mpunkt

zur global space odyssey 2009

schade, dass die „kiffkünstler“ der leipziger gso sich dieser kritik nicht annehmen werden. mühsam drüber zu diskutieren warum.

„Fickt euch alle.“

auf blogsport ist ja grad was los. nicht zuletzt wegen der ereignisse im iran, zuvorderst aber muss es wohl die hitze sein. verschiedene schädigungen auseinanderhalten z.b. können sowohl mpunkt (lahmacun dazu):

Und wenn Du da mal Demokratie und Faschismus vergleichst, wirst Du sehen, dass der Unterschied da echt höchstens in Nuancen besteht: Reichsarbeitsdienst oder Ein-Euro-Job … Tod durchs EU-Grenzregime oder Tod im Konzentrationslager – was soll da der große Unterschied für die Betroffenen sein?

als auch das geprüfte argument (zu im ns angepassten, statt lagerkonzentrierten, kommunisten) nicht:

Sie wären dann Frontschweine für die deutsche Nation gewesen o.ä. – auch ein Schaden. Leben in Bedürfnisbefriedigung ist da schon die bessere Alternative.

kohlrabi hat völlig recht, zynismus ist das nicht mehr. widerlich schon. (freilich eine reine geschmacksfrage. ebenfalls kommunistische persönlichkeitspflege betreibende nachwuchsprovos wie die „bahamas-gsp-schimäre“ stehen ja auf sowas, ich eher nicht. ist mir zu pomo.)

was mich zu dem bringt, weswegen sich dieser beitrag dann auch lohnt. (denn den gegenstandpunkt ehrzuretten, indem ich mal eben darstelle, dass die sog. „gsp-blogger“ bzw. „gsp-adepten“ bloss „verbalradikale nachwuchsrevolutionäre“ und „vulgär-gspler“ sind, die aus den sonst grösstenteils zutreffenden sachen des gsp regelmässig einen schmarrn machen, lohnt die mühe nicht. ups, das machen sie ja schon selbst!)
aber lassen wir einfach mal einen „uralt mg‘ler“ bei lysis reden:

Ach, M-Punkt, alter Willensmetaphysiker und Schopenhauer-Marxist! Auch der Aufklärungsidealismus der MG/des GSP hat ja seine handfesten – und sehr verständlichen – Wurzeln: Gegen die hastig-gierige Aneignung marxscher Theorie, gegen das Kurzschließen von Parteiaufbau und den flüchtigen Erscheinungen wilder Streiks in der BRD zu Beginn der 70er Jahre war ein Teil der Roten Zellen München so realitätsbewusst, sich auf eine lange Auseinandersetzung mit dem Klassenfeind einzustellen. Darüber musste Klarheit gewonnen werden, also gründete sich ein Arbeitskreis, der Resultate wissenschaftlicher Kritik vorlegen sollte. Et voila! Dass jede kommunistische Intervention in Massenbewegungen und Arbeitskämpfen wissenschaftlich fundiert sein muss ist das eine, das andere, und das ist der falsche Übergang, ist die Vorstellung, dass der Arbeiter nur »das Argument« sich einleuchten zu lassen bräuchte, und schon macht er, mit dem richtigen Willen beseelt, die Revolution. […]

und „kenner“ auch nochmal:

Mein Gott, die „Kritik“, die diese verbalradikalen Nachwuchsrevolutionäre spätestens nach der Lektüre des Ersten Bandes (oder wahlweise wenigstens der Ums-Ganze-Broschüre) in jedem zweiten Blogeintrag (also genau der Hälfte in der es nicht um langweiligen Lifestyle-Quatsch geht) gegen alles und jeden und immer gleich abspulen, ist doch einfach nur derbe langweilig und lässt sich auch in einem Satz ausdrücken: Egal ob Iran, Sozialproteste, Montagsdemos, Bildungsstreik, EZLN oder sonstwas – da geht es ja, so stellen sie empört fest, gar nicht sofort um den Umsturz eines in Marxschen Kategorien verstandenen Kapitalismus und die weltweite Errichtung des „Kommunismus“! Von dem hat man zwar auch keine Ahnung, wie der aussehen soll1, aber das muss man auch nicht, für die ProtagonistInnen der Ums Ganze-Linie gibt es dafür den KT-Quatsch einer in der bürgerlichen Subjektstruktur prinzipiell angelegten Erkenntnisbarriere und diejenigen, die eher zur MG tendieren, erzählen dann halt, eine „schonungslose Kritik des Ladens“ reiche doch eigentlich aus. […]

WORD.

