Äh, … whut?!

Fefe regt sich mal wieder über die USA auf. Diesmal darüber, daß Schwule dort kein Blut spenden dürfen. Nun, lieber Fefe, in Deutschland geht es homosexuellen Männern doch genauso:

Ausschluss von Risikogruppen

Beim Blutspenden hat die Sicherheit der Empfänger der Blutprodukte oberste Priorität. Um das Risiko der Empfänger von Blutspenden zu minimieren, sind bestimmte Personen auf Grund ihrer Zugehörigkeit zu einer Risikogruppe von der Blutspende ausgeschlossen. Bei diesen Personen ist die statistisch erhöhte Wahrscheinlichkeit einer Erkrankung an Hepatis B/C oder HIV der gesamten (Risiko-)Gruppe ausschlaggebend, nicht das individuelle Risikopotenzial.

Dazu zählen u.a.:

* Personen mit oft wechselnden Sexualpartnern (insbesondere männliche und weibliche Prostituierte)
* Homosexuelle Männer
* Häftlinge
* Drogen-, Medikamenten- und Alkoholabhängige

Kleines Detail, was Du vielleicht auch noch nicht wusstest.


10 Antworten auf “Äh, … whut?!”


  1. Gravatar Icon 1 Frank 06. März 2010 um 10:53 Uhr

    Yep, das ist mir auch aufgefallen, und ich habs ihm gleich an seine blog-input Adresse gemailt…

    Ich finds interessant – wird auch in der Wikipedia hervorgehoben – dass zwar schwule Männer, aber nicht lesbische Frauen ausgeschlossen sind.

  2. Gravatar Icon 2 tee 06. März 2010 um 15:50 Uhr

    Update: Ich kriege gerade eine Tonne Mails, die mich darauf hinweisen, dass auch in Deutschland Blutspenden von Schwulen nicht genommen werden. Heilige Scheiße, ich hatte ja keine Ahnung, was für ein mittelalterliches Land wir da haben! Das ist ja echt mal ein Schocker für mich jetzt. Krass. Und in der Schweiz ist das auch so.

    dass fefe jetzt nach tausend solcher enthüllungen immer noch seinen deutschen idealismus fährt und immer wieder auf’s neue enttäuscht ist von seinem land, ist wirklich erschreckend.

  3. Gravatar Icon 3 hhh 06. März 2010 um 17:25 Uhr

    ich entnehme dem zitat jetzt keinen deutschen idealismus.

  4. Gravatar Icon 4 choooo 06. März 2010 um 22:29 Uhr

    ich entnehme dem zitat jetzt keinen deutschen idealismus.

    du opfer!

  5. Gravatar Icon 5 hhh 07. März 2010 um 2:17 Uhr

    Der Deutsche Idealismus – Merkmale
    Die Hauptmerkmale des Deutschen Idealismus sind die Behauptung der Existenz geistiger Entitäten (Wesenheiten), einer von den Vorstellungen denkender Subjekte nicht unabhängig existierenden Außenwelt und die Überzeugung von der Begründbarkeit des menschlichen Handelns aus Vernunftprinzipien. Die für diese Philosophie charakteristische Textform ist die große, systematisch aufgebaute Lehrdarstellung, die den Inhalt nach einem einheitlichen Prinzip deduktiv entwickelt. Diese Darstellungen zeichnen sich durch eine hohe Dichte und Genauigkeit aus. Sie zählen nicht nur zu den gehaltvollsten und einflussreichsten Schriften der Philosophiegeschichte, sondern auch zu den am schwersten zugänglichen. Viele davon wurden bis heute noch nicht vollständig aufgearbeitet.

  6. Gravatar Icon 6 tee 07. März 2010 um 11:41 Uhr

    an DEN deutschen idealismus dachte ich tatsächlich nicht. aber deswegen steht da ja auch „seinen“.

