Yuppies gegen Gentrification

yuppies gegen gentrification


28 Antworten auf “Yuppies gegen Gentrification”


  1. Gravatar Icon 1 human 27. Dezember 2010 um 17:50 Uhr

    Alter!

  2. Gravatar Icon 2 farfalla 02. Januar 2011 um 13:47 Uhr

    finn kann ja ab und an mal mit den kleinen an den stadtrand fahren um migranten gucken zu gehen…

  3. Gravatar Icon 3 Ken DasNetzInDir 10. Februar 2011 um 14:32 Uhr

    Der is gut ;)

  4. Gravatar Icon 4 lotte rie 18. Februar 2011 um 10:41 Uhr

    wär n nettes adbuster-poster für die südvorstadt. und ja, eine schande, wie mensch sich immer so selbst im weg steht. alles auf yuppies zu schieben hilft aber auch nicht. denn zu den kultur-kapitalisten, die in der regel so ne gentrifizierung einläuten, gehören nicht nur die verfemten medien-designer und andere künstler-möchtergerns, sondern auch wir, nicht-angepasste, libertär orientierte menschen, die vorzugsweise in stadtteile ziehen, wo sie den verhassten status quo nicht immer ertragen müssen, wo andere marginalisierte bevölkerungsgruppen leben, wo es noch unverbrauchtes, kreatives potential gibt…oder, noch viel wichtiger, zumindest bald geben wird.
    ganz abgesehen davon, ist gentrifikation kein unbedingt neues, von yuppies herausfbschworenes phänomen, sondern ist im urbanen kontext historische routine. städte sind ständigen wandlungsprozessen unterworfen,
    auch wenn diverse entwicklungen mitunter an tempo gewonnen haben, die stadt(teile) ist/sind wie ein lebender organismus: es gibt eine geburt, von transformationen unterwanderte reifeprozesse und den tode. oder sind wir doch konservativer als wir glauben und sehen uns als bewahrer nicht nur alter bausubstanzen, sondern auch alter bevölkerungsstrukturen?

  5. Gravatar Icon 5 tee 20. Februar 2011 um 2:10 Uhr

    also ich nicht.

    zumal ich in leipzig nicht von gentrifikation sprechen würde. da gibt es die guten viertel wie schleussig, in denen die durch hundefrisiersalons und kindereisdielen im oberen mietspiegelniveau ausgelasteten ladenlokale sowieso kaum platz für die kreativen pioniere lassen, und im neustädter viertel ist der mietmarkt und die soziale situation nicht nur in den schulen auf so unterirdischem niveau, daß jede renovierung eines der leerstehenden häuser einer bankrotterklärung gleichkommt und eltern zur einschulung ihrer kinder eher nach grünau oder eutritzsch ziehen.

    hier wälzt sich nichts mehr um, hier wird kaum jemand verdrängt. die connewitzer und plagwitzer können sich ihrer heimeligen kieze noch auf jahrzehnte sicher sein.

  6. Gravatar Icon 6 Jay 23. Februar 2011 um 14:27 Uhr

    Wieso bist du dir mit Plagwitz so sicher? Ich bin ja erst seit ein paar Jahren in Leipzig, nehme das aber ganz anders wahr. Immer mehr Menschen ziehen nach Plagwitz weils immer attraktiver wird, Wohnnungen werden gebaut und renoviert, die Preise steigen. Währenddessen bleibt die Südvorstadt ungefähr so teuer wie eh und je, dafür werden die Läden exklusiver und der Coolnessfaktor lässt nach. Da scheint mir die Tendenz zum demnächst überranten Plagwitz doch eindeutig.

  7. Gravatar Icon 7 hhh 23. Februar 2011 um 16:42 Uhr

    @jay

    das ist aber schon seit jahren so. ich hab vor 7 jahren in plagwitz gewohnt, und da war das auch schon so. groß geändert hat sich seit dem nichts, außer 3 neuen kneipen, einer kommerz vokü und leicht höheren mieten.

  8. Gravatar Icon 8 EvS 23. Februar 2011 um 17:07 Uhr

    da kannst du noch weiter zurück gehen. ich habe meine ganze kindheit/jugend in schleußig verbracht (war also in direkter nachbarschaft) und da fing das ganze schon ende der 90er an.

