Veganz in Leipzig

Ich berichtete ja schon, der erste vegane Supermarkt mit Vollsortiment kommt nach Leipzig, Gerüchten zufolge auf die Könneritzstraße.Ebenfalls Gerüchten zufolge sollen die Arbeitsbedingungen im Veganz auch reichlich scheiße sein. Tja, liebe Veganer_innen … ich bin gespannt. (Weitere Standorte in Berlin, Hamburg, Wien, Zürich und Frankfurt sollen übrigens folgen)


19 Antworten auf “Veganz in Leipzig”


  1. Gravatar Icon 1 new_vegan 24. Januar 2012 um 13:51 Uhr

    Wie zeigt sich das denn in den Gerüchten, dass die Arbeitsbedingungen scheiße sind? Interessiert mich wirklich.

  2. Gravatar Icon 2 Morph 25. Januar 2012 um 22:07 Uhr

    Ist Lohnarbeit denn nicht immer mehr oder weniger scheisse, new_vegan? Schon dass ich zu einer festen Uhrzeit am Arbeitsplatz sein soll und dass ich dann nur noch so Arbeitszeug machen darf, anstatt was wirklich Cooles mit Freund_innen und meinem Leben anstellen zu können, fuckt doch schon richtig ab, vegan hin oder her. Insofern hat tee definitiv recht.

    Solange das Veganz nicht plötzlich ganz neue Ideen hinsichtlich der Arbeitsatmosphäre umsetzt und nachher wie`n cooler rotziger Plattenladen ausschaut, der erst öffnet, wenn auch alle ausgeschlafen haben und in dem Arbeit fast sowas wie Freizeit ist.

  3. Gravatar Icon 3 tee 25. Januar 2012 um 22:32 Uhr

    Na sollte das einer der Bio-/Vegan-Supermärkte der Kategorie sein, die gezielt Betriebsratsgründungen verhindern und Arbeitnehmer_innenorganisation mit Kündigungen und Mobbingmaßnahmen zu unterdrücken versuchen, ist das schon ein wenig beschissener als anderswo in diesem Gewerbe. War ja nun alles schon da in Leipzigs alternativer Lebensmittelbranche, in der es sonst größtenteils recht freundlich (jaja, alles relativ) abgeht. Zumindest nach dem, was ich so mitkriege …

    PS: Der_die Gerüchtestreuer_in könnte sich ja mal melden!

  4. Gravatar Icon 4 new_vegan 27. Januar 2012 um 11:31 Uhr

    Ehrlich gesagt, ich kenn mich nicht aus, was so in der alternativen Lebensmittelszene abgeht. Ja, und Lohnarbeit ist meist mit Zwängen verbunden, aber wenn man sich traut, kann man oft doch noch was „erkämpfen“, was Arbeitszeiten oder Entlohnung betrifft … wobei das leider aber zu unschönen Szenen führen kann, die man doch nicht so leicht wegsteckt, auch wenn man „gewonnen“ hat … ist natürlich doof, dass nicht von vornherein Verständnis existiert … aber es gibt ja leider kein Grundeinkommen und so sucht man sich doch was im „richtigen“ Arbeitsleben, um sich auch besser zu fühlen, selbst wenn man eigentlich schon unbezahlt genug Sinnvolles für die Gesellschaft macht … ich sah das Veganz jetzt also eher als Chance, was in einem (aus meiner Sicht) sinnvollen Sektor zu machen …

  5. Gravatar Icon 5 tee 27. Januar 2012 um 22:29 Uhr

    ich sah das Veganz jetzt also eher als Chance, was in einem (aus meiner Sicht) sinnvollen Sektor zu machen …

    Rendite?!

  6. Gravatar Icon 6 mehl_ist_mord 01. Februar 2012 um 12:53 Uhr

    Zwei Fragen:
    1. Welcher der zahlreichen Leipziger Bio/Vegan-Supermärkte verhindert denn gezielt Betriebsratsgründungen?