  7. Gravatar Icon 7 clov 07. März 2010 um 12:42 Uhr

    Hahaha, hihihi! Wie lustig. woher haste diese schwulstige Erklärungskrücke denn? Ganz kurz: Der Deutsche Idealismus verbindet anfänglich in einem antiskeptischen Reflex den mittelalterlichen Materialismus mit dem damals grassierenden metaphysischen Nominalismus unter dem Eindruck einer erneuten Rezeption der griechischen Klassiker und vor dem Hintergrund einer sich rasant verändernden Gesellschaft. Deshalb darf man den Deutschen Idealismus getrost zu den einflussreichsten Denkschulen der aufstrebenden Moderne zählen. Und schlechterdings ist die derzeit existierende Form der modernen Wissenschaft unvorstellbar ohne die erkenntnistheoretischen Arbeiten dieser frühen Idealisten, ebenso wie deren Institution, die Universität.
    Es gibt sicher viele Wege, den großen Denkern von Kant bis Hegel über Marx zu Adorno ein Gemeinsames anzudichten. Wenn ich in diese Verlegenheit geriete, würde ich sicher auf eben diesen Aspekt der uni versa, der unteilbaren Wahrheit, verweisen. Weiterhin müsste man dann sagen, dass damit auch behauptet ist, dass Glauben und Wissen nicht zu trennen sind, sondern in einer systematisch darstellbaren und damit eben mitteilbaren Art und Weise zusammen gehören. Das Geschäft einer modernen Wissenschaft deutsch-idealistischer Prägung wäre dann, eben jene Grenze, wo der Glauben in Wissen übergeht, beständig zu untersuchen. Denn der Deutsche Idealismus hat uns nicht mehr und nicht weniger geschenkt, als ein aufklärerisches Verständnis von Kritik.
    Aber was rede ich. Den meisten genügt ja schon eine gewisse Polemik des jugendlich schäumenden Marx gegen Hegel, um in krasser Verkennung der Verhältnisse den Deutschen Idealismus einfach als falschen ideologischen Überbau der bürgerlichen Gesellschaft wegzusortieren. Dabei war Marx der größte Idealist all dieser Denker!
    Sei’s d‘rum, vielleicht liegt hier ein Puzzlestein auf dem langen Wege der Erkenntnis: Was heißt hier denn immer Deutsch? Nüchtern betrachtet erstmal nicht vielmehr als die Sprache, denn die moderne idealistische Schule verbindet ein bestimmter Sprachgebrauch bis hin zu einem spezifischen Begriffshaushalt. Besonders ist dabei für den Deutschen Idealismus ein hoher Innovationsgrad, wenn man an so sprachschöpferische Philosophen wie Heidegger oder Adorno denkt.Unsachlicher wird es, wenn man den Deutschen Idealismus primär gleich als politisches Programm versteht. Das ist er eben erst auf der Ebene des Politischen. Und hier wird man feststellen, dass sich der Deutsche Idealismus in Strömungen unterscheidet. Ich biete mal zwei Begriffe an: Einmal den Naiven und einmal den Kritischen Idealismus.
    In dieser Weite der Bestimmung wäre der oben erwähnte FeFe dann wohl am ehesten dem Naiven Idealismus zuzurechnen und insofern mit so Unrühmlichkeiten wie Heidegger, Darwin oder auch Angela Merkel in der selben Ecke.

    grüsze
    clov

  8. Gravatar Icon 8 hhh 08. März 2010 um 16:08 Uhr

    word!

  9. Gravatar Icon 9 bigmouth 16. März 2010 um 23:22 Uhr

    Ich finds interessant – wird auch in der Wikipedia hervorgehoben – dass zwar schwule Männer, aber nicht lesbische Frauen ausgeschlossen sind.

    frauen, die nur sex mit frauen haben, haben ein hiv-risiko durch geschlechtsverkehr, das weit unter dem aller anderen kombinationen liegt

    ich halte das übrigens für eine vernünftige maßnahme. tests auf hiv sind nie 100% sicher; etwa 60% aller HIV-positiven menschen hierzulande sind männer, die sex mit männern haben. dh, mit dem pauschalen ausschluss von etwa 2-5% aller potentiellen spender hat man gleichzeitig das ansteckungsrestrisiko mit einem schlag um 60% gesenkt. das ist doch eine sehr sinnvolle maßnahme

  1. 1 Krass! Und “heftig, stimmt das so?” « as panic sets in Pingback am 06. März 2010 um 19:35 Uhr

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