Archiv für Juli 2009

berufswitz der woche

Zwei Hautärzte unterhalten sich. Sagt der eine: „Dieser Aspekt ist mir Ekzem wichtig!“ Erwidert der andere: „Ja, der hat bei mir auch den Ausschlag gegeben.“ (aus‘m titanic-newsticker)

späte irrtumsklärung

„Die „fiktive“ Kirchensteuer: Bis zum Jahr 2004 wurde bei allen, auch den konfessionslosen Beziehern von Arbeitslosengeld, Arbeitslosenhilfe, des Vorruhestands- und Unterhaltsgeldes sowie des Kurzarbeiter- und Schlechtwettergeldes ein Abschlag in Höhe der „fiktiv“ anfallenden Kirchensteuer vom Arbeitslosengeld vorgenommen; der Betrag kam den Kirchen nicht zugute.“ (wikipedia)

„das wird euch jetzt sicher genauso schockieren wie mich:“

dodo vom mädchenblog: „ich bin katholisch„!

ist ja auch der 23ste

da kann man schon mal was doof finden: herr jensen facebook und lysis das bka.

zur global space odyssey 2

zum aktuellen stand der gso und gieszer 16 (gerüchte, die stadt wäre vom verkauf zurückgetreten, sollten erstmal belegt werden)

berufswitz der woche

„Treffen sich zwei Tischler, sagt der eine: „Halt die Fräse!“ Meint der andere: „Ich hab‘ doch gar nichts gesägt!“" (aus‘m titanic-newsticker)

nicht wählen ist auch nicht verkehrt

mal wieder ist eine blöde promi-wahlkampagne gestartet. aber ungültig (oder nicht)wählen wie die oder die ist entgegen landläufiger meinungen doch nicht so ganz verkehrt ;)

ösophagogastroduodenoskopie die 2te

dank angedachter polypendoskopie gab es doch eine (von der kasse bezahlte) vollnarkose (und somit einen für mich doch bemerkenswerten rausch hinterher (jaja, kackbratze)), wodurch ich aber leider nicht wieder zugucken konnte. als kleiner befundfetischist muss ich an dieser stelle einfach mal zitieren:

Prämedikation: 16 ml Disoprivan 1% fraktioniert i.v.;
Videoendoskop: Pentax EG-29** Serie; Videodokumentation; Pulsoxymetrie;

Der vorbeschriebene Polyp im Ösophagus (30 cm ab Zahnreihe, Hinterwand) ist nicht mehr darstellbar, die Ösophagitis komplett abgeheilt. Im Magen regelrechtes Faltenrelief, das sich nach Luftinsufflation abflacht. Glatte, glänzende, blaßrosa Schleimheit. Zirkulär durchschnürende Peristaltik. Glatte Passage in den Bulbus und das postbulbäre Duodenum, die keine pathologischen Veränderungen aufweisen.

Keine Biopsie. ph des Magensaftes 3;

sprich: angeblich alles wieder relativ paletti da drin (der blöde reflux ist freilich noch da, aber massnahmen sind eingeleitet). na mal sehen wann es sich auch wieder so anfühlt!

so, jetzt bin ich wieder nüchtern. :(

ps: „Therapieempfehlung: Kontrolle in 3-5 Jahren“ – solange wohl omep (ftw!).

squeeze

„dpkg: Warnung: altes pre-removal-Skript gab den Fehlerwert 2 zurück
dpkg – probiere stattdessen Skript aus dem neuen Paket …
dpkg: … sieht so aus, als hätte das geklappt.“ – na puh!

*haben will*

usb-kettensäge – kann man immer mal gebrauchen!

sfb

sex, drugs & rock ‚n roll (alles vom judgement night- soundtrack)

realsatire auf blogsport die xte

Die Beschimpfung einer Person mit „Arschloch“ ist also auf mindestens einer Ebene eine verdeckte Penetrationsdrohung.

Keine Nazis. Nirgends. – Rechte Umtriebe beim Wave-Gotik-Treffen

unser regionaler antifa-/antidiskriminierungs-nachrichtendienst chronik.le berichtet von einer vermeintlichenns-symbolik auf wgt-ticket“ und der wenig vorhandenen diskussions- und reflexionsbereitschaft der „schwarzen szene“ darum. der vollständigkeit halber dokumentiere ich hier mal einen artikel des aktuellen feierabend! (#33) zum thema wgt und nazis:


Keine Nazis. Nirgends.

