antifahaha

„Thor-Steinar-Laden“ im Täubchenweg?!

Mit den „Fighting Catwalk“ hat Leipzig einen neuen „Naziladen“. Ob das wieder ein Antifakonstrukt a la „Untergrund“ oder wirklich ein neonazistischer Ausstattungsladen ist, wird sich noch klären müssen. Ich für meinen Teil stell‘ schonmal das Popcorn bereit.

Querfront

„“Die Info hat mir ein Polizist vor der Antifa-Demo am 24. September gesteckt“, berichtet Linke-Stadträtin Juliane Nagel.“ (l-iz)

„Odermannstraße besetzen!“

In mehr als nur der Musikauswahl endlich bei den Mobilisierungsvideos der Neonazis angekommen. Ich frage mich immer wieder, wie man da noch Satire und Realsatire trennen soll. Oder ist das Ganze nur sowas wie postadornitische Kulturkritik? Interpretationen der antifaschistischen Intentionen sind willkommen! Insiderwissen auch. Quellenschutz garantiert.

A.O.L.

Fast verpasst hab‘ ich ja den Blogsport-Auftritt der „Antifaschistischen Offensive Leipzig“ (deren erstes Blog inzwischen nur noch im Google Cache zu finden ist). Von Derbst One bis zur Romantisierung und Politisierung der britischen Riots a la ARAB ist dort einiges zu finden, was nun das Leipziger postantideutsche Ideologievakuum ausfüllt.

Nachträglich alles Gute …

… dem Atari für mittlerweile ganze 2 Jahre mehr Xenopobie als eine durchschnittliche sächsische Dorfkneipe.

leipzig. zukunft. scheisse.

2. Neonazistisches Gedankengut – Ideologien der Ungleichwertigkeit (wie Rassismus, Antisemitismus, Faschismus, Nationalismus und die Reduzierung von Menschen auf eine Verwertungslogik) – hat in Leipzig keine Zukunft.

klar, wenn rassismus und nationalismus im neonazistischen gewand daherkommen, sind sie sich alle einig. sonst haben initiativen wie das ladenschluss-bündnis, das ajz bunte platte und der rsb leipzig, um nur einige zu nennen, nichts auszusetzen an bspw. den nationalisten, mit denen sie dort gemeinsam platz nehmen.

kategoriefüller

antifa-mobi-video, stilecht. (via)

antifa-filmchen zur leipziger „ndp-festung“

wo die antifas nur ihre kreativität hinstecken würden, gäbe es das npd-bürgerbüro in lindenau nicht.

same procedure as every year

es kann wieder geopfert werden:“oireszene“ schreibt über „Franky Flame im Conne Island“ (via)

leipziger stimmen zur achtermai-demo

immerhin von schöner musik begleitet!

… rezipierende mutter zu ihren drei kindern.

nee, keine ahnung.

… älterer herr auf die frage des interviewenden, ob er mitbekommen habe was es mit der demo auf sich hat, kurz nachdem diese an ihm vorbeizog.

mit worten schmeisst die um sich!

… „normalo“, der mit seinen kumpels auf jemanden wartete und sich notgedrungen den redebeitrag der inex reinzog, nachdem zum wiederholten mal worte wie „diskursanalyse“ und „spezifikum“ fielen. wobei man konstatieren muss, dass sich dieser redebeitrag an die demonstration und ihre teilnehmer_innen selbst richtete, indem er die 8te mai-feierei kritisierte und schlussendlich ablehnte. er bekam erwartungsgemäss sehr wenig – dafür aber verdienten – beifall und soll(te) hier als viertes zitiert werden. wird nachgeholt sobald der beitrag online ist.

ps: bauhaustapete fand’s gut, lag sicher nur am wetter und der musik. antifaschismus heute, ne?!

pps: der offizielle demobericht der lea

ppps: die redebeiträge sind lobenswerterweise alle schon online

good bye antifamark? welcome bildungsoffensive?!

