mugge

Chemischer Niederschlag

The Golden Era bringt mir ja regelmäßig guten alten Rap-Scheiß zurück. Wollte ich mal erwähnt haben. Danke! Diesmal mein wohl liebstes AC-Stück. Groß.

Spätzünder

Albino, den ich sonst trotz seiner Antispe-/Tierrechtstexte ganz gern mochte, hat einen neuen Agit Rap draußen. In „Ein falsches Spiel“ rechnet er mit der antideutschen Szene ab. Nur kommt er damit Jahre zu spät, aber scheinbar hat sich noch nicht in die westdeutsche Pampa rumgesprochen, daß die kritisierte Szene („Bahamas und Gefolgschaft bringen Rassenhass in Mode“) schon lange dort gelandet ist, wo sie hingehört – in die feindliche deutsche Mitte. Aber was schwafel‘ ich, hört’s Euch an:

Der Text ist nochmal unter der lächerlichen Pressemitteilung verlinkt. Und weil ich bei Torsun drauf gestoßen bin, hier mal gleich das relevante:

„Torsun“, Frontmann der für die freie Marktwirtschaft ravenden „antideutschen“ Band Egotronic, wünscht einer linken Friedenspolitikerin ein „Einschussloch in der Stirn“. Nur konsequent, dass „Torsun“ sich darüber hinaus auch noch an einer Hetzkampagne gegen den seit Jahrzehnten im Todestrakt eingekerkerten Bürgerrechtler Mumia Abu-Jamal beteiligt hat (u.a. weil der angeblich „die Höherwertigkeit der ,Schwarzen‘“ propagiert) und sich öffentlich daran aufgeilte, dass die israelische Armee 2008 auf dem Gaza-Streifen endlich mal so richtig „zurückgeballert“ hat.

ps: Ich muss bei solchen Aktionen ja immer an die Wiederbelebungsszene aus „Save The Green Planet“ denken, falls sich da jemand dran erinnert. Aber ich will mal nix beschwören!

„Hey – wir sind Euer Hab und Gut!“

Am Anti-Kinderschänder-Lied des Patrioten Harris und anderen Rappern gibt es Kritik bei Rap.de und Indymedia. Ich bin gespannt, ob sich mal wieder wer Gescheites für eine musikalische Antwort findet …

Ohrwurm der Woche

Juliano Rossi – I want my money back

word

„real hip hop songs shouldn‘t have comment boxes“ (seen on)

Pro Homo

Sookee und Tapete mit „Pro Homo“ nun auch in der Video-Version:

Naja, Geschmackssache. Außerdem wird der heterosexuellen Normidentität wie immer nur die Alternatividentität „Queer“ entgegengestellt und nun auch genauso fotografiert. Bärtige Tunten und offensichtliche Kurzhaarlesben. Das Spielen mit Klischees suckt so langsam. But not in that good way.

Nachwievor stehe ich sowieso eher auf die Solo-Oldschool-Version, die schon dramaturgisch weitaus mehr zu bieten hat. Allerdings – es ist nicht alles Gold, was glänzt. So bewirbt1 Sookee auf ihrer Homepage weiterhin Alben wie Konnektions. Diese Inkonsequenz bei ihrer Art der politisch korrekten Rapagitation wirft Fragen auf. Kommentare wurden jedoch gelöscht, direkte Nachfragen nicht beantwortet. Mein bitterer Beigeschmack der Vorzeige-Anti-Homophobie-Aktivistin des Hip Hop bleibt.

  1. Update: Als Reaktion auf diesen Eintrag verschwanden die direkten Verlinkungen. [zurück]

Conny & Peter Kraus – Sag mir, was du denkst

Zum ersten Mal gehört in der ziemlich untergegangenen, aber starken Komödie „Kai Rabe gegen die Vatikankiller“ und seitdem immer wieder mal mit Herzblut zu Gemüte geführt. Zeit, auch dieses schwarze Goldstück auf meine Wantlist zu setzen:


Gibt’s übrigens nochmal in anderer Qualität, aber ohne das atmosphärische Knistern und die 45 Umdrehungen.
Und Schenkelklopfer des Tages: „Dieses Video ist eine Antwort auf Rihanna – Only Girl (In The World)“

Christoph & Lollo – Islamlied

(via)

Attwenger – Flux

Nachdem sich immerhin schon vier fünf von sieben Alben bei mir drehen, bald auch die achte, allerneueste Scheibe: Flux. Ick freu mir!!!

Bujaka Bujaka!

Wenn sich im Spinnwerk eine Gruppe von jungen Leuten einem Projekt stellt, das mit „Mahatma Hitler“ betitelt ist, so hat es sicher nicht viel mit der legendären Musikcombo zu tun. Oder?!

