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Neues aus der Veganz-Gerüchteküche

Mögen sich die potentiellen Leipziger Einkäufer_innen ein eigenes Bild über den Veganz machen.

PS: Liebe Facebook-Nutzer_innen, wechselt doch einfach zu Diaspora. Bei Facebook verlinkt zu werden, macht mir immer so ein ungutes Gefühl. Vielleicht lest Ihr ja mal die „Erklärung“.

Veganz in Leipzig

Ich berichtete ja schon, der erste vegane Supermarkt mit Vollsortiment kommt nach Leipzig, Gerüchten zufolge auf die Könneritzstraße.Ebenfalls Gerüchten zufolge sollen die Arbeitsbedingungen im Veganz auch reichlich scheiße sein. Tja, liebe Veganer_innen … ich bin gespannt. (Weitere Standorte in Berlin, Hamburg, Wien, Zürich und Frankfurt sollen übrigens folgen)

Keine Bewegung, Veganer-Polizei!

Den Film muss ich dann wohl sehen:

Ach ja, via Blender. Und noch ein starker Ausschnitt.

The Beets – Killer Tofu

Der Schwerpunkt der Kritik kann die Kritik des Schwerpunktes nicht ersetzen

Liebe „alfred*1: LEST. MEHR. MARX. Wenn’s schon mit dem emanzipatorischen Anspruch nicht hinhaut.

  1. als Ablösung der antispe leipzig? [zurück]

„Wenn genug Gras für alle da ist, wird sich wohl kaum ein Raubtier entwickeln.“

Dass Anarchie an sich funktioniert und mehr Selbstbestimmung gut ist, wurde oft genug bewiesen im Kleinen und im Großen. Meinetwegen kann auch einfach Geld und Großbesitz abgeschafft werden, dann fallen auch irgendwann alle Regierungen von alleine. Wichtig ist nur Eins: Keine Grenzen zwischen Lebenwesen. Egal ob durch Geld, Spezies, Konfession,…bla der ganze kack. Und dass diese Grenzen nur Aufgrund von Notlagen zustande kommen, dürfte auch jedem klar sein. Wenn genug Gras für alle da ist, wird sich wohl kaum ein Raubtier entwickeln. Und mit Geld und Besitz ist das auch nichts anderes. Es ist genug von allem für alle da und es kann noch mehr werden.

… meint „TrⒶuM von FreiHeiT“. Mir fehlen die Worte …

menschliches tierfleisch?!

Menschenfleisch […] Ach­tung, in die­sem Text wird spe­zie­sis­ti­sche Spra­che ver­wen­det. Grund ist die bes­se­re Les­bar­keit und Ver­ständ­lich­keit für un­vega­ne Men­schen.“ Auch sonst zur sonntäglichen Belustigung sehr zu empfehlen das Blog.

veggie-zungenbrecher des tages

„fleischscheiß bleibt fleischscheiß und scheißfleisch bleibt scheißfleisch“

tu mal lieber die möhrchen?!

tierrechtler in st. petersburg. noch schöner anzusehen als hiesige. immerhin.

antispes auf rechtfertigungssuche

Mit welchem theoretischen Ansatz ist die Mensch-Tier-Beziehung zu analysieren? Mit welcher Theorie lässt sich für eine Befreiung der Tiere argumentieren?

harry harper – im namen der tiere

radikaler als albino und ein ebenbürtiger gegner für den dorftrottel:

und weil ich im gegensatz zu dorfi gute laune hab, gibt’s als zugabe noch ein medley harrys grösster hits.

au weia!

