon 9 isntitfunny 29. April 2009 um 16:18 Uhr

    aber nein du solltest doch diesmal gar nicht kritisieren, nie im leben würde ich dich als dienstleister betrachten liebes T. is das denn alles soooo schwer zu verstehen? manchmal wäre es einfach fein, einfach mal über kleine unstimmigkeiten hinwegzusehen und sich daran zu ergötzen, dass andere zeit, muse und vermöööögen haben, dinge zu kritisieren. was mich annervt ist diese klugscheisserei, die manche immer raushängen lassen müssen. sowas wie „ironie ist ein zu schwieriges wort“. mannomann. wie dämlich borniert das ist.

  10. Gravatar Icon 10 skp 29. April 2009 um 20:38 Uhr

    die gute sylvia betreibt werbung für eine immobilienseite. dafür kommentiert sie fleißig mit blödsinn.

  11. Gravatar Icon 11 tee 29. April 2009 um 22:41 Uhr

    manchmal wäre es einfach fein, einfach mal über kleine unstimmigkeiten hinwegzusehen

    die pro und ich kontra rechtsstaat nennst du eine kleine unstimmigkeit?

    und sich daran zu ergötzen, dass andere zeit, muse und vermöööögen haben, dinge zu kritisieren.

    jeder arsch kritisiert irgendwas (so wie die). warum sollte ich mich denn daran ergötzen?

    skp: altes recherche-ass!

  12. Gravatar Icon 12 isntitfunny? 30. April 2009 um 9:05 Uhr

    wie meinstn das mit „ich kontra rechtsstaat“? bist du pro unrechtsstaat? krasse scheisse, das wirft ein ganz anderes licht auf dich.

  13. Gravatar Icon 13 tee 30. April 2009 um 9:31 Uhr

    aus der ablehnung einer sache folgt ja nicht die parteinahme für ihr (vermeintliches) gegenteil. und jetzt hör auf mich zu veräppeln, sonst geh ich wieder ganz in den schatten.

  14. Gravatar Icon 14 tee 02. Mai 2009 um 2:26 Uhr

    redebeitrag der ag.doc

    auf der repressionsdemo forderte einer vom anti-nato-bündnis den „ordentlichen demonstranten“ ein bzw. beschwörte ihn. ein anderer beitrag zählte minutenlang die verfehlungen von polizist_innen auf und bejammerte das undemokratische verhalten der staatlichen kräfte. ihrem aufruftext treubleibend die wohl demokrati(eidealisti)schste demo der drei heute.

    immerhin einen guten redebeitrag gab es denn noch als allerletzten zum thema (lohn)arbeit(sfetisch) und kapitalismus, auch wenn die anderen (bsp. freiräume und aktueller studiprotest) auf der hauptdemo jetzt nicht sooo schrecklich waren wie die auf der ladenschluss-demo ;)

    ps: die dauerfahnenwedelnden deppen haben wohl die argumente nicht ganz kapiert. auf einer demo gegen rassimus mit der flagge eines rassistischen staates (welcher staat ist das auch nicht?!) rumzulaufen ist einfach mal völlig fehl am platze. die kamen sich aber immerhin besonders cool vor und ihr identitärer hunger dürfte wieder für ein paar wochen gestillt sein.

  15. Gravatar Icon 15 hank 03. Mai 2009 um 23:22 Uhr

    bommbommtschick tschtschiggtschiggtschigg

  16. Gravatar Icon 16 dok 05. Mai 2009 um 18:20 Uhr

    entschuldige die frage, was hältst du von diesem zitat ?
    „Mit einiger Berechtigung ließe sich die Position vertreten, dass die Veränderung der Gesellschaft nicht in Begriffen des Tuns gedacht werden sollte, sondern in Begriffen des Nicht-Tuns, der Faulheit, der Verweigerung der Arbeit, des Vergnügens. „Lasst uns faul in allen Sachen/Nur nicht faul zu Lieb‘ und Wein/Nur nicht faul zur Faulheit sein“, mit diesem Zitat beginnt Lafargues Klassiker „Das Recht auf Faulheit“ (1999, S. 3 [1991: 10]), und weist darauf hin, dass nichts weniger mit kapitalistischer Ausbeutung vereinbar ist als die von Lessing befürwortete Faulheit. In der kapitalistischen Gesellschaft setzt Faulheit jedoch die Weigerung zu tun voraus, wird sie zu einem aktiven Eintreten für eine alternative Praxis. In dem Sinne wie wir es hier verstehen, ist Tun beides: Faulheit und die Suche nach Vergnügen. Beides sind in großem Maße negative Praktiken in einer Gesellschaft, die auf deren Negation gegründet ist. In einer Welt, die auf der Verwandlung des Tuns in Arbeit basiert, kann die Weigerung zu tun als wirksame Widerstandsform angesehen werden.“

    wie fandest du eigentlich den „repressive diskurse:wurzen“-redebeitrag und die collage, die auf der repressionsdemo lief?

    lese deinen blo sehr interessiert,
    grüße

  17. Gravatar Icon 17 tee 05. Mai 2009 um 18:56 Uhr

    ist entschuldigt.