Punkrock – Fremdheit und Hoffnungslosigkeit in aggressiver Zuspitzung

Das Lied „Deutschland muss sterben“ ist Kunst im Sinne dieses Grundrechts. Dies ergibt sich sowohl bei ausschließlich formaler Betrachtungsweise, weil die Gattungsanforderungen des Werktyps „Komposition“ und „Dichtung“ erfüllt sind, als auch bei einer eher inhaltsbezogenen Definition des Kunstbegriffs. Der Verfasser benutzt die Formensprache eines Liedes, um seine Erfahrungen und Eindrücke zu bestimmten Vorgängen mitzuteilen, die man unter der Überschrift „Bedrohliche Lebensumstände in Deutschland“ zusammenfassen könnte. Da eine wertende Einengung des Kunstbegriffs mit der umfassenden Freiheitsgarantie des Art. 5 Abs. 3 Satz 1 GG nicht zu vereinbaren ist, kommt es bei der verfassungsrechtlichen Einordnung und Beurteilung auf die „Höhe“ der Dichtkunst nicht an.

… heißt es in einem historischen Urteil des Bundesverfassungsgerichts. Also wo sie recht haben!

In seinem Urteil hebt das Gericht undifferenziert auf den „zu Gehör gebrachten Wortlaut des inkriminierten Liedes“ ab, „welcher unmissverständlich zum Ausdruck“ bringe, „dass sich eine Besserung der Lage für die Staatsbürger nur durch eine Vernichtung des Staatssystems der Bundesrepublik Deutschland erreichen lassen soll“. Diese Interpretation wird dem satirischen, verfremdenden und metaphorischen Gehalt des Werks jedoch nicht gerecht. Bei dem Lied „Deutschland muss sterben“ handelt es sich erkennbar um eine plakative, drastische Kritik mit satirischem Einschlag an gesellschaftlichen und politischen Zuständen in Deutschland. Charakteristisches Merkmal dieser Kunstform ist, dass der Aussagekern mit symbolhaft überfrachteten Bildern verbrämt und in karikaturhaft überzeichneten Ausdrücken umschrieben wird; typisch sind auch Anspielungen auf zeitgeschichtliche Vorgänge und literarische Reminiszenzen. Das Amtsgericht hätte daher bei der Beantwortung der Frage, ob das Lied die Bundesrepublik Deutschland im Sinne von § 90 a StGB verunglimpft, den in der künstlerischen Einkleidung verborgenen Aussagekern ermitteln müssen (vgl. BVerfGE 75, 369 <377 f.>).

… na eben! Und als ob der Hymne nicht schon genug der Ehre getan wäre, wird auch noch Heinrich Heine heranzitiert.

Hach … gern gelesen.

Kaveh – Nur ein Augenblick?

Gegen einen Auftritt Harris‘ in der Schanze firmiert sich derzeit in der Hansestadt Widerstand. Auch mit dem falschen Schluß, Harris‘ nationalistische Forderung wäre gleichermaßen rassistisch. Aber sei’s drum, dafür sind ja die Kommentarspalten da, nicht dieser Beitrag. Denn hier soll’s lieber um dieses schöne Lied mit dem nicht minder schönem Video gehen:

Kaveh der Schmied, Kaveh Ahangar (auch Kaweh oder Kawa; persisch ‏كاوه آهنگر‎) ist eine Gestalt aus der iranischen Mythologie. Er symbolisiert den Kampf gegen die Tyrannei und gegen Unterdrückung durch fremde Invasoren.

… und macht noch mehr Musik.

Tapete – Schwarzfahrt

Endlich mal wieder politisch korrekter Rap:

Alte Hits neu aufgelegt

Neulich hab‘ ich – mehr oder weniger zufällig – „Ein Anarchist“ als Klingelton gehört. Und yeah – rings fine!

--> Download <--

Dann trifft sich, daß der Bürger staunt, der ganze deutsche Underground.

Von der großartigen Platte „Mach ’nen Bogen um die Drogen!“ (1979) gibt es heute den vergessenen Hit „Fliegenpilz“ von Christoph Stählin. Wie der es mit seiner Ode an die Droge auf diese Scheibe geschafft hat … na interpretiert selbst:

(U)

Vor etwa 15 Jahren das erste Mal gehört, seitdem alle paar Jahre mal vermisst und gerade dank Forsythia wiedergefunden – mein erster Kontakt mit Stereo Total:

Google-Beatbox feat. Rick Astley

Die Google-Beatbox otzte sich ja schon gehörig durch’s Netz, doch jetzt hab ich endlich mal ein schönes Produkt gefunden:

Mäp of Metal

Dank Zeugs&Gedöns klicke und höre ich mich gerade durch die Mäp of Metal. Nicht übel …

Sommerhit 2010

In Erinnerung an den heißen Sommer 2010 – Thomas Nataschinski & Gruppe mit „Mocca-Milch-Eisbar“:

blog des tages

-> the golden era

„Dÿse – die neuen Nirvana“?

Nicht ganz: „On its debut album, the duo creates something that sounds like what would have happened in the grunge/metal part of the early ’90s if Mr. Bungle had been in the role of Nirvana.“ Aber egal. Die Platte jedoch nicht. Ein Meilenstein – Dÿse.

Freizeitvertreib

Danke an S. für die tolle Entdeckung der Balkan Beat Box, die bei mir rauf und runter läuft:

… nicht nur etwas für die Freunde des gepflegten Sampling unter uns. Meine Favoriten sind die bassigen Habibi Min Zaman und Adir Adirim. Großartig!