„Boehringer Ingelheim, auf Platz 15 der Weltgrößten Pharmaunternehmen mit 2 % Weltmarktanteil, liegt weder das Wohl von Tieren, noch das von Menschen am Herzen, sondern einzig und allein die Profitmaximierung.“ … japp. ist’s called capitalism. fight against THIS! please.

mist, vergessen domain zu sichern!

lustich … noch! (foddo)

neues von der (anti-)antispe-front

die kongressveranstalter/innen haben es sich nicht nehmen lassen auf den text des ak gibraltar zu antworten und das ganze gleich in einem extra blog: http://dasrotepferd.blog.de/. auch antworten sie auf die dümmlichen kritikversuche des antisp(e)e versenken-“bündnisses“, welches wiederum nicht nach stehen will. immerhin letztere sollte man nicht ernst nehmen, die „dokumentieren“ ja jetzt schon e-mails und kommentieren auf blogs wie diesem.
das ganze ist allerdings auch ein eigentor für die antispes, die u.a. solches vom stapel lassen:

Der AK schreibt: „Wer kann wissen ob das eine Huhn in der Legebatterie nicht ganz anders empfindet als das andere Huhn.“ Dieser Standpunkt ist eine zynische Absage an linke Solidarität. Zugespitzt und analog zu anderen Herrschaftsmechanismen hieße das, „wer weiß, ob sich nicht der ein oder andere Schwarze in der Sklaverei ganz wohl gefühlt hat“ oder auch „vielleicht gibt es ja auch Frauen, die sich mit Freude ihrem Gatten unterordnen.“

wie so oft nur zugespitzt natürlich! denn wir wissen ja:

Antispeziesist_innen geht es also nicht darum Menschen und Tiere gleich zu setzen.

ach ja: gleich geht’s antispe-raver glotzen, wie sie sich breuninger und subways vornehmen …

„[…] überhaupt gar keine ahnung von der materie, über die sie schreiben, haben.“

Geprägt wurde der Begriff von dem australischen Moralphilosophen, Bioethiker und Politologen Peter Singer, einem Euthanasie-Befürworter.

… leutet die ak gibraltar ihre „umfassende“ antispeziesismuskritik (als pdf) ein. dass es überhaupt keine rolle für den inhalt spielt, wer ihn populär gemacht hat – darauf kommen sie natürlich nicht. denn dieser wird dadurch bzw. durch andere fehler und ethische/moralische „verfehlungen“ des popularisierenden nicht falscher oder richtiger. stattdessen ganz klar: singer = euthanasie-befürworter --> singer = böse. und da singer = antispeziesismus-guru --> antispeziesismus = böse. es folgen einige seiten schmale ansätze einer richtigen kritik u.a. am (präferenz)utilitarismus singers und dann wieder das:

Gehen wir noch einmal davon aus, der Türcke-Text existiert nicht und die Denkart des ›linken‹ Antispeziesismus hätte mit Singer nichts zu tun. Es ist einfach jemand auf die Idee gekommen, sich irgendwo einen Begriff zu klauen, diesen neu zu füllen und damit Politik zu machen. Was wäre dann?

Es funktioniert nicht, denn der Begriff des Antispeziesismus ist auf das Engste mit Peter Singer verbunden und dies schon auf der schlicht quantitativen empirischen Ebene. Um das wahrzunehmen, reicht schon ein kurzer Blick auf die Seite der deutschen Ausgabe von Wikipedia.

hab ich glatt mal nachgeschaut. aber moment! „quantitativ empirische ebene“? soll doch wohl heissen viele leute haben sein buch gelesen und deswegen singers menschenfeindliche „denke“ übernommen. also das konzept des antispeziesismus, welches er 1976 in seinem buch „animal liberation“ vorstellte. na wer’s glaubt. und noch weniger von antispes gelesen, jedoch von singers kritiker/innen umso häufiger zitiert, wird immer wieder „praktische ethik“, erschienen 1984. laut wikipedia „bezieht Peter Singer [darin] noch deutlicher Stellung und arbeitet eine utilitaristische Position (Präferenzutilitarismus) auf verschiedenen Gebieten der angewandten Ethik aus.“ „auf der schlicht quantitativen empirischen Ebene“ also?! ob das die rezipient/innen von animal liberation auch so taten? jemand schrieb dazu:

viele tierrechtler sind keine singer-anhänger, auch nicht im geiste. die einen kennen ihn nicht bzw. haben lediglich von ihm gehört, sind jedoch nicht in der lage, den unterschied von seiner philosophie und der eines deontologen zu nennen. […] von jenen, die singer soweit kennen, teilen viele nicht seine einstellung, da sie ihnen nicht radikal genug ist: im grunde ist singer nämlich kein tierrechtler.

