Archiv für Februar 2011

Bujaka Bujaka!

Wenn sich im Spinnwerk eine Gruppe von jungen Leuten einem Projekt stellt, das mit „Mahatma Hitler“ betitelt ist, so hat es sicher nicht viel mit der legendären Musikcombo zu tun. Oder?!

Wenn das Laden-Plenum das Editorial des Newsflyers schreibt …

… ist „das Verhältnis von Conne Island und CEE IH […] derzeit zu allererst ein unklares, teilweise durchaus von Misstrauen geprägtes.“ Klaro.

Punkrock – Fremdheit und Hoffnungslosigkeit in aggressiver Zuspitzung

Das Lied „Deutschland muss sterben“ ist Kunst im Sinne dieses Grundrechts. Dies ergibt sich sowohl bei ausschließlich formaler Betrachtungsweise, weil die Gattungsanforderungen des Werktyps „Komposition“ und „Dichtung“ erfüllt sind, als auch bei einer eher inhaltsbezogenen Definition des Kunstbegriffs. Der Verfasser benutzt die Formensprache eines Liedes, um seine Erfahrungen und Eindrücke zu bestimmten Vorgängen mitzuteilen, die man unter der Überschrift „Bedrohliche Lebensumstände in Deutschland“ zusammenfassen könnte. Da eine wertende Einengung des Kunstbegriffs mit der umfassenden Freiheitsgarantie des Art. 5 Abs. 3 Satz 1 GG nicht zu vereinbaren ist, kommt es bei der verfassungsrechtlichen Einordnung und Beurteilung auf die „Höhe“ der Dichtkunst nicht an.

… heißt es in einem historischen Urteil des Bundesverfassungsgerichts. Also wo sie recht haben!

In seinem Urteil hebt das Gericht undifferenziert auf den „zu Gehör gebrachten Wortlaut des inkriminierten Liedes“ ab, „welcher unmissverständlich zum Ausdruck“ bringe, „dass sich eine Besserung der Lage für die Staatsbürger nur durch eine Vernichtung des Staatssystems der Bundesrepublik Deutschland erreichen lassen soll“. Diese Interpretation wird dem satirischen, verfremdenden und metaphorischen Gehalt des Werks jedoch nicht gerecht. Bei dem Lied „Deutschland muss sterben“ handelt es sich erkennbar um eine plakative, drastische Kritik mit satirischem Einschlag an gesellschaftlichen und politischen Zuständen in Deutschland. Charakteristisches Merkmal dieser Kunstform ist, dass der Aussagekern mit symbolhaft überfrachteten Bildern verbrämt und in karikaturhaft überzeichneten Ausdrücken umschrieben wird; typisch sind auch Anspielungen auf zeitgeschichtliche Vorgänge und literarische Reminiszenzen. Das Amtsgericht hätte daher bei der Beantwortung der Frage, ob das Lied die Bundesrepublik Deutschland im Sinne von § 90 a StGB verunglimpft, den in der künstlerischen Einkleidung verborgenen Aussagekern ermitteln müssen (vgl. BVerfGE 75, 369 <377 f.>).

… na eben! Und als ob der Hymne nicht schon genug der Ehre getan wäre, wird auch noch Heinrich Heine heranzitiert.

Hach … gern gelesen.

ben-x

„nichts, war alles was ich sagte.
ich bin weggegangen, bevor ich es wagte.“

Kaveh – Nur ein Augenblick?

Gegen einen Auftritt Harris‘ in der Schanze firmiert sich derzeit in der Hansestadt Widerstand. Auch mit dem falschen Schluß, Harris‘ nationalistische Forderung wäre gleichermaßen rassistisch. Aber sei’s drum, dafür sind ja die Kommentarspalten da, nicht dieser Beitrag. Denn hier soll’s lieber um dieses schöne Lied mit dem nicht minder schönem Video gehen:

Kaveh der Schmied, Kaveh Ahangar (auch Kaweh oder Kawa; persisch ‏كاوه آهنگر‎) ist eine Gestalt aus der iranischen Mythologie. Er symbolisiert den Kampf gegen die Tyrannei und gegen Unterdrückung durch fremde Invasoren.

… und macht noch mehr Musik.

Tapete – Schwarzfahrt

Endlich mal wieder politisch korrekter Rap:

„das queere Bündnis mit der Hamas“

Hier nochmal das absolute Highlight (M. Dornis) der postantideutschen Realsatire neulich:

Die Ideologie wird in der Diskurstheorie schlicht noch einmal bestätigt. Die Liquidation des Individuums wird durch seine dekonstruktivistische Zersplitterung vorangetrieben. So wird den Individuen im „Queerfeminismus“ noch einmal gerade das genommen, was einzig das Moment ihrer Rettung wäre, die Einheit ihrer Individualität, Geschlecht, Lust, Sexualität. Das Subjekt wird theoretisch um seine Substanz gebracht. Vorausgedacht ist all das natürlich bei der Täterschützerin Judith Butler: „Die humanistischen Konzeptionen des Subjekts neigen in erster Linie dazu, eine substanzielle Person zu unterstellen, die als Träger verschiedener […] Attribute auftritt. Eine humanistische feministische Position würde die Geschlechtsidentität als Attribut einer Person begreifen […] (die) als ,Kern‘ charakterisiert ist und ein universales Vermögen der Vernunft […] bezeichnet“. (5) Es darf bei Butler um keinen Preis einen Kern des Subjekts geben, jeder Humanismus soll verabschiedet werden und die universale Vernunft sowieso. Genau so sieht das postfaschistische Subjekt aus. Wenn das Subjekt dann bei Butler und ihren Gesinnungsfreunden „strategisch“ wieder eingeführt wird, um diverse obskure „Bündnisse“ zwischen „Marginalisierten“ zu schließen, macht das die Sache nicht besser, sondern noch schlechter. Subjektlose Menschen werden als Subjekte losgelassen – das ist die Reaktionsform des Nazifaschismus, das queere Bündnis mit der Hamas ist in dieser Theorie angelegt. Hier zeigt sich praktisch, dass nach Auschwitz die Sympathie mit irgendwelchen Marginalisierten unmöglich geworden ist.

Rebellen im Namen der Erde

Arte zeigt morgen den Film „Rebellen im Namen der Erde“ über radikale Umweltschützer. (später sehen)

Neues von der Insel

Der neue Cee Ieh ist draußen. Diesmal mit großem Erklärungsteil und allerlei mutigen Einsichten:

Nichts gegen das Zoro, aber die Tatsache, dass bei uns inzwischen mehr neon als CEE IEH, mehr BILD als Bahamas gelesen wird, spricht doch eine deutliche Sprache. Diesen Fakt kann man gern mit Häme kommentieren […]

Hausaufgabe

Über Verlinkungen aus Foren wie „Copzone“ freu ich mich ja immer besonders, zeigt es doch die Lernwilligkeit der so oft gescholtenen Beamten. Schade nur, wenn es sich um ein geschlossenes Forum handelt. Aber bei Blogsport gibt es sicher den ein oder anderen Freund und Helfer, der mir sagen kann, was sich dort verbirgt. Oder?!