die zeiten ändern sich, so scheinbar auch im conne island:

conne island bildungsoffensive

aus der ersten presseerklärung des conne island zum streit mit dem finanzamt um die sog. antifamark (nachzulesen in der dokumentation der kampagne):

Im Rahmen antifaschistischen Engagements wurde seit dem 01. Januar 1999 zuzüglich zum Eintrittgeld ein Spendenbeitrag („Antifa-Mark“) erhoben und an antifaschistische und antirassistische Initiativen weitergeleitet. Die Reaktion des Finanzamtes Leipzig, daraufhin die Gemeinnützigkeit nicht neuerlich zu zuerkennen, ist für den Projekt Verein nicht nachvollziehbar und inakzeptabel, fordert doch selbst die Bundesregierung spätestens seit dem Jahr 2000 jenes gesellschaftliches, antifaschistisches Engagement und hat dafür zahlreiche Programme aufgelegt.

na ob nun bildung oder antifa, das conne island ist sowieso der bessere staat!

ohne worte

Am heutigen Dienstag fanden sich viele Leute in Leipzig am bekanntgegebenen Treffpunkt ein , die Demo starte ca. gegen 19.30 Uhr mit 150 Leuten , an der 1. Kreuzung versuchten die Bullen sofort die Demo aufzuhalten , was ihnen nicht gelang , die Demo war noch relativ entschlossen und konnte sich weiter Richtung Nato bewegen , derweil war man aber nicht so autonom wie Mann aussah , und liess sich wieder einmal mehr in die Schranken weisen , in Athen ist ein Genosse erschossen wurden , und wir veranstalten so ein Theater. fast lächerlich mutet es dabei an , wenn diverse Leute aus Projekten wie z.b. aus dem Conne Island kaum anwesend waren, vermutlich musste wieder etwas ach so wichtiges , banales , supertheoretisches diskutiert werden , und das kann dauern, weiterhin schaut man im Fischladen , dem Treff vom Roten Stern Leipzig ein Fußballspiel , welches anscheinend wichtiger ist , ihr seid völlig in der Mitte angekommen, mit eurer Fussballscheisse, verpisst euch mit diesem Scheissladen ausm Kiez , ihr Pisser , währenddessen Genossen in Athen auf der Strasse kämpfen bekommt ihr nichts weiter hin als Bier zu saufen und Fußball zu schauen, da können wir nur hoffen , das die Nazis wieder Euren Kackladen besudeln, sonst machen wir das nämlich selber .

die Leute die an der Demo teilgenommen haben, den danken wir . Es wird Zeit das wir selber im Kiez wieder mehr auf bestimmte Dinge achten . Einige Projekte die nur noch Theorie Kacke vermitteln bzw. Projekte die nur nur als RumhängeTreff dienen , die können uns gestohlen bleiben !!!

Solidarität mit den griechischen Genossen !!!

AAL

(indymedia via al swearengen)

kleines schmankerl …

… zur ewigen antifadebatte.

antifa-streetart


(ebenda)

rückblick

wir sind heute hier um deutschland emotional total abzulehnen!!!

… ansagerin des rock am kreuz on tour vor der tobenden menge:

(ok, das auf dem foto ist sie nicht – das ist ♥ira♥, die aber genauso zu tun hatte in diesem hexenkessel)

join your local antifa …

… denn die haben ja geile miezen! (passend zu beidem sei mal auf den antifa-contest hingewiesen)

LEIPZIIIIG!!!! SEID IHR DAAAAA?????

„LEEEIIPZIG!!! seid doch mal LAUT!!!!“ ….

