abnormales

Rechtskräftigkeit des Tages

Tabus statt Argumente – Inzest bleibt strafbar.

Meanwhile in Argentina …

… die „Freie Wahl des Geschlechts in Argentinien“. (via)

Solange Status.net down ist …

… nutz‘ ich halt die Möglichkeit hier, um den einzigen sehenswerten Tatort zu zitieren, der noch übrig ist. Heute geht’s um Intersexualität und Börne klärt auf: „Lieber Herr Thiel, Geschlecht entsteht nicht zwischen den Beinen, sondern zwischen den Ohren!“

Geschlechtsneutraler Kindergarten?!

Fuckermothers hat die Links zum ersten geschlechtsneutralen Kindergarten in Stockholm.

Sonntagsdisku

Es geht mal wieder um homosexuelle/queere Identitätskonstrukte und die richtigen Fragen werden gestellt:

Oder ist es etwa keine Internalisierung, genau die Rolle zu spielen, die andere für dich vorgedacht haben? Kann schwule Identität überhaupt etwas anderes sein als eine ständige Aneignung und Zitation homophober Klischees?

Aber keine Angst, bei Rhizom gibt’s auch Antworten. Und diese Perle noch:

Diskussion -„Wir Homos! – Diskriminierung in der Szene“

Die Idee, im Namen einer (diskriminierten) Gruppe politische Forderungen für eben diese Gruppe zu reklamieren, ist nicht neu. Im Gegenteil, sie stellt im Zusammenhang unterschiedlicher Bewegungen ein wesentliches und meist auch wirksames Element politischen Handelns gegen soziale Benachteiligung dar. Problematisch ist dabei allerdings, dass die Idee eines Kollektivsubjektes …(„Wir Schwulen“, „Wir Homosexuellen“) dazu führt, Strukturen, die innerhalb dieser Gruppen herrschen, nicht (mehr) wahrzunehmen. Genau hier aber entstehen Probleme, die in der Regel über die Frage nach Zugehörigkeit organisiert sind („Bisexuelle sind keine richtigen Homosexuellen“ oder „Frauenpartys dürfen nur von biologischen Frauen besucht werden“). Nach einem kurzen Input, der dieses Spannungsfeld umreißt sollen Für und Wider identitätspolitischer Strategien diskutiert werden.

Referenten:

Klemens Ketelhut, M.A., ist staatlich anerkannter Heilerziehungspfleger, studierte Ökonomie, Soziologie und Rehabilitationspädagogik und arbeitet seit 2008 als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Martin-Luther-Universität Halle/Wittenberg am Institut für Pädagogik. Forschungsschwerpunkte: Historische Bildungsforschung sowie aktuelle Fragen der Gender- und Queerfstudies.

Thea Wende, M.A., studierte Soziologie und Erziehungswissenschaften an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg und arbeitet seit 2009 als Sozialberaterin für das translesbischwule Begegnungs- und Beratungszentrum RosaLinde Leipzig e.V.

Eintritt: frei

Veranstalter: Rosa Linde Leipzig e.V. und MonaLisa e.V.

Am Mittwoch, dem 6. Juli, von 19 bis 22 Uhr beim RosaLinde Leipzig e.V.

Neueste Umfrage

Bund Katholischer Ärzte will mit Homöopathie Homosexualität heilen – Was wollen Sie heilen? (Heise dazu)

„sehr anregend, Fragen aufwerfend und überhaupt“ richtig?

hauptsache „ein bunter mix aus identity, issues, emanzipation, empowerment, queer, konstruktion, dekonstruktion, normen, macht. hach, ich bin ganz begeistert.“ (facebook-kommentar zu diesem beitrag)

Pro Homo

Sookee und Tapete mit „Pro Homo“ nun auch in der Video-Version:

Naja, Geschmackssache. Außerdem wird der heterosexuellen Normidentität wie immer nur die Alternatividentität „Queer“ entgegengestellt und nun auch genauso fotografiert. Bärtige Tunten und offensichtliche Kurzhaarlesben. Das Spielen mit Klischees suckt so langsam. But not in that good way.

Nachwievor stehe ich sowieso eher auf die Solo-Oldschool-Version, die schon dramaturgisch weitaus mehr zu bieten hat. Allerdings – es ist nicht alles Gold, was glänzt. So bewirbt1 Sookee auf ihrer Homepage weiterhin Alben wie Konnektions. Diese Inkonsequenz bei ihrer Art der politisch korrekten Rapagitation wirft Fragen auf. Kommentare wurden jedoch gelöscht, direkte Nachfragen nicht beantwortet. Mein bitterer Beigeschmack der Vorzeige-Anti-Homophobie-Aktivistin des Hip Hop bleibt.

  1. Update: Als Reaktion auf diesen Eintrag verschwanden die direkten Verlinkungen. [zurück]

„Fußball bleibt homofrei!“

Fußball bleibt homofrei!-Merchandise beim FC Sachsen.

