werter partyzionist,

mal ganz abgesehen vom aktuellen fall: wenn du nur mit leuten diskutieren willst, die eh schon deiner meinung sind (den besprochenen sachverhalt genauso sehen), dann hast du ja immerhin eines gekommt – dich in deiner meinung bestätigt. was natürlich doppelt doof ist: zum einen hast die chance vertan etwas zu ändern (den besprochenen sachverhalt anderen so darzulegen, dass die etwas an ihrem verhalten ändern oder bei anderen in zukunft kritisieren), zum anderen hast du die chance vertan etwas an deiner kritik zu ändern, denn die – ja, da besteht die rein hypothetische chance – könnte ja auch nicht ganz korrekt sein. aber weder willst du scheinbar etwas bei anderen ändern, noch bei dir. was sich bei anderen von dir plump geschlossenen diskussionen ja schon abzeichnete …

mit blogsportlichen grüssen, t


30 Antworten auf “werter partyzionist,”


  1. Gravatar Icon 1 medium 14. August 2010 um 14:54 Uhr

    Äh, wie jetzt? Da wir jetzt absolut nicht, wie einige gern behaupten, in einer Post-Gender-Welt leben, ist die Logik Frau kommt auf Bühne -> Macker rufen ausziehen Sexismus und nix anderes. Wenn da dann so ne internettrollige-antifeministische Bullshitdiskussion wie unter dem 2-zeilen-Post bei Partyzionist losbricht, würde ich die auch zumachen.

  2. Gravatar Icon 2 tee 14. August 2010 um 15:04 Uhr

    mal ganz abgesehen vom aktuellen fall:

    ps: 2-zeilen-post für‘n arsch?!

  3. Gravatar Icon 3 partyzionist 14. August 2010 um 20:42 Uhr

    hallo tee, ich glaube alle haben jetzt begriffen WIE scheiße du mich findest.
    und ich führe auch gerne debatten mit menschen die anders denken als ich, aber wenn der erste nur mist erzählt, der zweite mich vollpöbelt und der dritte dann nur irgendeinen kryptischen mist dazwischen wirft, denn macht das alles nicht so den sinn für mich.
    und die ganze zeit darüber zu debattieren, dass es bei ’so einem gerät von frau‘ doch klar ist, dass alle ‚ausziehen‘ rufen (sinngemäße wiedergabe von kommentaren, die ich dann nicht mehr freigegeben habe) ist nicht meine baustelle.
    aber du kannst ja gerne alle idioten zu dir einladen und mit denen solch tiefgehende probleme wälzen um zu dem entschluss zu kommen, dass das alles mit sexismus nichts zu tun hat.
    ps. thx medium.

  4. Gravatar Icon 4 tee 14. August 2010 um 21:24 Uhr

    mal ganz abgesehen …. ach, du liest ja doch nicht.

    ps: dieses persönliche angegriffensein/psychologisieren (ich dich SO scheisse finden) gibt dem jedoch die passende note.

  5. Gravatar Icon 5 Genosse Granit 15. August 2010 um 0:15 Uhr

    Meinen Kommentar lässt partyzionist ja nicht mehr zu…daher kurz hier: Wenn die Erklärung dessen, dass bei der gegenständlichen Situation ein Sexismus unterwegs war, so klar auf der Hand liegt, dann wäre es ja wohl nicht schwer gewesen, das mal zu begründen und auszuführen. Ist bisher in keiner der stattfindenden Blogdebatten wirklich gemacht worden. Es gab nur die gebetsmühlenartige Feststellung und tatsächlich pöbelige antimoralische statements.

    Soll doch einer einfach mal ausführen, was Sexismus ist und wie sich das beim „Minirock“ (sic!) manifestierte.

  6. Gravatar Icon 6 tee 15. August 2010 um 0:20 Uhr

    mal ganz … ach, ich geb’s auf.