Rechte Umtriebe beim Wave-Gotik-Treffen

Das alljährlich zu Pfingsten stattfindende Wave-Gotik-Treffen ist ein gutes Geschäft für die Stadt Leipzig. Dass das Festival nicht nur ein Anlaufpunkt für jährlich etwa 20.000 „Schwarze“, sondern auch für Neonazis ist und immer wieder einschlägige Bands im Programm auftauchen, wird deswegen gern übersehen. So werden dieses Jahr neben Camerata Mediolanense1 und der rechtsoffenen Black-Metal-Band Dies Ater2 auch Fire & Ice auftreten, deren Frontmann Ian Read lange Zeit in der britischen Neonazi-Szene aktiv war.
Read war – zusammen mit Tony Wakefrod und Gary Smith – Gründungsmitglied der Band Sol Invictus. Wakeford (der zuvor bei der ebenfalls rechtslastigen Band Death In June mitgewirkt hatte) war zu dieser Zeit Mitglied der National Front, Smith spielte Bass bei der Naziskin-Band No Remorse und war Mitglied von Combat 18, dem terroristischen Arm des Nazinetzwerkes Blood & Honour3. Read und Smith waren nicht nur Bandkollegen, sondern wohnten einige Zeit auch zusammen. Und Read war kein bloßer Mitläufer: 1990 wurde er bei einer Konferenz in London gesichtet, bei der sich diverse Größen der rechten Szene trafen – er leitete bei diesem Event den Sicherheitsdienst4.
Neben solchen Aktivitäten in der Neonazi-Szene war Read auch in verschiedenen satanistischen und heidnischen Gruppen aktiv. Auch wenn er sich mittlerweile eher als „Großmagier“ denn als Straßenkämpfer inszeniert, macht er keinen Hehel aus seiner sozialdarwinistischen Weltsicht, die er in Statements wie dem folgenden kundtut: „Sowohl Body Rice5, vor dem ich großen Respekt habe, als auch ich sind elitär und haben wenig mit dem ´kleinen Mann´ zu tun, der die Erde bevölkert…“ Fragt sich nur, was Read ohne den „kleinen Mann“ täte – wenn er keinen mehr hätte, auf den er verächtlich herabschauen könnte, würde er womöglich merken, was für ein armes Würstchen er selber ist.
Das Zitat ist übrigens dem „Gothic- und Dark Wave-Lexikon“ entnommen6, herausgegeben u.a. von Peter Matzke (seines Zeichens WGT-Pressesprecher). Reads hirnrissige Aussage wird dort so kommentiert: „Sätze, die verwirren in der bürgerlichen Wohlstands- und Spaßgesellschaft…“ Kritik sieht anders aus. Die Vermutung liegt nahe, dass Peter Matzke selbst den zitierten Lexikon-Artikel zu Fire & Ice verfasst hat. Der Fakt, dass Matzke sich 2003 für ein Interview mit dem neurechten Käseblättchen Junge Freiheit bereit fand7, lässt sich bestenfalls als Zeichen politischer Ignoranz bewerten. Dort machte er in ganz ähnlichem Stil „die Ablehnung des Wertesystems der europäischen und amerikanischen Wohlstandsgesellschaft“ als „geistige Basis der Szene“ aus und erklärte: „Diese Szene rekurriert auf dezidiert europäische Kulturtraditionen, sie lebt etwas, das vor allem der nordeuropäischen (…) Denkart entgegenkommt. Unter den fast 20.000 Besuchern des Treffens habe ich bislang erst einen einzigen farbigen Gast ausmachen können.“ Das hören die völkischen Nationalisten von der JF sicher gern.
Es ist also vielleicht kein Zufall, dass regelmäßig rechte bis neonazistische Bands im Festivalprogramm auftauchen, wie z.B. 2001 Von Thronstahl, deren Frontmann Josef Klumb sich damals längst als antisemitischer Verschwörungstheoretiker geoutet hatte, oder dass der VAWS (Verlag und Agentur Werner Symanek, u.a. für Druck und Vertrieb der Nazipostille Unabhängige Nachrichten zuständig) mit seinem Stand auf dem Festivalgelände präsent sein kann, während dies antifaschistischen Gruppen mit Hinweis auf den „unpolitischen“ Charakter des Treffens verweigert wird. Womöglich sind vor allem kommerzielle Interessen dabei ausschlaggebend – einem Esel, der Gold scheißt, schaut man lieber nicht ins Maul. Einfach hinnehmen muss mensch das aber nicht.
Ein gewisses Augenmaß ist bei der Gegenwehr allerdings nötig – ein Beispiel, wie man es lieber nicht macht, lieferte das WGT 2007. Da versammelten sich auf das Gerücht hin, die im UT Connewitz spielend Gruppe Stormfagel sei eine Naziband, ca 50 AntifaschistInnen vor dem Gebäude. Konzertbesucher wurden aufgehalten, auf rechte Symbole gefilzt und teilweise tätlich angegangen. Später am selben Abend wurde eine mit „Grufties“ gefüllte Straßenbahn mit Pflastersteinen beworfen, ein Festivalbesucher wurde dabei am Kopf getroffen – ein Zusammenhang mit der vorhergehenden Antifa-Aktion ist nicht belegt, lässt sich aber vermuten. Mit der Antifa ist es eben wie mit der „Schwarzen Szene“: Hier wie dort lassen sich ein paar Idioten finden. Pauschalurteile helfen in jedem Fall nicht weiter, und auf schlampiger Recherche8 beruhende Haudrauf-Aktionen sind eher kontraproduktiv, wenn sie sich gegen einige in einer Masse politisch eher desinteressierter FestivalbesucherInnen versteckte Neonazis richten. Überhaupt sollte mensch sich dabei nicht nach Äußerlichkeiten richten: Hinter Rüschenhemden verstecken sich schließlich nicht gleich reaktionäre Ideologien, ebensowenig wie vom „nazimäßigen“ Stil mancher EBM-Fans mit Militärhosen und Kurzhaarschnitt auf deren politische Einstellung geschlossen werden kann – und auch Menschen mit Death-In-June-Buttons sind nicht unbedingt Nazis. AntifaschistInnen sollten also eher auf Aufklärung setzen, um den FestivalbesucherInnen ihr Anliegen zu vermitteln. Denn wenn man Neonazis aus der „Schwarzen Szene“ raushaben will, dann ist es in erster Linie die Szene selbst, die dafür sorgen muss.

