Lindenstraße verteidigen!

Ganz witzig, die Lindenstraße-Aufklebermotive der Initiative „Linie 206 verteidigen!

Finde ich gut, Werbung für die Lindenstraße und dann gleich noch die zwangsweise Einbindung derselben in den Gentrifizierungsdiskurs. Die Macher_innen hoffen freilich auch auf eine künftige Thematisierung in der Serie, nicht ganz unbegründet. Nur fraglich, wie dies geschehen soll. Dr. Dressler jedenfalls ist als der einzige Hausbesitzer und Vermieter in der Lindenstraße ein reichlich fehlgewähltes Räumungsopfer:

Ironie? Als Prototyp des guten Hauseigentümers, der seine Mieter fast alle persönlich kennt, gereicht er nicht wirklich zum Miethai, zum Gentrifizierungsprofiteur. Wobei – Gentrifizierung in München, geht das überhaupt? Wie auch immer – sollte die Lindenstraße das Thema wirklich aufgreifen, stellt sich die Frage der Konfliktkonzeption. Die Lindenstraße 3 birgt wahrlich wenig Potenzial. Der Klausi/Momo-WG traue ich nichts zu, einzig Andi Zenker könnte freidrehen, wenn seine Miete steigt. Oder müssen Phlip und Orkan endgültig zurück in die Lindenstraße, weil ihre Berliner Kieze teurer werden als das Münchner Pflaster? Hach, Fragen über Fragen. Schau‘n wir mal …


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