  7. Gravatar Icon 7 medium 15. August 2010 um 2:16 Uhr

    @Granit:
    Augen auf vorm Trollen!

    ist die Logik Frau kommt auf Bühne -> Macker rufen ausziehen Sexismus und nix anderes

  8. Gravatar Icon 8 silver smurf 15. August 2010 um 4:17 Uhr

    hi, sorry dass ich mich hier so einmische. ich suche eigentlich stan’s blog mit den fotos und veganen rezepten („stan’s formerly owned vessels“ oder so ähnlich). ist schon ne weile her, dass ich zuletzt hier war – aber ich kann es nicht mehr finden! weiß jemand, was damit ist?

  9. Gravatar Icon 9 stromsau 15. August 2010 um 8:23 Uhr

    Ich glaube, Stan ist auf Gebrauchtsärge umgestiegen, weil da weniger Reklamationen von den Kunden kamen.

    Medium: Das ist doch auch wieder nur die Behauptung von Sexismus ohne Begründung und Erklärung.

  10. Gravatar Icon 10 Genosse Granit 15. August 2010 um 10:48 Uhr

    Genosse medium: Erstens was stromsau sagt und zweitens – in der Abstraktion haut das ohnehin nicht hin. Eine sehr dicke Frau wäre wohl eher nicht zum Ausziehen aufgefordert worden.

    Davon ab: Wenn die Aufforderung zu einem sexualisierten Verhalten an eine Person Sexismus wäre, dann wäre es jeder Geschlechtsverkehr, jeder Kuss, jeder Strip. Die Entäußerung von Begehren ist Sexismus … das ist interessant.

    Kann nun mal jemand die Logik des Sexismus erklärn oder nicht?

  11. Gravatar Icon 11 bigmouth 15. August 2010 um 13:03 Uhr

    bei nem mann wäre der ruf wahrscheinlich nicht ertönt. frauen werden eher darauf reduziert, körper zu sein, die dem publikum sich visuell gefällig zu präsentieren haben

  12. Gravatar Icon 12 justus 15. August 2010 um 14:22 Uhr

    Exakt. Natürlich abstrahiere auch ich jetzt ein Stück weit vom konkreten Fall, aber dieses reflexhafte Verhalten, sobald eine Frau die Bühne betritt, „Auszuziehen“ zu rufen, ist ja nicht nur bei Frittenbude-Konzerten zu beobachten. Wenn nur Typen auf der Bühne stehen, passiert so was seltsamerweise nicht. Und auch sonst könnten die Konzertbesucher ja mal auf die Idee kommen, dass eine Frau auf der Bühne vielleicht was anderes vorhat, als sich auszuziehen – Musik machen zum Beispiel, das Lied mitsingen oder auch nur eine Ansage machen.
    Dass mit dieser Feststellung JEDE „Entäußerung von Begehren“ als sexistisch hingestellt würde, ist wohl eine Überinterpretation von Genosse Granit – dass es einen Unterschied zwischen Sexismus und Sexualität gibt, dürfte auch den den Diskussionteilnehmer_innen bekannt sein, die nicht seiner Meinung sind. Da kommt´s erstens auf die Form der Entäußerung an (dass es einen qualitativen Unterschied zwischen einem sexuellen Übergriff und einvernehmlichen Sex gibt, wird wohl auch Genosse Granit nicht bestreiten, obwohl sich sicher auch die sexuelle Belästigung als „Entäußerung von Begehren“ interpretieren ließe).
    Und zweitens stellt sich (um mal auf den „Frittenbude-Fall“ zurückzukommen) die Frage, ob es sich bei den „Ausziehen, ausziehen“-Sprechchören wirklich um eine Entäußerung von Begehren handelt, oder nicht doch eher um ritualisiertes, reflexhaftes Verhalten – das Tempo, mit dem die Sprechchöre einsetzen, lässt eher auf zweiteres schließen. Dass es der betreffenden Frau in diesem Fall nicht so viel ausmacht, sie sich nicht belästigt, sondern eher geschmeichelt fühlt – schön für sie, ändert aber nichts an der Motivation der Leute, die da gerufen und eben nicht mal 30 Sekunden abgewartet haben, was die junge Frau da gerade will.