nun ja, fragen zur untrennbarkeit des konzeptes des antispeziesismus und peter singers gibt es genug. eben schon zitiertes anonymes menschliches tier brachte bei julia seeliger (auf deren eigene ergüsse zum antispeziesimus an dieser stelle ihr zuliebe mal nicht eingegangen werden soll) in den kommentaren so einiges lesenswertes zur speziellen debatte und etwas zur leidigen denunziations- und homogenisierungsmasche linker kritiker/innen:

aber das ist – leider zu oft! – fast schon typisch links und muss als “linke ideologie” angesehen werden: der unbedingte wille, eine position durchzuboxen, auch gegen die wahrheit odder das richtige. es geht den autoren nicht darum, eine angelegenheit, eine sache zu erhellen, sondern es geht (funktional) darum, etwas zu konstruieren, um vor anderen so auszusehen, als hätte man recht. vor jeder kritischen betrachtung ist das richtige und wahre erkannt: die eigene meinung, die durch ähnlich erbärmliche schriften geprägt wird, wie man sie selbst verfasst.

ps: wegen der starken parallelen bzw. der ähnlichen anti-antispeziesistischen argumentationsweise sei auch noch mal auf die interventionen der gruppe „ivri lider statt peter singer“ verwiesen (hier in fussnote 2 dokumentiert)

„Die Ereignisse überschlagen sich.“

ein text des ak gibraltar zum antispeziesismus ist nun aufgetaucht. viel text, viel singer. soweit, so schlecht. mal lesen …

„müsste“

„Wenn euch unsere gut-druchdachten Argumente nicht zu sehr ermüdet haben […]“ … also doch nur satire das ganze. und ich dachte schon. schade *eigentlich* …

be peaceful be veggie be happy – harry harper medley

klick für mehr freshen scheiss!

ein mensch ein schwein ein tofu sein – anti-antispe reloaded

so lang ist’s noch gar nicht her, da hetzten argumentierten zwei herren der ag no tears for krauts halle auf ziemlich dumme art und weise gegen die tierfreundliche, vegane und antispeziesistische einheitsfront von richard wagner über die reil78 bis peta1. solche reaktionen auf antispeziesistische bemühungen, vorzüglich von (post)antideutscher seite, sind nun nicht neu2, nur besser werden sie mit der zeit leider nicht. auch jungle world-autor marcus hammerschmitt liess bei telepolis jetzt etwas von seiner fundierten kritik durchblicken:

„AntiSpe“ ist die Abkürzung von „Antispeziesismus“, ein Neologismus, so hässlich und verworren, wie die Ideologie, die hinter ihm steht. […] Zum wahren Eiferertum gehört neben der Menschen- aber auch noch die Genussfeindlichkeit. Die drückt sich bei den AntiSpezlern in fanatischem veganem Kochen aus, und das Ergebnis wird unterschiedslos als „lecker Essen“ bezeichnet, damit auch jedem gleich klar ist, dass der Fraß nichts taugt.

anlass für neuerliches treiben, wie dem beobachten antispeziesistischer „widerwärtigkeiten“3, ist der kommende antispe-kongress 2008. nun heisst es erstmal abwarten, die ernte dieses fruchtbaren ackers werden wir bald auf jetzt schon jubelnden blogs einfahren dürfen. watch out for defamations!

ps: marcus postete sein pamphlet auch gleich noch bei indymedia … nun gut, da gehört’s auch hin.

