Diskussion -„Wir Homos! – Diskriminierung in der Szene“

Die Idee, im Namen einer (diskriminierten) Gruppe politische Forderungen für eben diese Gruppe zu reklamieren, ist nicht neu. Im Gegenteil, sie stellt im Zusammenhang unterschiedlicher Bewegungen ein wesentliches und meist auch wirksames Element politischen Handelns gegen soziale Benachteiligung dar. Problematisch ist dabei allerdings, dass die Idee eines Kollektivsubjektes …(„Wir Schwulen“, „Wir Homosexuellen“) dazu führt, Strukturen, die innerhalb dieser Gruppen herrschen, nicht (mehr) wahrzunehmen. Genau hier aber entstehen Probleme, die in der Regel über die Frage nach Zugehörigkeit organisiert sind („Bisexuelle sind keine richtigen Homosexuellen“ oder „Frauenpartys dürfen nur von biologischen Frauen besucht werden“). Nach einem kurzen Input, der dieses Spannungsfeld umreißt sollen Für und Wider identitätspolitischer Strategien diskutiert werden.

Referenten:

Klemens Ketelhut, M.A., ist staatlich anerkannter Heilerziehungspfleger, studierte Ökonomie, Soziologie und Rehabilitationspädagogik und arbeitet seit 2008 als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Martin-Luther-Universität Halle/Wittenberg am Institut für Pädagogik. Forschungsschwerpunkte: Historische Bildungsforschung sowie aktuelle Fragen der Gender- und Queerfstudies.

Thea Wende, M.A., studierte Soziologie und Erziehungswissenschaften an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg und arbeitet seit 2009 als Sozialberaterin für das translesbischwule Begegnungs- und Beratungszentrum RosaLinde Leipzig e.V.

Eintritt: frei

Veranstalter: Rosa Linde Leipzig e.V. und MonaLisa e.V.

Am Mittwoch, dem 6. Juli, von 19 bis 22 Uhr beim RosaLinde Leipzig e.V.


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