    P.S. Im Übrigen ist Genosse Granits ständige Forderung, doch mal beim konkreten Fall zu bleiben, ziemlich blödsinnig – wenn es hier NUR um den konkreten Fall ginge, d.h. NUR bei DIESEM EINEN Konzert „Ausziehen, ausziehen“ gerufen worden wäre, dann müssten wir hier keine Sexismus-Debatte führen. Dann gäb´s nämlich kein strukturelles Problem, keine systematische Ungleichbehandlung und Abwertung einer bestimmten Personengruppe aufgrund ihrer Geschlechtsmerkmale. Dann gäbe es gar keinen Sexismus (oder jedenfalls keinen, der sich u.a. auch bei Popkonzerten äußert), dann ginge es hier tatsächlich nur um einen Einzelfall, den man achselzuckend abhaken könnte.
    Außerdem: Die Kritik an Herrschaftsstrukturen wird doch nicht ungültig, wenn diese Herrschaftsstrukturen sich im konkreten Fall nicht so unangenehm äußern oder mir sogar mal was Gutes tun. Wenn mir z.B. der Staat Hartz-IV-Kohle auf´s Konto überweist, werde ich ihn DAFÜR sicherlich nicht kritisieren – ändert aber nichts an meiner grundsätzlichen Kritik an staatlicher Herrschaft, die mir die meiste Zeit über nur Nachteile bringt.

  13. Gravatar Icon 13 tee 15. August 2010 um 14:55 Uhr

    Wenn nur Typen auf der Bühne stehen, passiert so was seltsamerweise nicht.

    scheinbar warst du noch nie auf einem boygroup-konzert. das bringt die (selbst)darstellung auf einer bühne mit sich, dass man von den leuten mit sexuellem interesse objektiviert wird. soviel (und die männer-heten-quote auf dem frittenbude-konzert) auch zu bigmouth‘ „bei nem mann wäre der ruf wahrscheinlich nicht ertönt.“ ich hab’s auch schonmal andersrum erlebt, nur grad auf wahrscheinlichkeitsrechnung nicht sooo die lust.

    klar, dieses „ausziehen!“-ritual ist unter männlichen jugendlichen verbreiteter und ausdruck von sexismus, aber auch der sexuellen objektivierung von selbstdarsteller_innen zuzuschreiben (gegen die ich das argument noch nicht gelernt hab). nein, ich will damit nichts „herunterrelativiern“.

    ps: frittenbudetyp zu den leuten an der bühne, kurz bevor die junge frau hochgeholt wird: „nicht runterwerfen, ist doch ein mädchen“ <:-p

    pps: jeder band die fans die sie verdient. vielleicht wachsen sie ja alle dran.

  14. Gravatar Icon 14 zero 15. August 2010 um 18:54 Uhr

    scheinbar warst du noch nie auf einem boygroup-konzert.

    das ist auch nicht auf boygroups beschränkt. männliche musiker werden von weiblichen fans gerne auf ihren körper reduziert, sprüche auf konzerten á la „wann zieht der endlich sein t-shirt aus“ hab ich schon öfter erlebt.

  15. Gravatar Icon 15 subversor 15. August 2010 um 20:01 Uhr

    Ja klar, wie die pawlowschen Hunde rufen die werten Herren „Ausziehen!“, sobald ein Weibsbild die Bühne entert. Ganz so, als wenn da nicht auch ein bißchen Reflexion und Interesse dabei sind, die einen dazu anregen in der wilden Partymenge mal so blöd herumzurufen…

    Überhaupt ist die Diskussion witzlos. Niemand ist zu Schaden gekommen. Und zweitens geht man ungebührendes Verhalten gegenüber dem schönen Geschlecht (hehe) nicht mit miesen „Sexismus“-Vorwürfen an, die weder Hand noch Fuß haben. Da muss man dann vielleicht einfach mal laut sagen, die sollen doch bitte mal die Klappe halten, weil es jetzt hier ums Musikmachen geht.