  1. das stimmt ja so nicht ganz! manche wissen ganz genau, wie eine bedürfnisorientiert wirtschaftende gesellschaft zu haben ist. einfach einen gemeinsamen willen (inhalt: bedürfnisorientiert = vernünftig) fassen, die leute ab und zu mal dran „erinnern“ und schon klappt’s auch mit den konterrevolutionären. [zurück]

same procedure …

mpunkt stellt seine vorstellung eines kommunistischen staates klar.

spamarchiv

da mpunkt hin und wieder einige kommentare, die nicht seinen inhaltlichen oder formalen ansprüchen zu genügen scheinen, als spam klassifiziert und löscht, brauche ich einen aufbewahrungsort, um sie wenigstens denen zur verfügung zu stellen die mangels machtmittel da nicht mitentscheiden können, wohl aber betroffen sind. wohl auch nur kommentare von mpunkts blog, woanders wird sowas ja nicht gelöscht.

also kommt mein spam erstmal hier hinein …

ps: wenn’s schwerer zu lesen ist als bei mpunkt, sorry.
zur not halt rauskopieren oder mpunkt hacken, ne?!

EDIT: mpunkt löscht leider auch den hinweis auf die antwort. schade, da er so auch anderen die diskussion mit mir zu gunsten seines standpunktes unterbindet.

2. EDIT: damit ich nicht so rumheule hat mpunkt doch noch einen verweis hierher gemacht. jedoch nicht ohne den verweis, meine argumente seien reine empörung (über so viel krude behauptungen wie queeren verkleidungszwang natürlich immer). nun ja, wer widerlegen empörung nennt hat allen grund empört zu sein.
was folgt, folgt aus der praxis der „zensur“.

antiantisexistische agitation at it’s best

mpunkt zur queeren praxis des „geschlechterverkleidens“:

Der Übergang, die “Täter”, welche sich nicht aufs Verkleiden einlassen, dann zwangsweise zu kostümieren, ist dem zumindest immanent, selbst wenn er nicht immer in entsprechender Praxis endet.

nicht das einzige beispiel, das zeigt wie versucht wird aus opfern sexistischer diskriminierung bzw. gegner/innen derselben täter/innen zu machen.

antifeminismus-anti-sexismus ole ole

mpunkt und seine kritik am sexismuskonzept:

[…] so stellt das nur den konsequenten Schluss aus der verkehrten Analyse “Sexismus” dar. Wer alles nur danach sortiert, ob Frauen dabei gleich wegkommen wie Männer und wo das nicht der Fall ist, empört “Seximus!” schreit, um das als Diskriminierung zu skandalisieren, der hat eben den jeweiligen Inhalt immer schon unterschrieben.

da wird mehr als deutlich wo der fehler liegt, wenn so zur kritik an der inhaltlichen bestimmung des sexismus argumentiert wird.
dass es leute geben könnte, die nicht so sortieren und aus ganz anderen gründen „sexismus!“ schreien (also einen richtigen und wirklich konsequenten schluss ziehen), kommt für mpunkt natürlich nicht in frage. denn dies könnte ja seine kritik am sexismusbegriff bzw. des konzeptes sexismus in frage stellen …

noch schöner vielleicht hier:

Nämlich, unter Verweis auf die Kritik von Antidemokratische Aktion, dass die Kategorie “Sexismus” analytisch nichts taugt, weil deren gemeinsamer Inhalt, nach dem die Gegenstände in sie einsortiert werden, darin besteht, dass Frauen (jetzt mal egal, ob man sagt, dass es Frauen qua Natur gibt, oder ob sie zu solchen definiert werden) da anders und normaler Weise schlechter als Männer vorkommen.

jetzt hat er dann auch noch mal für dumme wie mich erklärt, wie die antifem… ähh, -demokratische aktion den sexismus achso toll bestimmt hat:

Eine Oberkategorie, in die alle möglichen Gegenstände nach dem gemeinsamen Merkmal “Frauen betroffen” einsortiert werden.

und in der oberkategorie rassismus werden sicher alle möglichen gegenstände nach „neger betroffen“ einsortiert.

ja klar mpunkt, so wird’s dann wohl sein …

“Also ist einem Vergewaltigungsvorwurf niemals zu glauben!” … #2

gut, schuld daran war natürlich nur lysis‘ böser gegenstandswechsel, denn

Wie man versucht, das Leiden in kapitalistischen Verhältnissen zu lindern, ist nämlich eine pragmatische Frage des Umgangs mit ihm. Insofern ist es auch immer theoretisch verkehrt, lässt sich also auch nicht theoretisch entscheiden.