  9. Gravatar Icon 9 tee 26. Februar 2011 um 0:15 Uhr

    Jay, hier ist eine stete Steigerung von 8.722 (2000) auf 11.814 (2009) Einwohner mit gemeldetem Erstwohnsitz in Plagwitz verzeichnet. Grad in den letzten Jahren stagniert das allerdings zusehens. Privathaushalte sind sogar noch zurückgegangen. Na egal, nennenswerte Indizien für Gentrifikation sind jedenfalls weder in der Statistik, noch auf der Straße zu finden …

  10. Gravatar Icon 10 tee 27. Februar 2011 um 3:37 Uhr

    Sag mal … EvS = Ed von Schleck?

  11. Gravatar Icon 11 hhh 28. Februar 2011 um 13:41 Uhr
  12. Gravatar Icon 12 EvS 28. Februar 2011 um 15:27 Uhr

    nope

  13. Gravatar Icon 13 Jay 15. März 2011 um 0:59 Uhr

    Hey hhh, EvS und tee, danke für die Antworten und Infos.

    @hhh Nur drei Kneipen und eine Kommerzvokü (die Plaque?)? Ich meine an Veränderungen u.a. mehr als drei Kneipen, ’nen veganen Imbiss, einen (Edel)secondhandshop, einen Bioladen (oder war der schon immer da?), die EEG, den Hackerspace und Neubauten am Kanal mitbekommen zu haben. Und halt einen signifikanten Teil an Student_innen im Bekanntenkreis, die gerne von Süden oder Mitte nach P. umsiedeln wollen. M.E. sind das Gentrifizierungsvorboten, aber vielleicht ist das auch einfach ein zu kleiner Ausschnitt der Stadtentwicklung, den ich da sehe und ich sollte das ganze noch ein paar Jährchen beobachten.

  14. Gravatar Icon 14 hhh 15. März 2011 um 7:21 Uhr

    „Kommerzvokü“ meinte die vleischerei.

  15. Gravatar Icon 15 tee 15. März 2011 um 13:23 Uhr

    ich dachte auch, du meinst das plaque. die vleischerei ist schließlich fastfood und kein reis mit scheiß.

  16. Gravatar Icon 16 Jay 15. März 2011 um 16:05 Uhr

    Was hat denn die Vleischerei (und ihre Preise) mit Vokü zu tun?

  17. Gravatar Icon 17 hhh 15. März 2011 um 17:55 Uhr

    also meiner meinung nach alles, bis auf die preise und dass man zwischen unterschiedlichem essen wählen kann.

  18. Gravatar Icon 18 tee 15. März 2011 um 18:04 Uhr

    also ich weiß nicht, was dieses „alles“ sein soll. kein vokütypisches essen, sonstige auswahl sehr imbiss-/spätitypisch, saftige preiserhöhung, weil der laden gut läuft, und vor allem eines – richtige öffnungszeiten, in denen man jederzeit etwas zu essen auf bestellung gemacht bekommt. das „alles“ hat mit einer vokü rein gar nichts zu tun.

  19. Gravatar Icon 19 hhh 15. März 2011 um 18:23 Uhr

    das essen ist sehr wohl vokütypisch. die hatten in letzter zeit des öfteren zu, obwohl laut öffnugszeiten offen sein sollte. auf den tischen ist mehr fett als auf dem pommesteller. die leute die sich um das essen kümmern sind asslig. die qualität des essens ist fern von gastronomischer qualität.
    ich sehe da einige überschneidungen.

  20. Gravatar Icon 20 tee 15. März 2011 um 18:30 Uhr

    da gehe ich wohl zu selten hin. fettige tische hatte ich noch nie, ausser dem popelnden abtörner haschke (macht der auch voküs?!) auch keine „assligen“ leute und die qualität des essens ist nicht schlechter als die in den nächsten dönerbuden. keine ahnung, woher deine realitätsfremden erwartungen kommen, aber „gastronomische qualität“ kannst du bei einem fastfood-imbiss im unteren preis-leistungs-segment nicht haben.

    übrigens scheinst du eindeutig die falschen voküs besucht zu haben. wer geht schon in’s atari …

  21. Gravatar Icon 21 hhh 15. März 2011 um 20:22 Uhr

    ich kann mit stolz behaupten noch nie im atari gewesen zu sein!

    wer hat denn behauptet dönerbuden wären toll? bei der „konkurrenz“ auf der wolfgang-heinze-straße oder den vegan-buden in anderen städten ist es anders und entspricht meinen erwartungen. frage ich mich wie du auf die frechheit kommst, mir realitätsfremde zu unterstellen. ich will hier auch nicht einzelne mitarbeiter vom vöner oder ihn allgemein fronten.
    ich finds dort einfach nur nicht toller als bei diversen voküs.