  1. der audio-mitschnitt der ag ist leider weg [EDIT: hier unter 4. wieder erhältlich), immerhin noch unter dem titel „ich ess blumen“ dokumentiert in der bonjour tristesse (als pdf: teil1/teil2); jan gerbers bahamas-artikel als zusatz von mir [zurück]
  2. ganz dolle flugblattaktion der gruppe „ivri lider statt peter singer“ (abgedruckt im incipito #18, welcher sich allerdings nicht anschickte die darauf folgende stellungnahme der veranstaltenden gruppe in’s heft zu nehmen. was dann wiederum der feierabend! tat. [zurück]
  3. erinnerte mich irgendwie spontan an den deppen kalle von esowatch, für den es sofort etwas spiritualistisches hat, wenn ein konsumangebot mal nicht seinen erwartungen entspricht. [zurück]

frühlingsfeindbilder 2

dissen (rest in pieces) wehrt sich gegen seinen moralismus mit einer schönen tautologie:

Wir sind gegen Schädigungen, eben weil sie schädlich sind und nicht aus einer moralischen Empörung heraus.

ach ja: wenn’s keine ist, warum nur wird bspw. veganer/innen (also diejenigen die sich gegen tierschädigungen aussprechen, eben weil sie schädlich sind) immer moralismus unterstellt? woher überhaupt käme die „moralische empörung“ über einen schaden, wenn nicht aus einem korrekten urteil über die schädlichkeit?! verwirrend …

schon wieder mangelerscheinungen bei antispe.org

der antispe-planet hat gefährlich abgespeckt ( :D ). viel- aber auch israelsolidarische blogger wie kuki und nokrauts mussten gehen*, dagegen bleiben solch bloggerlegenden wie sonnenwind und punky, auch die konsensfabrik, kochenmitflisa sowie der containerblog bringen uns weiterhin viele frische beiträge.

ps: ein wenig mehr schmunzeln muss ich jetzt erst recht über diesen satz:

Hier werden Blogs syndiziert, die sich mit Antispeziesismus und Veganismus beschäftigen.

*EDIT: sind wohl gegangen. oder sind wieder da, wie yetzt meint.

„Es hat uns sehr betroffen gemacht, wenn die Passanten sich große Sorgen um unsere gut versorgten Aktivisten machten, jedoch vom Tierleid nichts hören wollten…“

da hier grad die (anti)spe- und vegan-wochen ausgebrochen scheinen, mal ein aktionsbericht:

Nach dem 16 Juni fand nun am 7. Juli unsere 3. Fleischschalen-Aktion am KuDamm statt. In zwei überdimensionale „Fleischschalen“, wie man sie aus dem Supermarkt kennt, legte sich jeweils ein/e Aktivist/in, um mit reichlich Kunstblut verziert und einem Menschenfleisch-Etikett versehen eingepackt zu werden. Die Etiketten waren mit eindeutigen Warnungen versehen.


aber es gibt praktische informationen für alle unwissenden naiven fleischesser:

Für die Produktion eines Kilos Rindfleisch werden bis zu 16 kg Getreide verfüttert und rund 15.000 Liter Wasser verbraucht. Mit dem Wasserverbrauch für 1kg Rindfleisch könnte man also ein ganzes Jahr lang duschen.

auch wird noch einmal die dahinterstehende logik innerhalb menschlicher zivilisation angeschnitten:

Die Tierrechtsbewegung sieht sich als notwendigen Bestandteil menschlicher Zivilisation und als logische Folge bisheriger Befreiungsbewegungen, wie der Abschaffung der Sklaverei und der Gleichberechtigung von Mann und Frau.


… und sich vor inhaltlicher auseinandersetzung zum (anti)speziesismus gedrückt.

inselaktivismus: „Damals wurden 50 Nerze befreit.“

macht kleinvieh auch mist?! bestimmt. aber die deutschen geben sich mit sowas ja nicht zufrieden.
über sinn und unsinn hingegen sollte so oder so mal gestritten werden …

(tierbefreiung? wie? was?)