also ist schon die theoretische entscheidung, einem vergewaltigungsopfer u.u. auch glauben zu können/müssen, in den kapitalistischen verhältnissen (wahrscheinlich allen verhältnissen) immer falsch. hmm …
doch mpunkt hat auch noch den weg von dort zur praxis zu bieten:

Ein “praktischer Umgang” mit einem Gegenstand sollte halt auf Basis von einer theoretisch richtigen Bestimmung über ihn gefunden werden.

was das dann bloss bedeuten soll …

„Edle Schmuckstücke der modernen Diskussionskultur”

heute mpunkt:
„Und zum Rest: whatever.“

„Also ist einem Vergewaltigungsvorwurf niemals zu glauben!“ …

Ja, glauben sollte man tatsächlich nichts, weil man sich damit völlig davon verabschiedet, etwas über den Gegenstand herauszufinden.

antwortete mpunkt einmal auf den unterstellenden einwurf von lysis.
… und beharrt weiterhin auf diesen völlig realitätsfernen anspruch.

mpunkt plädiert also dafür einem vergewaltigungsopfer nichts zu glauben, weil -so sein „argument“– „man sich damit völlig davon verabschiedet, etwas über den gegenstand herauszufinden.“ hmm … klar soweit?!

einmal davon abgesehen, dass mpunkt sich völlig davon verabschiedet, neben seiner wissenschaftsgläubigkeit seinen menschenverstand auch mal mit indizien (psychologischer art) arbeiten zu lassen um handlungsfähig zu sein … ach stop: hier dreht es sich ja nicht um handlungsfähigkeit! warum auch?
schliesslich scheinen mpunkt die menschen hinter den „gegenständen“ völlig egal zu sein. wozu also zumindest theoretisch die handlungsfähigkeit bewahren. wozu die möglichkeit offenlassen, gewaltopfern psychologische und andere hilfe bis zum physischen schutz anzubieten, wie sie bspw. in frauenhäusern gewährt wird?
nein, mpunkt spricht sich lieber für die ewige suche nach (weiterer) erkenntnis statt dieser hilfe aus, denn mensch dürfte sich konsequenterweise nie davon verabschieden, etwas über den gegenstand herauszufinden. nie etwas zu glauben. menschen, deren vergewaltigung nicht feststeht (wer schliesst die betrachtungen eigentlich ab?), nicht zu helfen. denn glauben ist dazu wohl nötig, wer hilft schon jemandem, der/dem sie/er nicht glaubt und wohl kaum zugang zu allen relevanten informationen hat?! es fehlt doch so schon einfach an wissen über solch schicksalsträchtige ereignisse. spielen sie sich doch meist im verborgenen ab und sind in den allerwenigsten fällen zu beweisen. und ob mpunkt nun irgendwie dargelegten urteilen aufgrund von beweisen glauben würde, wer weiss?!

zusätzlich könnten sich durch eine solche einstellung, wenn sie sich verbreiten sollte, vergewaltiger durchaus angespornt fühlen fröhlich weiter zu vergewaltigen, solange sie sich nicht erwischen oder anderweitig überführen lassen. schliesslich soll den opfern ja nicht geglaubt werden und beweise für solch taten gibt es selten. aber das wollte er mit seiner „glaubenskritik“ sicher nicht gesagt haben. nein, mpunkt nimmt da halt einfach eine unreflektierte gegenposition zu gewissen definitionsrechtler/innen ein, die er zurecht kritisierte. doch bleibt seine einzige erkenntnis in dieser schwierigen materie die eben entgegengesetzte, das stumpfe ablehnen jedweden glaubens um jeden preis.
wohl auch um den preis von menschenleben.

so oder so, sein „argument“ für sich ist schon völliger humbug, denn wenn wissenschaft bei erkenntnis einfach stehen bleiben, diese als gesetzt betrachten und nie wieder reflektieren würde, würde sie sich ebenso völlig davon verabschieden, etwas (mehr) über den gegenstand herauszufinden.

tja … diese gegenstände …

ps: vielleicht drücke ich mich dazu auch noch mal verständlicher aus, wirres abschliessendes hatte ich auch schon im letzten kommentar in der debatte damals geäussert. „motivation der kritik“ und deren konsequenzen sag ich nur …

weiterdenken! alles andere ist verabschieden.

machte mpunkt fehler? community verzweifelt …

„Das einzige, was in der Diskussion fehlt ist, dass MPunkt seinen Fehler zugibt.“ hihi … eher merkt wer, dass genau diese ignoranz solcher probleme bei „objektiven bestimmungen“ von solch (abstrakten) verhältnissen dort immer wieder das grosse problem
ist
sein könnte.