    Aber das wäre ja zu einfach, für die Gender-Gemeinde, die sofort die Objektivierung der Frau schlechthin fürchtet…

  16. Gravatar Icon 16 tee 16. August 2010 um 3:20 Uhr

    zerø?!

  17. Gravatar Icon 17 justus 16. August 2010 um 14:45 Uhr

    @ subversor: Klar, so behaviouristisch wie du es gerade interpretierst, wollte ich das „Reflexhafte“ auch nicht verstanden wissen – zwischen Reiz und Reaktion ist ja immer noch das Hirn zwischengeschaltet, mit dem sich mehr oder wenige gute Gedanken zur Situation entwickeln lassen. Ich versuch´s also mal genauer zu fassen: Bei den „Ausziehen“-Sprechchören wird auf ein vorgefertigtes Verhaltensklischee zurückgegriffen, d.h. das Verhaltensmuster ist insofern „reflexhaft“, als es eben nicht „spontan“ für die jeweilige Situation entwickelt werden muss, sondern schon ritualisiert ist und als Verhaltensklischee einfach übernommen werden kann – was den großen oder kleinen Vorteil hat, dass mensch eben nicht erst groß drüber nachdenken muss, was man jetzt tut. Dabei geht´s in der Tat nicht um eine quasi „natürliche“ Abfolge von Reiz und Reaktion, sondern solche Rituale sind a) Ausdruck gesellschaftlicher Verhältnisse und b) von durch eben diese Verhältnisse vermittelten Interessen (z.B. das Interesse, vor seinen Kumpels als coole Type dazustehen oder eben mal einfach mitzubrüllen, was die anderen rufen, weil man´s spaßig findet oder nicht alleine dastehen will).
    Und klar gäbe es sicher bessere (dramatischere, prägnantere, erschreckendere…) Beispiele, um Sexismus-Debatten dran aufzuhängen – aber wenn die Debatte schon mal läuft, kann mensch sie ja auch weiterführen, solang´s Spaß macht…

    @ tee: Dein Boygroup-Argument scheint mir ein wenig schief gewickelt. Genauso könntest du argumentieren, dass bei einem Chippendales-Strip-Show ja auch ein Haufen Frauen vor der Bühne stehen und „Ausziehen“ rufen. Das ist dann zwar auch eine Objektivierung, aber dennoch nicht ganz das selbe, weil man als Mitglied einer Männer-Strip-Truppe eben von vornherein damit rechnen muss, mit solchen Forderungen konfrontiert zu werden – ebenso wie man sich als Mitglied einer Boygroup kaum beklagen kann, wenn am Ende Horden von weiblichen Teenagern vor der Bühne stehen und kreischen. Die oben erwähnten Verhaltensmuster kann mensch doch trotzdem mal kritisieren, weil diese eben auch dann zum Einsatz kommen, wenn so eine Freiwilligkeit NICHT als selbstverständlich vorausgesetzt werden kann.

    P.S.: Ob ich die Objektivierung als solche jetzt schlimm finden soll, weiß ich auch nicht – „Objektivierung“ ist als Begriff vielleicht ´ne Nummer zu groß gewählt.
    P.P.S.: Das Zitat von dem Frittenbude-Typen ist tatsächlich doof. Aber die Intelligenz der Frittenbude-Leute oder die Qualität ihrer Sexismus-Kritik war bis jetzt auch nicht das Kernthema der Debatte.