justus

  1. siehe z.B. http://www.geister-bremen.de/brosch4.htm [zurück]
  2. siehe http://de.indymedia.org/2009/03/243865.shtml. Die Band hält sich zwar mit eindeutigen Stements zurück, pflegt aber gute Kontakte zu neonazistischen Black-Metal-Bands wie Totenburg oder Absurd. [zurück]
  3. Tony Wakeford versucht heute, seine Kontakte zur Neonazi-Szene zu vertuschen. In einem unter http://www.fluxeuropa.com/tw_int_brownbook.htm zu findenden Interview gibt er immerhin zu, dass Gary Smith Gründungsmitglied bei Sol Invictus war. Zu Combat 18 siehe z.B. http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,19322,00.html.
    [zurück]
  4. www.stewarthomesociety.org/wakeford.html [zurück]
  5. seit Anfang der 80er mit dem Industrialprojekt NON aktiver Musiker, Mitglied der Church Of Satan und wie Read bekennender Sozialdarwinist mit Kontakten zur rechten Szene. [zurück]
  6. Peter Matzke & Tobias Seeliger (Hrsg.), „Das Gothic- und Dark Wave-Lexikon – Die Schwarze Szene von A-Z“, Schwarzkopf & Schwarzkopf, Neuauflage 2003, S. 216 [zurück]
  7. zu finden unter http://jf-archiv.de/archiv03/253yy24.htm. [zurück]
  8. siehe z.B. http://de.indymedia.org/2007/05/178817.shtml. Der betreffende Artikel ist zwar mit „Grufties gegen rechts“ unterzeichnet, mir ist allerdings keine „Grufties-gegen-rechts“-Gruppe in Leipzig bekannt. [zurück]

omg! iranische verhältnisse!!1!!!

Wahl-Chaos! Panne bei Stimmenauszählung in fünf Wahlbezirken!

mr. w


(nächstes mal in der hauptspalte. versprochen!)

the big picture zu den „Ethnic clashes in Urumqi, China“

http://www.boston.com/bigpicture/2009/07/ethnic_clashes_in_urumqi_china.html

lied der woche

der brustmuskeldance!

hummel & biene gegen den rest der welt

amseln: 8

mäuse: 3

ratten: 2

fledermäuse: 1

Kein Containerheim am Stadtrand. Keine Ruhe geben – Gemeinsamer Besuch der Sprechstunde des Oberbürgermeistersamt am 7.7.09

Treffpunkt ist 17:00 am 07.07. vor dem REWE in der Strasse des 18. Oktobers.

antifa-filmchen zur leipziger „ndp-festung“

wo die antifas nur ihre kreativität hinstecken würden, gäbe es das npd-bürgerbüro in lindenau nicht.

freiheit!

biene im urwald:

hummel beim klettern, auf anhieb hochgeschossen und im perfekten rückwärtsgang runter:

durch amseljagd in 4 meter höhe auf dem zarten apfelbaum, da dauerte die abstiegsentscheidung eine weile:

so, das musste sein. ich freu mich schliesslich zu sehr die rabauken nicht mehr ständig am hals zu haben.

darauf ein malz.