„das queere Bündnis mit der Hamas“

Hier nochmal das absolute Highlight (M. Dornis) der postantideutschen Realsatire neulich:

Die Ideologie wird in der Diskurstheorie schlicht noch einmal bestätigt. Die Liquidation des Individuums wird durch seine dekonstruktivistische Zersplitterung vorangetrieben. So wird den Individuen im „Queerfeminismus“ noch einmal gerade das genommen, was einzig das Moment ihrer Rettung wäre, die Einheit ihrer Individualität, Geschlecht, Lust, Sexualität. Das Subjekt wird theoretisch um seine Substanz gebracht. Vorausgedacht ist all das natürlich bei der Täterschützerin Judith Butler: „Die humanistischen Konzeptionen des Subjekts neigen in erster Linie dazu, eine substanzielle Person zu unterstellen, die als Träger verschiedener […] Attribute auftritt. Eine humanistische feministische Position würde die Geschlechtsidentität als Attribut einer Person begreifen […] (die) als ,Kern‘ charakterisiert ist und ein universales Vermögen der Vernunft […] bezeichnet“. (5) Es darf bei Butler um keinen Preis einen Kern des Subjekts geben, jeder Humanismus soll verabschiedet werden und die universale Vernunft sowieso. Genau so sieht das postfaschistische Subjekt aus. Wenn das Subjekt dann bei Butler und ihren Gesinnungsfreunden „strategisch“ wieder eingeführt wird, um diverse obskure „Bündnisse“ zwischen „Marginalisierten“ zu schließen, macht das die Sache nicht besser, sondern noch schlechter. Subjektlose Menschen werden als Subjekte losgelassen – das ist die Reaktionsform des Nazifaschismus, das queere Bündnis mit der Hamas ist in dieser Theorie angelegt. Hier zeigt sich praktisch, dass nach Auschwitz die Sympathie mit irgendwelchen Marginalisierten unmöglich geworden ist.

… und schon wieder weg

Bis auf seltene Ausnahmen kam ich gar nicht dazu, sie zu lesen und schon ist sie in Rente – die Gigi, Zeitschrift für sexuelle Emanzipation. Queer.de mit einem Nachruf.

Äh, … whut?!

Fefe regt sich mal wieder über die USA auf. Diesmal darüber, daß Schwule dort kein Blut spenden dürfen. Nun, lieber Fefe, in Deutschland geht es homosexuellen Männern doch genauso:

Ausschluss von Risikogruppen

Beim Blutspenden hat die Sicherheit der Empfänger der Blutprodukte oberste Priorität. Um das Risiko der Empfänger von Blutspenden zu minimieren, sind bestimmte Personen auf Grund ihrer Zugehörigkeit zu einer Risikogruppe von der Blutspende ausgeschlossen. Bei diesen Personen ist die statistisch erhöhte Wahrscheinlichkeit einer Erkrankung an Hepatis B/C oder HIV der gesamten (Risiko-)Gruppe ausschlaggebend, nicht das individuelle Risikopotenzial.

Dazu zählen u.a.:

* Personen mit oft wechselnden Sexualpartnern (insbesondere männliche und weibliche Prostituierte)
* Homosexuelle Männer
* Häftlinge
* Drogen-, Medikamenten- und Alkoholabhängige

Kleines Detail, was Du vielleicht auch noch nicht wusstest.

immerhin schwul

ich muss einräumen: bei aller kritik freue ich mich auf den moment, wenn guido westerwelle als außenminister nach saudi-arabien oder in sonst ein homophobes land fährt und die leute dort ihm die hand schütteln müssen.

komisch, wo er doch selbst aus einem kommt! na wir wissen ja: die musels sind halt alle homophob, während bei uns die ausnahmen nur die zivilisierte regel bestätigen …

antiantisexistische agitation at it’s best

mpunkt zur queeren praxis des „geschlechterverkleidens“:

Der Übergang, die “Täter”, welche sich nicht aufs Verkleiden einlassen, dann zwangsweise zu kostümieren, ist dem zumindest immanent, selbst wenn er nicht immer in entsprechender Praxis endet.

nicht das einzige beispiel, das zeigt wie versucht wird aus opfern sexistischer diskriminierung bzw. gegner/innen derselben täter/innen zu machen.

… is so homo.

durch einen der deutlichsten homophoben songs der nachkriegszeit (via) auf die spur gebracht, stiess ich schnell auf den in insiderkreisen scheinbar schon berühmten auftritt von king orgasmus one bei „menschen bei maischberger“ (teil 1 und 2). das musste ich denn auch gleich ’ner freundin erzählen und ob zufall oder fügung, wie es das chaos nun mal so will: „da hab ich heute in der taz was drüber gelesen …“. wie jetzt? greift die taz etwa musikalische aufrufe zum schwulenmord auf? ach i wo. soweit käm’s noch.
aber die taz schrieb tatsächlich rein zufällig über verbales mutterficken mit orgi als hauptprotagonisten. hmm … insgesamt eher langweilig. besser ist da doch dieses kleine kunstwerk unserer postfeministischen zeit, welches einen anfang der aufarbeitung mit 500 jahren feministischer web2.0-integration anstrebt:

scheint an der zeit, sich nach gangster-alternativen umzusehen.
johnny dangerous wäre da doch ein guter einstieg:


(das mal tight, ihr opfer! nicht so ’ne schwule r‘n'b-scheisse!)

sowieso scheint mir die community um die homorevolution weitere beobachtung wert zu sein, die welle wird sicher auch bald zu uns schwappen.
ich bleib jedenfalls gespannt …

ps: falls der ausgangssong bei youtube nicht mehr zu erreichen ist …

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… einfach neu suchen, irgendwer tut’s sicher immer wieder rein.

homophobe extremisten wieder in aktion

auwei! nun trifft’s schon deutsche politiker! und „die fundamentalisten der orthodoxen kirche stimmen derweil wieder einen choral an.“ tja, morgen ist’s so oder so vergessen. (bei spon gelesen)