  18. Gravatar Icon 18 tee 16. August 2010 um 23:03 Uhr

    justus, an der vorausgesetzten freiwilligkeit, sich dem publikum bzw. dessen gemeinheiten auszuliefern, unterscheiden wir uns. mag projiziert sein, aber ich rechne damit, dass die leute mich mit tomaten, unterwäsche oder auszieh-rufen bewerfen wenn ich auf eine bühne steige. vor allem bei solch einem alkoholisierten, aufgeputschen und jugendlichem publikum. und ich kann nur sagen, dass ich auch keinen widerwillen erkennen konnte bei der jungen frau.

  19. Gravatar Icon 19 skp 17. August 2010 um 18:13 Uhr

    tees argument: weil auch mal männer auf der bühne auf ihr geschlecht reduziert werden und da frauen rufen ist das umgekehrte kein sexismus. wer auf ne bühne geht muss damit rechnen, daß das die funktion ist, die ihm zugestanden wird.

    natürlich muss jeder der auf eine bühne geht damit rechnen, daß er sich ausziehen soll, jeder der auf ner straße rumläuft vergewaltigt zu werden und jeder, der sich in einer menge befindet damit von fremden leuten angegrabscht zu werden. das ist dann kein sexismus, das ist normal. ja dann ist ja alles gut.

    daß jemand, der dumm genug ist auf ne bühne zu kommen, ohne den text zu wissen dann auf sein geschlecht reduziert wird und dann der nächste naheliegende schritt sei, daß ein großteil des publikum seinen voyeuristischen zugriffwunsch äußert – anstatt den menschen einfach wieder wegen unfähigkeit von der bühne zu komplimentieren, daß ist bei speerspitzen der vernünftiger kritik wie tee und granit die logik der sache selbst. wer nichts kann, der kann sich wenigstens ausziehen.

  20. Gravatar Icon 20 tee 17. August 2010 um 20:08 Uhr

    du solltest schon alles lesen, skp, bevor du hier eine schlammschlacht anfängst. ich habe nirgends geschrieben, dass das ein argument dafür sein soll dass es kein sexismus ist. und jetzt zieh dich wenigstens aus!

  21. Gravatar Icon 21 justus 17. August 2010 um 21:11 Uhr

    @ tee: Dass sich dein und mein Verhältnis zu Bühnen, Kameras usw. deutlich unterscheiden, habe ich auch schon mitbekommen ;)
    Abgesehen davon: Daran, dass bei der jungen Dame kein Widerwillen zu erkennen war, hat sich auch Genosse Granit weiter oben schon aufgehängt. Das ist aber meiner Meinung nach gar nicht der Punkt, weil Sexismus nicht notwendig als sexuelle oder sonstige Belästigung daherkommen oder so empfunden werden muss. Im vorliegenden Fall würde ich sagen, wir haben es mit Sexismus (auf Seiten des Publikums), aber eben (der Reaktion der „Betroffenen“ nach) nicht mit einer Belästigung zu tun.
    Es ist eh schwer, objektiv zu definieren, wo eine Belästigung als Grenzüberschreitung anfängt, weil die jeweiligen Grenzen eben von Person zu Person andere sind (um mein obiges Beispiel noch mal zu bemühen: Mitglieder einer Männerstrip-Truppe sollten eher kein Problem damit haben, sich öffentlich nackig zu machen – wenn sie aber mit Tomaten beworfen werden, dürften auch sie das als unangenehm empfinden). Sexismus wäre demgegenüber ein Bündel von bestimmten, mit der Kategorie des Geschlechts verknüpften Denk- und Verhaltensmustern, die zwar regelmäßig als Belästigung, Grenzüberschreitung oder Einschränkung subjektiver Freiheit wirken, dies aber (aus dem eben genanntem Grund) nicht in jedem Fall notwendig tun MÜSSEN.
    Verdammt, ich hoffe, das hört sich jetzt nicht zu akademisch an… Kann hier vielleicht noch jemand ein wenig rumprollen und unhaltbare Standpunkte in die Runde werfen, damit die Debatte nicht zu öde wird?