… nein, nicht in einem der zahlreichen örtlichen klubs hörte ich heute gefühlte 479 mal einen möchtegern-mc „leipziiiiiig!!!“ … „antifa!“ … (doofe englische slogans) … „antifa!“ … „nazis sind scheisse!!!“ toasten. nein, da nicht. es war diese antifademo (neben die ich mich – wie’s manchmal so passiert – verirrte), bei der er auf jungle und drum&bass freestylte. und das sooooooooooooooooooo peinlich, dass ich es stellenweise schon wieder lustig fand. ganzer inhalt war die stete wiederholung des appells an den lokalpatriotismus (leipziiiiiig!!!), das einschwören auf die gemeinsame identität (antifa! antifa!) und das gemeinsame feindbild (scheissnaziiiiis!!!) … wow, ich bin echt geflasht, da half auch der interventionsböller, der zwischendurch aus der passage flog, nichts. der lauti war immun, nur nicht gegen das gespringe der cds. aber solche technischen unzulänglichkeiten kann man schon mal erwarten …
wenn ich ein kleinlicher linker wäre tät‘ ich jetzt noch bemängeln dass leute wie congo natty gespielt wurden, der es mit liedern wie solchen zu ruhm und ehre in der szene gebracht hat. tu ich aber nicht, nö. schliesslich war die musikauswahl für eine antifademo dann doch geradezu rockig. kaum solch szene-elektroscheiss, nur eben dieser mensch am mikro, der einfach nicht mitbekam wofür er hier grad gebookt wurde. der allerdings dafür sorgte, dass die redebeiträge danach wirkten wie die beastie boys feat. gegenstandpunkt von jive bunny & the mastermixers.

oder aber das war alles nur dieser ominöse hedonismus. na der hat’s den nazis mal wieder ordentlich gezeigt!

würze

Und zum Schluß würzen wir die Fertigmischung „Kühe, Schweine, Ostdeutschland“ noch mit ein paar bitteren Zitaten aus der größten „Wir trauern um Michelle“-Gruppe bei studiVZ:

na macht halt. aber dann zitiere ich auch mal aus eurer kommentarspalte (die moderiert wird):

Natürlich sind wir für härtere Strafen für Pädophile, oder besser, die vorhandenen gesetzlichen Möglichkeiten sollten besser ausgeschöpft werden! (besondere Schwere der Schuld).
Leider ist es nun mal so, dass sich Pädophile schwer oder gar nicht therapieren lassen, darum sollten sie auch für immer weggesperrt werden!

„pedophile is the new gay“ und schlimmeres … jetzt auch bei leipzig.noblogs.org. kotzen.

ps: der gleiche schrott hier.

grösstenteils ostzonige kackrhetorik

Dann trat die empörte Zivilgesellschaft in Form einer Bürgerinitiative auf den Plan, hängte bunte Wimpel gegen braune Köpfe und ganze Stadtteile wurden plötzlich weltoffen und tolerant halluziniert. So, alles wieder in bester Ordnung, Problem erledigt und Reudnitz rückt wieder aus dem öffentlichen Interesse. Welch ein Glück, man hatte kollektiv böse geträumt, konnte sich nun mit gutem Gewissen in das patriotische Jubelfahnenmeer zur EM stürzen und zeigen, wer die guten Deutschen sind. Der Reudnitzer Bürger stellte sich zum nationalen Großereignis dann doch nicht „nur“ „SCHLAAAAND“ rufend, sonder auch mal mit hoch gestrecktem Arm und „Sieg Heil“ brüllend auf die Straße. Alter, Reudnitz ist einfach mal nicht bunt sondern ein größtenteils ostzoniger Kackhaufen und die benannten zehneinhalb Knallchargen sind nur der Böller darin.

und siehe da, sie wollen ja selbst gar nicht für die emanzipation (insider) zuständig sein:

Und wenn wir schon nicht die Lösung sind… […] … dann sind wir das wenigstens laut.