  22. Gravatar Icon 22 Jay 15. März 2011 um 22:25 Uhr

    Hmm, deine Beobachtung kann ich da auch nicht ganz nachvollziehen. Gehe ab und an in die Vleischerei und bisher war höchstens das Essen manchmal fettig (das kenn ich aber auch aus dem Deli) – und was erwartet man auch anderes bei ’nem Imbiss. Dafür finde ich das Personal weitaus freundlicher als alles, was mir in Connewitzer Imbissen und Spätis bisher begegnete – selbiges gilt leider auch für die Platzhirsche in Berlin. Was die Öffnungszeiten angeht: Hurra für einen Laden, der weder bereits um zehn dicht macht noch die Kund_innen schon fast ’ne Stunde vorher aus der Bude fegt.
    Riesiger Unterschied zu den Leipziger Voküs: (Oft) Platz zum Sitzen! Wesentlich größeres Angebot. Viel teurer. Hübsche Toilette :)

  23. Gravatar Icon 23 tee 16. März 2011 um 1:28 Uhr

    na das reicht jetzt aber mal an lob für die vleischerei.

  24. Gravatar Icon 24 hhh 16. März 2011 um 13:34 Uhr

    „bisher war höchstens das Essen manchmal fettig“

    das meinte ich nicht. ich mag auch fettiges essen. aber ich erwarte auch von einem imbiss dass man wenigstens ein mal am tag die tische wischt.

  25. Gravatar Icon 25 tee 16. März 2011 um 14:18 Uhr

    also wenn du nur einmal abwischen am tag erwartest, dann beschwer‘ dich nicht. die wischen bestimmt zum feierabend alle tische mal ab ;)
    da spielt natürlich auch die klientel eine rolle. wenn vor dir grad die gören von fünf plagwitz-muttis mit ihren pommes die schlacht vom teutoburger wald auf deinem tisch nachgespielt haben, ist das halt pech.
    ich saß da nun auch schon ein paar mal an tisch und tresen und hatte nie mit fett zu kämpfen.

  26. Gravatar Icon 26 hhh 16. März 2011 um 15:16 Uhr

    „bestimmt“ ?
    na, ich glaub da nicht dran, werde das aber genauer untersuchen.

  27. Gravatar Icon 27 tee 29. April 2011 um 0:36 Uhr

    9. Juni | Gentrifizierung – Städtische Aufwertung und soziale Verdrängung | 19 Uhr (Vortrag und Diskussion)

    G16 (Gießerstr. 16)

    Viele Stadtteile von Leipzig sind seit mehreren Jahren Orte großer Veränderung. Häuser, Straßen und Plätze werden aufwendig saniert, schicke und angesagte Kneipen, Clubs und Restaurants öffnen und ziehen zahlungskräftiges Publikum an. Mit der Aufwertung von Stadtteilen geht die Verdrängung von Menschen und Projekten einher, welche dem Wesen des aufgewerteten Stadtteils nicht mehr länger entsprechen. Überall in den Metropolen dieser Welt sind solche Prozesse zu beobachten. Im Rahmen der Veranstaltung wollen wir uns mit dem Phänomen und der Auswirkung von Gentrifizierung beschäftigen. Wirkungsweise und Ursachen sollen hierbei im Vordergrund stehen.

    Wo Menschen aus ihren Wohnorten verdrängt werden, wo mit Sanierungen höhere Mieten einher gehen, bildet sich auch oftmals Widerstand.

    Die Berliner Initiative „Mediaspree versenken“ organisiert vielfältige Proteste gegen die Verdrängung und Ausgrenzung von Menschen, Projekten und Kultur in Berliner Stadtteilen, die besonders von Gentrifizierung betroffen sind. Inhalt und Form der Initiative sollen kurz vorgestellt und anschließend in Bezug auf ihre Wirkung diskutiert werden.

    Referent_innen: Romy Zischner (Leipzig), Vertreter_in Mediaspree versenken

  28. Gravatar Icon 28 tee 10. November 2011 um 21:17 Uhr

    na jetzt, wo jule es mir einfach macht, die wichtigsten links zur aktuellen debatte auf einen blick: http://jule.linxxnet.de/index.php/2011/11/beitrage-zur-gentrifizierungsdebatte-in-leipzig-connewitz/

    (unter dem indy-artikel auch das flugblatt, in verbindung zu den conne island farbbeuteln)

Antwort hinterlassen

:) :( :d :"> :(( \:d/ :x 8-| /:) :o :-? :-" :-w ;) [-( :)>- more »

XHTML: Du kannst diese Tags benutzen: <a href=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote> <code> <em> <i> <strike> <strong>


× sechs = dreißig