  22. Gravatar Icon 22 Fugbaum 17. August 2010 um 21:38 Uhr

    „Es ist eh schwer, objektiv zu definieren, wo eine Belästigung als Grenzüberschreitung anfängt“ …. blabla, dieses dämliche Gesülze hier. Einfach ficken und fertig ist der Lack. Muss man ma nicht so geschwollen labern ihr Spießer. Entweder ihr seid alle Schwul oder sitzt den ganzen Tag nur in der Uni.

  23. Gravatar Icon 23 tee 17. August 2010 um 21:52 Uhr

    das gehe ich in soweit mit, als dass ich dieses rituelle verhalten (aus im moment schwer erklärbaren gründen) nicht als direkt sexistisch bezeichnen möchte, sondern wie schon oben als „ausdruck von“ sexismus. aber hast schon recht und ich denk nochmal drüber nach.

    und für mitleser wie skp: dadurch, dass ich zwischen sexismus und objektivierung zu trennen weiss, ist mein geschreibe über die freiwilligkeit, sich dem publikum auszuliefern, auch keine verteidigung des sexismus. der auf-die-bühne- und auf-die-strasse-geh-vergleich ist so oder so arm.

    ps: fugbaum, der unhaltbare standpunkt fehlt! l-)

  24. Gravatar Icon 24 skp 17. August 2010 um 22:14 Uhr

    es gab momente, da hätte ich mich gerne für dich ausgezogen.

    Dem Ausdruck von Sexismus liegt aber schon ein Sexismus zu Grunde. Die Objektivierung auf einer Konzertbühne wo jemand singen soll und auch die da hochzugehen um mit nichtkönnen seine 2min im Scheinwerferlicht abzuholen ist aber von ihrem Inhalt her eine andere als von plötzlichen Ausziehen Rufen, weil man das geplante Bühnenprogramm nicht bekommt. Das macht auch den Unterschied dazu, daß jemand auf die Bühne kommt mit dem vorher gefassten Vorhaben sich da auszuziehen. Das war offensichtlich nicht der Fall.

  25. Gravatar Icon 25 Genosse Granit 18. August 2010 um 8:56 Uhr

    ohne den text zu wissen dann auf sein geschlecht reduziert wird und dann der nächste naheliegende schritt sei, daß ein großteil des publikum seinen voyeuristischen zugriffwunsch äußert

    Es wird ja immer lustiger, jetzt ist das Ansehen nackter Haut schon der Zugriff auf eine Person…wow! Man muss schon viel hinzudenken, um auf so einen Mist zu kommen. Und selbst wenn: jedes sexuelle Begehren ist der Wunsch auf Zugriff, die Frage ist dann, ob er positiv beantwortet wird.

    „auf sein Geschlecht reduziert“ – wie schlimm das ist…wahrscheinlich hast du alle deine personen, mit denen du geschlechts(!!!!!!)verkehr hattest, vorher gedanklich dekonstruiert und nur ihren charakter gevögelt…aber das passt zu dem Quatsch mit der „Objektivierung“, die anfängt und das „subjekt verschwindet“ – wechselseitiges sexuelles Benutzen – ein Skandal für einen anständigen antisexistischen Linken, weil man nur an sich und nicht an den anderen denkt! So viel Altruismus noch vor Weihnachten…puh.

  26. Gravatar Icon 26 clov 18. August 2010 um 12:15 Uhr

    :-?

    (1) Die Diskussion ist doch echt bemüht, also lasst doch mal die Titten locker und die Schwänze drin.