    2. Ist das nicht ein bisschen viel Konjunktiv für eine gescheite Auseinandersetzung mit den Arbeitsbedingungen im veganz? Mit „Gerüchten zufolge“ kann man die abenteuerlichsten Behauptungen aufstellen…

  7. Gravatar Icon 7 tee 01. Februar 2012 um 17:36 Uhr

    zu 1. kommt hoffentlich bald was.
    zu 2. habe ich nur ein gerücht wiedergegeben (und als solches gekennzeichnet), keine behauptung aufgestellt. ich bin nämlich in der lage, das zu trennen und dachte, die meisten leser_innen hier auch.

  8. Gravatar Icon 8 Morph 02. Februar 2012 um 0:52 Uhr

    Hello, it`s youtube dot com:

    @ tee: Wieso sollte zu 1. „hoffentlich noch was kommen“? Das verstehe ich nun nicht.

  9. Gravatar Icon 9 tee 02. Februar 2012 um 9:43 Uhr

    weil ich aus meiner schlechten erinnerung nur was andeuten konnte, andere das aber durchaus noch wiedergeben können. ich weiß, ich hätte die kavallerie zuerst rufen sollen, die ich nun erhoffe …

    ALLERDINGS wollte ich mich auch nicht direkt auf diesen fall beziehen, sondern die bio-/vegan-supermärkte in eine beziehung zu den (skandalbedingungen in) normalen discountern und supermärkten setzen. mea culpa.

  10. Gravatar Icon 10 new_vegan 05. Februar 2012 um 13:29 Uhr

    @tee
    Ich meinte, wenn man dort arbeiten würde, würde man in einem aus meiner Sicht sinnvollen Bereich arbeiten (zu hoffentlich fairen Bedingungen, denn auf Ausbeutung habe ich natürlich auch keine Lust, weshalb ich gern an „geheimen Infos“ interessiert wäre)… bin da nämlich gerade auf der Suche … wobei die Selbstbestimmtheit in einem Angestelltenverhältnis natürlich immer mehr oder weniger (meist mehr) eingeschränkt ist. Aber eine Selbstständigkeit als Alternative ist auch kein Ponyhof, wie manche so schön sagen würden und man kann seine Waren/Dienstleistungen auch nicht verschenken, ergo will auch Veganz natürlich Gewinn machen. Was ist also die Lösung des Arbeitsdilemmas?

  11. Gravatar Icon 11 tee 05. Februar 2012 um 16:52 Uhr

    inwiefern denn sinnvoll?
    die „geheimen infos“ sind übrigens schon nachgefragt …

    für das arbeitsdilemma hab‘ ich keine lösung. außer (general)streik.

  12. Gravatar Icon 12 new_vegan 05. Februar 2012 um 22:52 Uhr

    Sinnvoll: durch seine Mitarbeit beitragen, die vegane Lebensweise weiter zu etablieren.

  13. Gravatar Icon 13 clov 06. Februar 2012 um 10:27 Uhr

    Vegane Lebensweise? Immer diese Nebenwidersprüche 8) Wenn sich der Bürger jetzt auch noch beginnt, gesund zu ernähren, dauert seine Ablösung ja noch länger *hüstl* Vegan@s raus aus der vordersten Linie!