    ich denke das mit der faulheit ist heutzutage auch nur so eine popfloskel, die dann oft falsch verstanden wird. wird faulheit übersetzt in die weigerung zu lohnarbeiten* („sich ausbeuten zu lassen“) mag sie ein ansatz sein. streik ist schliesslich der erste notwendige schritt zur abschaffung der lohnarbeit. der weitere ist allerdings wieder arbeit, nur eben nicht für einen abstrakten lohn, sondern möglichst für die eigenen/gesellschaftlichen bedürfnisse. das ist noch viel weniger „mit kapitalistischer ausbeutung vereinbar“ als einfach nur faul zu sein. von faulheit werde ich einfach nicht satt. ausserdem ändert nichtstun nichts an den verhältnissen, es friert sie nur temporär ein.

    aber das ist das gleiche wie mit dem vergnügen, hatten wir ja im hauptaufruf als hedonismus. beides bildet ohne ordentliche gesellschaftskritische basis nicht wirklich perspektiven und den (post)modernen faulen und hedonisten geht es wirklich nur um rumhängen und feiern, schau ich mir deren (politische) praxis mal an (agitation u.ä. zähle ich da drunter). zugegeben, es gab auch vernünftige inhalte auf der (haupt)demo, aber die kamen sicher nicht von denen, die den hedonismus-absatz im aufruf haben wollten. *vermut*

    andererseits hat auch die faulheit im kapitalismus ihre daseinsberechtigung und dient der reproduktion der arbeitskraft. so gehen die hedonisten dann am wochenende schön feiern oder die faulen liegen zuhause rum, nur um am montag gut erholt wieder zur lohnarbeit erscheinen.

    *was aber eine fälschliche übersetzung ist, die der begriff nicht hergibt. faulheit ist doch keine weigerung, auch wenn lafargue das so sah.

    ps: lafargues das recht auf faulheit online. bin aber zu faul zum lesen ;)

  18. Gravatar Icon 18 tee 05. Mai 2009 um 19:23 Uhr

    ach ja, die komische collage über bullenverfehlungen. fand ich ganz schlecht. oder war das wurzen? na auch egal …

    es wurden, wenn ich mich recht erinnere, massig beispiele für polizeiübergriffe und -repression genannt und selbige skandalisiert. gehört sich ja nicht für einen rechtsstaat sowas. da war sogar die rede von einem völlig undemokratischen verhalten. ja, gibt’s denn sowas?! es war schlicht demokratieidealismus erster güte, als ob die polizei im demokratischen rechtsstaat dazu da wäre unsere meinungsfreiheit zu garantieren. (no meinungsfreiheitsidealismus)
    polizei ist IMMER repressiv/gewalttätig, sie ist schliesslich die exikutive staatsgewalt. da kann man sich doch nun wahrlich nicht aufregen drüber.

  19. Gravatar Icon 19 Anonymous 05. Mai 2009 um 22:05 Uhr

    falsch falsch falsch, vergessen.

  20. Gravatar Icon 20 Hank 05. Mai 2009 um 22:06 Uhr

    „polizei ist IMMER repressiv/gewalttätig“

    du spinnst ja. wenn polizisten einen Hund einfangen der sich auf der Autobahn verirrt hat, oder wenn sie eine Straße absperren, weil Dachziegel vom Dach fallen find ich das ganz nett. Manchmal zeigen sie auch Omis den Weg zur Bank oder crusen einfach mit nem T4 über die Landstraße um verirrte Schülerinnen nach Hause zu bringen.

  21. Gravatar Icon 21 tee 05. Mai 2009 um 22:37 Uhr

    komisch, wenn ich polizisten sehe trau ich mich so viele sachen nicht mehr. ich seh die uniformen, knarren, schlagstöcke, handschellen und fühle mich irgendwie nicht nett behandelt. diese ständige drohung mit physischer gewalt (denn die dürfen das!) IST repressiv und durchaus als (psychische) gewalt zu erachten. genauso macht es der staat nunmal – er baut eine derartige drohkulisse auf, dass sich potentielle zuwiderhandler gar nichts mehr trauen. und das soll friedlich sein?!

    ich setze da ja eher auf die feuerwehr – die haben nur tolle grosse spritzschläuche und holen mit ihren leitern meine miezen von den bäumen!

  22. Gravatar Icon 22 hank 06. Mai 2009 um 1:17 Uhr

    die omas tee, die omas! denkt doch nur ein mal an die omas.

    Das du dich was nicht traust wenn du Polizisten siehst liegt eher an dir. Scheinbar hast du ein schlechtes Gewissen. Du weißt schon, das spielt sich alles nur in deinem Kopf ab.
    Aber recht hast du trotzdem schon ein Stück.

  23. Gravatar Icon 23 tee 10. Mai 2009 um 2:34 Uhr

    hier nochmal der beitrag „repressive diskurse am beipiel wurzen“ zum anhören.

  24. Gravatar Icon 24 tee 11. Mai 2009 um 0:35 Uhr

    hier der redebeitrag des casablanca als pdf.

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