    (2) Justus‘ Modell: Reiz --> (ritualisierte) Reaktion erklärt m.E. schon ziemlich genau, wie sich menschliches Handeln im Kontext gesellschaftlicher Interaktion vollzieht. In einer Handlungssituation (Reiz) orientieren wir uns einerseits an Sinninhalten, die wir von Anderen gelernt haben bzw. an zweckmäßigem Verhalten, das wir an Anderen beobachten. Je gewohnheitsmäßiger bestimmte Verhaltsensmuster als sinnvoll erscheinen und je kollektiver sie sich reproduzieren, um so genauer können wir von kulturellen Ritualen sprechen, die sich als Reaktion auf einen Reiz darstellen lassen. Bei dem Modell taucht allerdings eine Schwierigkeit auf, die nicht ganz unbekannt ist: Wenn wir auf Reize in spezifischen Handlungssituationen immer mit einer gesellschaftlichen „Programmierung“ reagieren, können wir Spontanität und Individualität nur noch als Anomalie wegsortieren. Auch gehen dann Konzepte, wie die „persönliche Schuld“ nicht mehr richtig auf. Denn was kann schon der Prol dafür, dass er in beschissenen Verhältnissen aufgewachsen ist und nichts besseres gelernt hat, als Frauen als „Geräte“ zu seiner Befriedigung zu betrachten?

    (3) Sexismus ist m.E. eine überzeugungstechnische (scheinbar zweckmäßige Sinninhalte) Verbohrtheit hinsichtlich des Sexus, die sich in bestimmten Handlungssituationen als degeneriertes Sexualverhalten äußert. Spielen wir doch mal ein 3 heterosexuelle Männer-Typen an dem konkreten Beispiel (während eines Konzertes) aus. Alle drei erhalten den sexuellen Reiz: Schöne Frau im Licht.

    a) Der Katholik
    Er reagiert auf den Reiz sofort mit Abwehr. Seine religiösen Überzeugungsmuster und wertkonservative Erziehung empfehlen ihm als Handlungsstrategie: Ignoranz. Er geht zur Bar, bestellt sich einen niederschwelligen Cocktail und flucht darüber, wie verkommen die Gesellschaft ist, die ihn ständig solchen Reizen aussetzt. Dieser Typ ist kein Sexist, aber ziemlich verklemmt.

    b) Der Lebemann (Genießer)
    Er reagiert auf den Reiz erstmal insofern, wie er Lust in sich aufsteigen spürt. Er beobachtet intensiv und schwingt sich in eine erotische Stimmung, während er die Musik in sich aufnimmt und jede Geste auf der Bühne aufsaugt. Ihm kommen auch Gedanken, die auf Grundlage seiner Erfahrungen verschiedene Handlungsmuster prolongieren. In gewisser Weise reduziert er die Frau auf der Bühne dabei auf ihr Geschlecht. Trotzdem weiß er: Eine jede riecht, schmeckt und redet anders. Seine Handlungsstrategie ist offen. Vielleicht lädt er sie nach dem Konzert auf einen Drink ein, schickt ihr Blumen oder lauert ihr sogar auf, um sie zu nötigen. Diese Form von latentem Sexismus liegt allerdings jedem sexuell orientierten Verhalten zugrunde. Je stärker schließlich der innere Trieb, um so eher wird mensch sich dabei erwischen, sein Gegenüber bei entsprechender Neigung erstmal auf das „gewisse Etwas“ zu reduzieren. Es liegt dann am kritischen Urteilsvermögen, sich da heraus zu arbeiten, um zu angemessenem Handeln zu kommen.