  14. Gravatar Icon 14 tee 26. Februar 2012 um 14:29 Uhr
  15. Gravatar Icon 15 GG 18. Juni 2012 um 10:51 Uhr

    Vegan ist also groß in Mode. Im Kapitalismus ist alles möglich, sogar die Vermarktung von Ethik und Moral. Wieso verwundert es dann, wenn Mitarbeiter ausgebeutet werden? In der Marktwirtschaft interessiert Moral nicht.
    Hier wurde eine Marktlücke entdeckt und nun wird der zahlungsfähige Bürger bearbeitet. Die zu erwartende Konkurrenz in anderen Städten treibt das Geschäft mit dem
    Veganismus direkt ins Zentrum des Kapitalismus.
    Dabei sollte Veganismus mehr bedeuten, nämlich ein Ende der Fremdbestimmung im Produktionsprozess von Mensch und Tier. Eine Produktion mit dem Ziel nach Bedürfnissen und nicht nach Profit.
    Ohne Umsturz der bestehenden gesellschaftlichen Verhältnisse wird es keine Freiheit weder für Menschen noch für Tiere geben. Beide sind nicht nur verbunden, weil der Mensch eben auch ein Tier ist, sondern weil die Grundlagen, die den Menschen unterdrücken und oft auch früh sterben läßt, wenn er der Kälte die ihm entgegenschlägt nicht gewachsen ist,auch Tiere vernichtet.
    Der Mensch war zwar in der Lage für sich durch Gewerkschaft und soziale Kämpfe Verbesserungen zu erzielen, doch das zugrunde liegende ökonomische Prinzip existiert immer noch, als wäre es ein Naturgesetz, was es natürlich nicht ist. Die rücksichtslose Beherrschung der Natur zeigt sich in der sozialen Kälte und Empathielosigkeit der Menschen untereinander und gegen Tiere. Es ist, als dürfe der Mensch nicht fühlen, weil er dann nicht mehr für fremde Zwecke funktionieren würde. Sozialabbau ist ja „Normal“ unter diesen Bedingungen. Es ist doch entwürdigend, darum zu betteln ausgebeutet zu werden, weil man es muss, um überleben zu können. Immerhin besitzt mensch ja nichts weiter als seine Arbeitskraft und das ist auch so gewollt.

  16. Gravatar Icon 16 ouwe 02. Juli 2012 um 16:26 Uhr

    warum seid ihr alle nur so ideologisch verbrähmt? Pseudomoralisten! Es geht um Tier- und Klimaschutz und um nichts anderes!! Wie wäre es mit z.B. sich dafür einzusetzen, dass der Paul Watson wieder aus der U-Haft in Frankfurt kommt, die Massentierhaltung verboten wird, Tiere aus den Zirkussen verschwinden etc….!!! Von der Spezies Mensch gibt es, glaub ich, genug auf der Erde??!! Unter welchen „Arbeitsbedingungen“ werden denn unsere „Nutztiere“ „gehalten“?? Konzentriert Euch mal!!!

  17. Gravatar Icon 17 GG 03. Juli 2012 um 19:10 Uhr

    Wie wäre es, wenn Du nicht für andere entscheidest, was diese zu tun haben?
    Wie wäre es, wenn Du blinden Aktionismus hinterfragen würdest?
    Wie wäre es, wenn Du nicht pauschal beleidigst?
    Wie wäre es, wenn Du dich mit dem Zusammenhang zwischen der Ausbeutung von Mensch und Tier
    beschäftigen würdest?
    Da ist eine Anmaßung an die andere gereiht.

  18. Gravatar Icon 18 ouwe 06. Juli 2012 um 16:54 Uhr

    Na, da hab ich ja den richtigen Nerv getroffen. Die Ideologie….
    1. seit wann gehört eine linke Einstellung und vegan zusammen?
    2. wenn Du richtig gelesen hättest, ist mir die Ausbeutung des Menschen total egal.
    3. Wieso sollte ich „blinden“ Aktionismus hinterfragen?(da kommt ein denkender Mensch selbst drauf)
    4. Wer ist denn hier beleidigt?(Ich nicht, Du nicht sondern nur Deine Ideologie…)
    5. Was habe ich denn für Dich entschieden? Es ist meine Meinung und Demagogen hatten wir früher hier Genug (Linke und Rechte). Mit beiden möchte ich nichts mehr zu tun haben!!
    Deswegen: Noch mal lesen und sich konzentrieren….

  19. Gravatar Icon 19 JS 31. März 2013 um 9:37 Uhr

    Ich kann da nur eine Alternative in Leipzig empfehlen:

    Vegan Leben
    Kurt Eisner Str. 11
    04275 Leipzig

    http://www.vegan-leben.com

    Die Neueröffnung war am 04.03.2013 und das Angebot ist einfach Spitze!

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