… wie eben auch 95% der reudnitzer nicht (double-insider).

antifa 2008

Sex im Schlafraum, nächtliche Pöbeleien im Schlafraum, Ruhestörer, geile Electro-Partys, richtig schöne Antifagirls^^, schwule Antifas, lesbische Antifas, große Bücher- und Zeitschriftenauswahl mit sagenhaften Prozenten, geile Vorträge, geile Stimmung und ganz viele Kontakte aus dem Bundesgebiet. Das lässt jedes Antifaherz höher schlagen. ;)

Wie oben erwähnt habe ich mir eine schlimme Erkältung zugezogen; die Verzichtsideologie hat sich von seiner besten Seite gezeigt ( es gab Fleischverbot auf dem Gelände des AZ und veganes Essen); gesund war das nicht und Abwehrkräfte lassen dann auch mal nach.

schlicht antifa.

regionale demonstration in leipzig um 11 uhr – „bloss nicht in die quere kommen“

Nazis no way
Antifaschistische Demonstration

Die „Freien Kräfte Leipzig“ mobilisieren mit tatkräftiger Unterstützung aus dem Umland für eine Demonstration am 12.1. 12 Uhr ab S-Bhf Anger-Crottendorf.
Das werden wir nicht zu lassen.

Die Demo verläuft über Prager Str. – Riebeckstr. – Rober-Volkmann-Str. – Möbiusstr. und endet am Möbiusplatz, wo bis 16 Uhr eine Kundgebung angemeldet ist.

Unweit des Möbiusplatzes werden die Nazis demonstrieren und in der Nähe Lipsius/ Holsteinstr. eine Zwischenkundgebung abhalten.

(quelle: left-action (sicher einer der v-männer aus connewitz) / karte)

untergrund kolonnadenstrasse leipzig

DIESER LADEN IST AB SOFORT GESCHLOSSEN

… prangt seit kurzem in riesigen lettern in der tür des umstrittenen klamottenladens in leipzig (1,2,3) – direkt neben dem neuen grossen loch in der scheibe.

ein erfolg für die autonome antifa? aus ihrem standpunkt sicher. ich bin da eher skeptisch, sind doch die auseinandersetzungen in der kolonnadenstrasse damit noch lange nicht beendet. vielleicht im gegenteil …

„Ladenschluss versus Ausverkauf“

Was diese Geschehnisse mit jenen der 90er Jahre verbindet, sind weniger die Angriffe selbst, die so tatsächlich auch in anderen Gegenden hätten stattfinden können, als die Reaktionen darauf. Quasi als Beleg dafür, dass die Berliner Republik samt ihrer staatsantifaschistischen Bemühungen in der ostdeutschen Provinz bis zum heutigen Tag nicht angekommen ist, wurde jenes Muster aktiviert, dass aus unzähligen anderen braunen Nestern mehr als bekannt ist: Die Polizei ermittelte zunächst „in alle Richtungen“.

versus

Anders als noch vor zehn Jahren gibt es außerhalb dieser Gegenden allerdings inzwischen kaum noch jemanden, der für die Menschenjagden der Einheimischen oder akzeptierende Sozialarbeit mit Neonazis Verständnis aufbringt. Deutschland ist nicht mehr die Pogromrepublik der frühen Neunziger; die Warnungen vor einem „Vierten Reich“ haben sich als unbegründet erwiesen.

so sehen unterschiedliche analysen von mittel(anti)deutschen „grosstadt“antifas heutzutage aus. leipzig vs. halle – das ist immer auch ein wenig couchantifa vs. feuerlöscherantifa, ausschlafen vs. durchmachen. im cee ieh jedenfalls werden die probleme noch ge-, ja manchmal sogar erfunden; schliesslich geht es einigen kiezkauzen einfach zu gut und sie fangen an sich zu langweilen. dann fahren sie entweder einfach mal nach magdeburg oder erobern sich ihre strasse am 3. oktober zurück (Ø). genau damit setzt sich nun das von der ag no tears for krauts halle angeblich am dritten oktober in leipzig verteilte flugblatt (pdf) auseinander:

Gerade im Osten spricht nicht viel dagegen, gegen Nazis und Naziläden vorzugehen. Wer das jedoch ausgerechnet am 3. Oktober tun will, wem angesichts des „Tags der deutschen Einheit“ also lediglich einfällt, dass es in Leipzig einen Naziladen gibt, hat seinen Frieden mit Deutschland gemacht. Über die Regression von „Nie wieder Deutschland“ zu „Nie wieder Naziläden“.

womit sie ausnahmsweise mal nicht so weit danebenliegen …