    (c) Der Bundeswehr-Rekrut
    Sein geschlechtertechnisch vorsortierter Alltag hat bereits Erwartungen aufgebaut. Da Frauen dort keine Rolle spielen, werden sie in ihrer Abwesenheit objektiviert und verallgemeinert. Sexismus in der Form abwertender und reduzierender Äußerungen gehört in der ihn umgebenden Männerkultur also zum guten Ton. Dieser Sexismus ist nicht nur Produkt einer inneren Latenz wie bei b) sondern vor allen Dingen Ausdruck umgebender gesellschaftlichen Verhältnisse, die auf eine Vielzahl kultureller Praktiken rekurrieren. Aufgemerkt: Ein signifikanter Reiz ist hier gar nicht zwingend vorläufig. Im Grunde führt der Reiz in der Konzertumgebung dann nur dazu, dass der Sexismus aufgedeckt wird. Der Rekrut verhält sich aus seiner Perspektive „normal“, wenn er „Ausziehen!“ skandiert, rumpöbelt oder übergriffig wird. Dabei ist es auch egal, ob der Reiz triebfördernd oder triebmindernd wirkt, dieser klassische Sexist wird sich in jedem Fall abwertend verhalten, ob er nun die „tollen Titten“ bewundert oder den „fetten Arsch“ beschimpft.

    Das Ganze ist vielleicht ein wenig konstruiert, aber ich hoffe, mensch kann die verschiedenen Linien sehen, anhand derer Sexismus zu diskutieren ist.

    Abschließend: Ich halte es für übertrieben und realitätsfern, jeden spontanen Gedanken, der ein Gegenüber auf sein sexuelles Geschlecht reduziert, zu verdammen. Kritisierenswert werden solche Gedanken, wenn sie sich in Mustern verdichten und wiederholen, und wenn sich diese dann in wiederkehrendem Handeln niederschlagen, können wir das dann auch anhand unserer kritischen Linie verurteilen, in der Hoffnung, dass unser Gegenüber daraus für die nächste Handlungssituation etwas lernt.

    so long
    clov

  27. Gravatar Icon 27 Christian 27. August 2010 um 16:19 Uhr

    Die Sexualität von Männer ist nun einmal eine andere als die von Frauen. Männer stehen im Schnitt mehr auf nackte Haut und wollen daher auch eher Brüste bzw. nackte Frauen sehen. Frauen stehen im Schnitt eher auf Status und wollen die Statusmänner auf der Bühne sehen, egal ob sie sich ausziehen.
    Weil die Männer auf der Bühne waren wollte sie zu ihnen hoch und weil sie eine Frau war und Männer von Frauen bewundert werden wollen haben sie eine Frau auf die Bühne geholt und keinen Mann.
    Diese hübsche Zweisamkeit wurde nun dadurch durchbrochen, dass die Frau nicht alleine der Band gehören sollte, sollen alle Männer was von ihr haben wollten, eben indem sie sich auszieht. Sie schien dazu durchaus bereit zu sein und die Bewunderung nicht nur der Bandmitglieder sondern aller Männer zu holen. Das ging der Band dann natürlich zu weit und sie haben flott ihre Besitzansprüche gewahrt.

  28. Gravatar Icon 28 tee 27. August 2010 um 22:12 Uhr

    ist nun einmal

    wozu soll das denn jetzt taugen? zumal diese tautologie an den haaren herbeigezogen ist. nur weil frauen nicht „ausziehen!“ rufen stehen sie nicht so sehr auf nackte haut und weil sie nicht so sehr auf nackte haut stehen rufen sie weniger „ausziehen!“. überhaupt gibt’s für deine sexistischen thesen keine beweise, ausser vielleicht deine offensichtliche projektion.

    ps: konnte clov wohl doch nicht ganz die disku totlabern :P

  29. Gravatar Icon 29 hhh 27. August 2010 um 22:22 Uhr

    „Die Sexualität von Männer ist nun einmal eine andere als die von Frauen.“

    Das iss nu ma so.

  1. 1 partyzionist » Blog Archive » | la novità | Pingback am 16. August 2010 um 19:45 Uhr

Antwort hinterlassen

:) :( :d :"> :(( \:d/ :x 8-| /:) :o :-? :-" :-w ;) [-( :)>- more »

XHTML: Du kannst diese Tags benutzen: <a href=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote> <code> <em> <i> <strike> <strong>


− vier = fünf