Feindbildpflege 2011

Das Conne Island zementiert so nur sein hart erarbeitetes Image, kein politischer Freiraum, sondern eine Sekte von BesserwisserInnen zu sein und macht es damit Außenstehenden leicht, ihr Feindbild zu bestätigen. (Freundeskreis Dr. Georg Sacke)

(Hintergrund)


11 Antworten auf “Feindbildpflege 2011”


  1. Gravatar Icon 1 Morph 16. November 2011 um 22:14 Uhr

    Ich war auch schon mal da. 2007 ist irgendwie schon lange her…

  2. Gravatar Icon 2 Tzach 18. November 2011 um 18:11 Uhr

    Dass das Cee Ieh längst kein polit. Freiraum (mehr) ist, erkennen Menschen in der Tat schon als Außenstehende. Doch

    Das Conne Island bringt anno 2011 nur noch eine Entsolidarisierung zustande.

    Bringt doch ganz Connewitz zustande. Oder warum zeigt sich in Connewitz so wenig Interesse für Projekte, wie z.B. das Atari, das ja eben doch irgendwie eine Insel in Form eines emanzipatorischen Raumes in Reudnitz bildet. Nach den Naziangriffen hätte sich zumindest das Bestreben mehr Engagement in das Fortbestehen des Ataris zu investieren aufkommen können. Zu beobachten ist davon aber nichts.

  3. Gravatar Icon 3 tee 21. November 2011 um 22:07 Uhr

    ist das atari denn irgendwie im fortbestehen bedroht? sowas müsste schon kommuniziert werden, damit sich da überhaupt was regen kann. aber keine ahnung, ich stecke halt weder im atari-, noch im connewitzsumpf drin. left-action und indymedia lesen reicht scheinbar nicht. :(

  4. Gravatar Icon 4 Tzach 23. November 2011 um 21:29 Uhr

    finanziell kenn ich mich da auch nicht aus, jedoch ist die beteiligung neuer menschen für veranstaltungen eher mau und wenn dann die alten leute iwann keine lust/zeit mehr haben, sieht das plenum manchmal doch recht trist aus.

  5. Gravatar Icon 5 tee 24. November 2011 um 7:32 Uhr

    ach so. ich dachte schon, es gäbe einen zusammenhang mit den naziangriffen.

    aber so verschlossen und szenig, wie sich das atari immer gibt, ist es auch kein wunder. ein offener laden hätte mehr möglichkeiten auf partizipation neuer bzw. mal „anderer“ leute.

    Alle Anfragen werden vom Plenum gehört.

    kein wort von beteiligung, von einem offenen konzept, von einer einladenden atmosphäre.

  6. Gravatar Icon 6 finni 24. November 2011 um 19:18 Uhr

    soweit ich weiß, ist das plenum im atari IMMER offen und unter dates auf deren seite findet mensch sogleich auch termine für jenes.
    ist zwar ein wenig versteckt, aber dennoch kann keine rede von

    kein wort von beteiligung, von einem offenen konzept, von einer einladenden atmosphäre.

    sein.

    aber benkt man mal: wer bettelt auf der (eigenen) internetseite schon gerne nach mehr beteiligung und interessierten?

  7. Gravatar Icon 7 tee 24. November 2011 um 21:33 Uhr

    na war schon ein wenig scharf formuliert, zugegeben. ein „offenes plenum“ gibt es allerdings fast überall. wer schonmal ein paar verschiedene im leipzig mitgemacht hat, weiß, wie offen die wirklich sind.

    ist halt keine einladende atmosphäre, wenn man als unbekannter zufallsbesuch angestarrt wird, als hätte man gleich wieder die verfassungsschutz-paranoia entfacht. und scheinbar hauptsächlich, weil man nicht szenekonform gekleidet ist. oder während der öffnungszeit auf dem weg zum (ehemaligen) infoladen begrüßt wird mit: „wo willst‘n du hin?“, in einem selten abweisenden ton. solche und ähnliche erfahrungen bilden insgesamt ein bild der geschlossenheit, nicht nur bei mir.
    jaja, es gibt auch gegenteiliges zu berichten.

    also, nicht falsch verstehen – passt schon. sollen sie halt machen. wenn mal was wirklich schönes da ist, geh‘ ich sicher wieder hin, war ja auch nett das ein oder andere mal. nur haben die atari-strukturen und sicher auch einzelpersonen (ok, und die vokü noch ;)) über die jahre so einige leute vergrault, da sollte man sich über mangelnde solidarität und fremdinitiative halt nicht wundern. zumal das ja im zuge der allgemeinen entpolitisierung eh so ziemlich alle projekte betrifft. auch für das conne island würden heute keine 1.000 leute mehr auf die straße gehen, denke ich.

  8. Gravatar Icon 8 Klaus-Peter 25. November 2011 um 20:44 Uhr

    Danke für das Posting. Kann es noch nicht so richtig einordnen, aber ich tendiere zur Rubrik „Linke Selbstzerfleischung“.. 8-|

  9. Gravatar Icon 9 tee 30. November 2011 um 21:35 Uhr

    bei gelegenheit mal lesen: http://www.conne-island.de/nf/191/3.html

  10. Gravatar Icon 10 Spießer 05. Dezember 2011 um 19:32 Uhr

    Also sorry. Das ist eine Frage der Perspektive. Wenn man nicht zeckig gekleidet ins Atari zu einem Konzert oder Plenum gehen würde, würde man auch dumm angeguckt werden. Als etwas eher hausbacken angezogener Zeitgenosse, also jemand, der seine politische Identität nicht aus jedem Knopfloch gucken lässt, habe ich da so meine Erfahrungen in der nur für seinesgleichen wirklich offenen linken Szene gemacht. Das Conne Island, entschuldigt diesen Ausdruck, ist zwar teurer, aber nun wirklich bunter und vielfältiger. Das mag durchaus an der Politisierung, d.h. Einengung der Identität liegen.

  11. Gravatar Icon 11 tee 22. Dezember 2011 um 21:19 Uhr

    tenor des cee-ieh-textes: leider hat die stadt ihr emanzipatorisches glückversprechen und die durch das kapital möglich gewordene individuelle freiheit nicht ganz eingelöst, weshalb ……. ja was eigentlich?! :-?

    viel ansatzweise analytisch richtiges in dem text, der dann immer wieder abgleitet. exemplarisch:

    Widersprüchlich ist die berechtigte Kritik an einer Security, die bei geringsten Vergehen Gäste gewaltsam des Saales verweist.(8) Denn dies zu beheben wäre gerade ein Mehr an Professionalität, also genau das, wogegen sich die Romantisierung Autonomer Zentren doch richtet.

    scheinbar haben die kiezfeinde noch nie bekanntschaft mit professionellen securities gemacht. aber egal, hauptsache irgendwie die ökonomisierung des islands gerechtfertigt. (nicht, dass ich da was einzuwenden hätte, im gegenteil)

    nun ja, immerhin eines gibt es bei den leipziger löwen oder der black rainbow nicht: das „palituch“-verbot! ;)

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